Bed & BreakfastSchönbrunn

79 out of 100 (3 Sources)
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Schönbrunn
dottigross
dottigross (36)
München, Germany
97%
very good

In Schönbrunn kann man übernachten

Travel date: April 2007
City trip
Breakfast only
Short trip (2-3 days)
Spouse/Partner
[dottigross, 11.04.2007] Als ich das letzte Mal in Wien war, übernachtete ich im Hotel Gallitzinberg am Rande Wiens. Diesmal lag mir viel daran, dass wir ein Hotel bezogen, das wesentlich zentraler lag. Außerdem sollte es einen Tiefgaragenstellplatz für unseren Pkw anbieten. Dass es natürlich auch noch günstig sein sollte, versteht sich von selbst.

Bei meiner Internet-Recherche stieß ich auf ein Hotel, das sich später als Pension entpuppte und "Pension Schönbrunn" heißt. Wir buchten es über E-Mail, was problemlos und zuverlässig funktionierte.


Anfahrt
Unser Navigationssystem führte uns zuverlässig vor die Tür des Hotels. Es leitete uns von Deutschland kommend über die A1 bis Wien-Auhof. Dort wechselten wir auf die B1, die uns direkt am Schloß Schönbrunn vorbei zum Hotel führte. Mein Tipp: am braunen Wegweiser "Schönbrunn" orientieren!

Wer mit dem Flugzeug anreist, wird den Flughafen in Wien-Schwechart anfliegen und von dort aus den Flughafen-Transfer-Bus ins Zentrum nehmen. Von dort aus kann man mit der U4 bis U-Bahn-Station "Schloß Schönbrunn" fahren. In ca. 300 m Entfernung befindet sich das Hotel.


Lage
Die Lage des Hotels ist also ideal. Erstens erreicht man es auf direktem Weg und zweitens liegt es in der Nähe der größten Sehenswürdigkeit Wiens - dem Schloß Schönbrunn. Eine U-Bahn-Station (sechs Stationen ins Zentrum) ist nur ca. 300 m, eine Bushaltestelle nur ca. 100 m entfernt. Der Park des Schlosses bietet sich als Jogging- und Walking-Areal und Naherholung an. Restaurants, Kneipen (inkl. Biergarten) und Einkaufsmöglichkeiten gibt es ebenfalls in der Nähe. Eine Diskothek haben wir in ca. 500 m Entfernung gesehen.

Die zweispurige Einbahnstraße vor der Tür des Hotels möchte ich als stark befahren einstufen. Doch die meisten Zimmer liegen zum Hinterhof hinaus, so dass es darin sehr ruhig ist. Parkplätze gibt es am Straßenrand vor der Haustür, in den Seitenstraßen und auf der Rückseite des Gebäudes. Es kann sein, dass man etwas länger nach einer Parklücke suchen muss, aber es sind durchaus Parkplätze vorhanden. Wir haben für 8.- EUR/Tag einen Tiefgaragenstellplatz gemietet, der zum Hotel gehört. Würde ich nochmals hier übernachten, würde ich mir dies aber sparen und das Auto in einer Seitenstraße parken.


Das Gebäude allgemein
Das dreistöckige Gebäude ist in eine Häuserreihe eingelassen. Die Längsseite fällt durch seine seitenfüllende Eigenwerbung auf - so sieht man das Hotel schon von weitem. Die Vorderseite in Spätjugendstil ist in zarten Gelbbeigetönen gehalten und macht einen guten Eindruck.
Um ins Hotel zu gelangen, muss man klingeln. Später bekommt man einen Haustürschlüssel, mit dem man die schwere Holztür jederzeit aufschließen kann. Wer einen Garagenstellplatz gemietet hat, bekommt einen zusätzlichen Garagenschlüssel.
Ein paar Stufen führen zur Rezeption. Auf gleicher Ebene befindet sich auch der Frühstücksraum. Ein recht kleiner Lift bringt den Gast ins gewünschte Stockwerk. Ich bevorzugte die Treppe, da ich Probleme mit engen Räumen habe.


Unser Zimmer
Beim Eintreten fiel meinem Freund das angenehm große Zimmer auf. Mein Augenmerk lag eher auf den recht langweiligen und einfallslosen Möbelstücken. Tja, da sieht man mal, wie unterschiedlich Mann und Frau die Dinge sehen. Das nächste, was ich bemerken musste, war meine schwarze Hose, die plötzlich staub-weiß war, als ich vom Bett wieder aufstand, auf dem ich mich kurz niedergelassen hatte. Das hieß für uns: erst einmal das Bettzeug ausschütteln.
Das war aber das einzige, was schmutzig war. Ansonsten war alles picobello sauber und blieb es auch in den nächsten Tagen.

Die Ausstattung war in Ordnung. Es gab ein Doppelbett mit recht harten Matratzen, was allgemein sehr beliebt ist. Ich persönlich mag weiche Matratzen lieber. Auf zwei Nachtkästchen standen ein Radiowecker und ein Telefon. Ein kleiner Kleiderschrank sowie eine Kofferablage, die ich sehr praktische fand, gab es auch. Eine Sitzgruppe, ein kleiner Schreibtisch, ein Fernseher (inkl. Fernbedienung, mehrere deutschsprachige Sender, zusätzlich englische Nachrichtensender), Minibar (0,35-Bier für 1,10 EUR, 0,33-7up für 1,10 EUR, 5cl-Scotch Whisky 2,90 EUR etc.) und eine Stehlampe komplettierten die Einrichtung des Wohnraumes. Die beiden Fenster zum Hinterhof hinaus konnte man öffnen oder mit einem Vorhang verdecken. Apropos! Dadurch, dass das Zimmer auf den Hinterhof hinaus ging, war es nachts sehr ruhig. Ich schlief während unseres Aufenthalts wunderbar. Das lag wohl auch daran, dass es nachts windstill war, denn bei Wind rappelten die Fensterrollos in ihren Kästen recht laut.

Das Bad mit Waschbecken (Spiegel, Ablage), Dusche und Handtuchheizung war recht klein. Zu zweit konnte man sich dort drin nicht gleichzeitig aufhalten. Die Dusche selbst war jedoch angenehm groß und besaß einen kleinen Klappsitz aus Plastik. Dem Gast wurden kleine Seifen, Duschlotionen, Duschhaube und Cleanix-Tücher zur Verfügung gestellt. Schön fand ich die separate Toilette, denn so konnten beide Räumlichkeiten gleichzeitig genutzt werden. Da sie aber am gleichen Stromkreis angeschlossen waren, ging das Licht im Bad auch an, wenn man den Lichtschalter in der Toilette anschaltete - und umgekehrt. Schade außerdem, dass die Entlüftung im Toilettenraum nicht sehr leistungsstark war. Wir mussten teilweise durch den Raum und die geöffneten Zimmerfenster entlüften.

Toilettenpapier wurde zuverlässig aufgefüllt, der Mülleimer geleert und Handtücher jeden Tag gewechselt. Sie waren sehr sauber und auch hier gab es inpuncto Sauberkeit nichts auszusetzen.

Alles in allem würde ich das Zimmer wie folgt zusammenfassen: Zweckmäßig, aber nicht sehr ansprechend eingerichtet, jedoch sehr sauber und ruhig.


Frühstück
Das Frühstück ist ein Punkt, den ich bemängeln muss. Während unseres Aufenthalts war es nicht sehr umfang- und abwechslungsreich. Es gab jeden Tag die gleichen zwei Wurst- und Käsesorten - diese aber frisch -, einige Portionsmarmeladen, Honig- und Nusscreme-Döschen, drei Brotsorten und Brötchen, eine Müslisorte und Cornflakes. Orangensaft, Apfelsaft und Mineralwasser standen auf einem separaten Tischchen bereit. Da es Osterzeit war, gab es gefärbte Eier - kalt natürlich. Frisch gekochte Frühstückseier, Rühr- und Spiegelei vermisste ich sehr. Ein Tellerchen mit Gurken oder aufgeschnittene Tomaten oder Frischkäse hätte ich auch gerne gesehen. Ein wenig Abwechslung in der Wurst- und Käsewahl hätte wirklich nicht geschadet. Mehr hätte ich gar nicht verlangt.
Wir bestellten uns Kaffee, doch Tee und Kakao hat es offensichtlich auch gegeben. Ich hörte nämlich, wie diese Getränke am Nachbartisch bestellt wurden. Der Kaffee war nicht nach meinem Geschmack. Auch wenn er heiß war, schmeckte er ziemlich abgestanden.

Der Frühstücksraum war gemütlich eingerichtet und auch hier herrschte Sauberkeit. An den Wänden hingen Bilder mit Fotomotiven aus Wien. Auf den recht kleinen Tischchen standen zur Zierde kleine Weihnachtsstern-Pflänzch en, was ich anbetracht der Osterzeit etwas seltsam

Personal
Die Besitzer und das Personal des Hotels waren sehr nett und hilfsbereit. Da wir den ganzen Tag außer Haus waren, bekamen wir allerdings nicht viel von ihnen mit. Doch wann immer wir sie sahen, wurden wir freundlich und mit einem Lächeln begrüßt.
Sowohl das Ein- als auch das Auschecken verlief schnell und problemlos. Innerhalb weniger Minuten war alles erledigt. Bei der Abreise gaben wir den Garagenschlüssel an der Rezeption ab und erhielten zur einmaligen Ausfahrt einen Jeton, mir dem wir das Garagentor von Innen öffnen konnten.


Preis
Für Übernachtung mit Frühstück zahlten wir fürs Doppelzimmer 81.- EUR. Hinzu kam die Tiefgarage mit 8.- EUR pro Nacht. Mit diesem Preis liegt das Hotel zu dieser Jahreszeit im mittleren Bereich.


. . . ein paar Infos
Zum Abschluss noch ein paar Infos am Rande des Hotelaufenthalts . . .
Das Hotel liegt nur sechs U-Bahn-Stationen von der Stadtmitte (Karlsplatz) entfernt. Ein 72-Stunden-Ticket kostet z.B. 12.- EUR, womit alle öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt Wien benützt werden können. So sind alle Sehenswürdigkeiten von morgens ca. 5 Uhr bis nachts ca. 0.30 Uhr bequem zu erreichen. Der Eingang von Schloß Schönbrunn liegt ca. 500-600 m entfernt, weshalb dies auch unser erster Anlaufpunkt war.

Obligatorisch ist natürlich ein Besuch im Café Sacher. Ein Stück der "berühmten" Sachertorte kostet 4,80 EUR, eine Tasse Wiener Melange oder Cappuccino 4.- EUR.

Restauranttipp: In der Wahlfischgasse - eine Querstraße zur Kärntner Straße - gibt es eine eher unscheinbare Pizzeria namens "Pietra verde". Hier gibt es leckere, hausgemachte Nudelgerichte - absolut empfehlenswert.

Wiener sind eine Wucht! - Ich bin jedes Mal erstaunt, wie freundlich und kontaktfreudig die Wiener sind. Wir wurden nur selten unfreundlich behandelt und falls das mal der Fall war, änderte sich das schlagartig sobald man mit ehrlichem Interesse und Entgegenkommen reagierte. Wir haben während unseres kurzen Aufenthalts sehr viele nette Menschen getroffen, an die ich mich noch lange gerne zurück erinnere.


Fazit
Für einen kurzen Wienaufenthalt sehr zu empfehlen, da sich das Hotel in touristisch guter Lage befindet. Eine U-Bahn-Station (sechs Stationen bis zur Stadtmitte) und das Schloß Schönbrunn sind in unmittelbarer Nähe. Die Zimmer sind ruhig und zweckmäßig ausgestattet. Das Frühstück ist recht einfach und könnte ein bisschen mehr Vielfalt und Abwechslung gebrauchen. Dafür gibt es definitiv Abzüge!
  • 79/100
    General hotel amenities [more]
  • 60/100
    Appearance/Architecture
  • 60/100
    Ambiance
  • 60/100
    Food & Beverages [more]
  • 30/100
    Breakfast Variety
  • 80/100
    Breakfast Quality
  • 85/100
    Location and surroundings [more]
  • 100/100
    Location (City)
  • 90/100
    Landscape/Scenery

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