Nach unserem Aufenthalt in Los Angeles wollten wir zum Grand Canyon weiter fahren und machten dabei einen kleinen Umweg über Barstow, um die Geisterstadt Calico zu besuchen.
Calico Ghost Town liegt nordöstlich der Stadt Barstow, mitten in der Wüste, und wurde im März 1881 von Silberschürfern gegründet. Zu Spitzenzeiten kam die Stadt auf 1200 Einwohner. 22 Salons gab es einmal in der Stadt und ca. 500 Minen, in denen hauptsächlich Silber gefunden wurde, aber auch Borax und Gold. Der Calico Mining District war damals der reichste Bezirk von ganz Kalifornien, jedoch fiel dann wenig später der Silberpreis und nach 1907 wurde die Stadt aufgegeben und verfiel nach und nach.
Viele Jahre interessierte sich keiner für die Überreste der einst so reichen Stadt. Sie wurde dann jedoch von einem Privatmann aufgekauft und in den 60er Jahren restauriert. In den historischen Gebäuden sind mittlerweile Souvenirläden, Toiletten und ein Restaurant untergebracht. In einem Museum kann man die historischen Gerätschaften, wie sie damals benutzt wurden, bewundern. Sieht Fotos und alte Artefakte der damaligen Zeit. Auch eine Mine mit dazugehörigen Eisenbahnwagen kann man sich hier ansehen, sowie einen Friedhof.
Wir kamen am Vormittag an, stellten unser Auto ab und bezahlten 6 Dollar Eintritt. Schon auf der Hinfahrt sahen wir an einem Felsen in großen weißen Buchstaben das Wort Calico aufgemalt. Es war zwar erst ca. 10 Uhr, aber es waren schon recht viele Besucher in der Stadt. Wir gingen die Straße hoch und schauten uns die Gebäude von außen an. Sahen immer wieder alte Gerätschaften herumliegen oder auch eine alte Kutsche sowie Überreste eines Saloons. Die Stadt wurde mitten in der Wüste gebaut, es war warm und auch sehr staubig.
Wir gingen den Hügel ganz hinauf und erblickten von oben die Stadt. Wir wollten uns auch den Friedhof ansehen, der Eingang war jedoch verschlossen und das Eisentor war nicht aufzubekommen. Das fand ich sehr schade, aber er ist wohl nicht rund um die Uhr geöffnet. Die Mine betrachteten wir auch von außen und gingen wieder den Berg hinab, Richtung Stadt. Wir sahen uns eine kleine Kapelle an sowie das alte Schulgebäude. Dann gingen wir in einige der Gebäude hinein und schauten sie uns von innen an. In den meisten Gebäuden wurden Souvenirs verkauft, wie Steine, Karten und andere Mitbringsel.
Als wir dann aus einem der Gebäude wieder hinaus gingen, fand eine kleine Schießerei in der Ortsmitte statt. Diese soll hier täglich stattfinden. Alle Besucher strömten natürlich schnell dort hin um etwas zu sehen. Diese Schauspieler brabbelten etwas vor sich hin, sehr leise und für uns absolut unverständlich, pöbelten sich wohl auch ein wenig an und schossen dann ein wenig mit ihrer Pistole herum. Für mich sehr enttäuschend und sehr laienhaft dargestellt, also gingen wir nach wenigen Minuten wieder, da man sowieso nichts verstehen konnte und fuhren weiter Richtung Grand Canyon.
Mir hat der Besuch der Geisterstadt sehr gut gefallen, auch wenn ich die Schießerei für überflüssig hielt. Es war sehr interessant all die Dinge zu sehen, die man sonst nur aus dem Fernsehen oder Filmen kennt. Vor allem die alten Reliquien, die man hier bewundern konnte, haben mir imponiert. Wir wollen in den nächsten 1 bis 2 Jahren wieder in die Gegend fahren, und möchten auch diese Geisterstadt wieder besuchen und auch andere, die in der Nähe liegen.
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Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness