Zugegeben, eigentlich hat mich die Flucht vor dem Sturm und dem Starkregen in dieses Museum getrieben, in dem ich die nächsten 2 Stunden verbringen sollte. Aber bereut habe ich es nicht!
LAGE
Das Museum am Bontekai liegt in der Nähe der maritimen Meile und relativ nah zur Innenstadt. Die Weserstraße verläuft parallel zum Hafenbecken und ist aufgrund der guten Beschilderung der Museen Oceanis und Küstenmuseum kaum zu verfehlen.
Öffentliche Verkehrsmittel passieren regelmäßig, der Weg zum Bahnhof ist mit ca. 1,5 km anzusiedeln.
Während sich das Oceanis eher prächtig präsentiert, ist das Gebäude des Küstenmuseum eher unscheinbar.
Parkplätze stehen normalerweise reichlich zur Verfügung, wir waren zum Wochenende an der Jade dort, wo der eigentliche Parkplatz dem Riesenrad weichen mußte.
EINTRITTSPREIS UND ÖFFNUNGSZEITEN
Das Museum ist im Sommerhalbjahr täglich von 10-18 Uhr geöffnet, vom November bis März ist montags Ruhetag, das Museum schließt eine Stunde eher seine Pforten.
Der Eintrittspreis beträgt derzeit 4,70€ für Erwachsene, Kinder und Menschen mit Ermäßigungsberechtigung (Ausbildung, Rentner etc.) zahlren 2,10€. Unter 6 Jahren haben Kinder freien Eintritt.
AUSSTELLUNG
Im unteren Bereich des Gebäudes findet der Besucher allerhand zur Stadtgeschichte in Zusammenhang mit Landgewinnung und Deichbau. Neben vielen Ausstellungsstücken aus alten Tagen findet nett verpackte Informationen hinter Klappen oder als Multimediainfo zum Thema Sturmflut. Tonaufnahmen erklingen aus alten Segeltauen, Schichtmodelle zeigen die Veränderung beim Deichbau.
Ein Teil der Ausstellung widmet sich der Stadtgeschichte im Kaiserreich, ein weiterer dem Dritten Reich, in dem Wilhelmshaven aufgrund der Marine starkt bombardiert wurde.
Im oberen Geschoss befindet sich eine Simulation eines Leitstandes eines Containerschiffes. Hier sind Infos zum Jadeweserport zu finden sowie zahlreiche Schiffsmodelle.
Derzeit ist wohl die Sonderausstellung wal.welten der Höhepunkt der Ausstellung. Mir persönlich wurde hier manchmal nur übel, denn ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit dem Walfang. Klar, daß hier kaltblütig gemordet wurde und Moby Dick eines der harmlosesten dokumentierten Beispiele war.
Das 14 m Skelett hängt in der Halle und vermittelt dem Besucher einen Eindruck von der Größe und Stärke des Pottwales, der 1994 vor Baltrum strandete. Der Erfinder der "Körperwelten" beschäftigte sich mit dem Skelett und den Walorganen und nun sind sie hier im Museum ausgestellt.
Dieser Teil der Ausstellung wird von Walgesängen begleitet, die man auch unter einer Hörmuschel noch vernehmen kann. Lichteffekte und Geräusche machen hier eine seltsame beklemmende Atmosphäre.
Die Informationen im Anschluß sind gut gemacht, Walschutz kontra Walfang mit grünen und roten Signallampen.
MUSEUMSSHOP UND SERVICE
Natürlich verfügt dieses Museum auch über einen kleien Shop, in dem es Pins, Stofftiere und andere typische Souvenirs zu kaufen gibt. Die Preise sind normal.
Die von mir aufgsuchten Toiletten waren sauber, ein Aufenthaltsbereich mit Garderobe ist annähernd gemütlich.
KOMMENTAR
Dieses Museum ist sicherlich ganz interessant für jemanden, der sich mit der Stadtgeschichte und der Küste beschäftigt. Auch die anwesenden Kindern fanden Beschäftigung durch die Art und Weise, wie die Informationen verpackt waren.
Wer hier Marinegeschichte sucht, sollte besser das Marinemuseum aufsuchen.
Ich persönlich habe mich in den 2 Stunden gut informieren können und fand die Art der Informationsvermittlung sehr positiv.
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Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Architecture
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Concept
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Exhibits
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Relevance