Church/ Cathedral/ MonasteryPreobrazhénski Monastír

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Preobrazhénski Monastír
Annna13
Annna13 (42)

98%
perfection!

Die Zeit und den gewaltigen Felsrutsch überlebt

[Annna13, 27.02.2008] Dieses Kloster gilt als das viertgrößte in Bulgarien und zählt zu den bedeutendsten religiösen Stätten des Landes mit großer historischen und kulturellen Bedeutung. Es ist ein international bekanntes Ausflugsziel in der Umgebung der Stadt Veliko Turnovo, der mittelalterlichen Hauptstadt Bulgariens (bis 1396, als das Land durch die Türken erobert wurde).

Das Preobrazhénski-Kloster (Kloster der Verklärung Christi) liegt ca. 7 km nördlich von Veliko Tarnovo in einem bewaldeten Flussdurchbruch, am steilen Hang des linken Jantra-Ufers vor einer mächtigen Höhlenfelswand. Am besten erreicht man es per Auto, indem man Richtung Russe fährt, die Straße ist gut beschriftet. Von Sofia aus wären es ca. 250km, die Hälfte davon Autobahn, der Rest eine gute Straße, oder insgesamt ca. 4 Stunden Autofahrt. Kostenfreie Parkmöglichkeiten sind genug vorhanden. Es muss auch eine Busverbindung geben, die habe ich aber nie benutzt und kenne mich damit nicht aus. Eine Taxifahrt von der Stadt aus ist auch eine bequeme Möglichkeit für Auslandstouristen. Wer gern wandert, könnte sich auf den rund zwei Stunden dauernden Fußweg unterhalb der Felsen an der Jantra entlang machen und den malerischen Weg genießen.

Das Kloster, das heute noch in Betrieb ist und in dem nur noch 5 ältere Mönche leben, blickt auf eine über 700-jährige Geschichte zurück. Es soll im 11. oder im 14. Jh. entstanden sein, darüber ist man sich noch nicht einig. Nachdem es in der Zeit der türkischen Fremdherrschaft mehrmals zerstört und geplündert wurde, ist aus dem ersten Kloster nichts erhalten geblieben. Es wurde Anfang des 19. Jh. wieder aufgebaut. Aus deiser Zeit stammen die heutigen Gebäude und das Kloster zählt zu den bedeutendsten Baudenkmäler der Architektur des 19. Jh. Vier Kirchen gehören zum Kloster. Die Hauptkirche Probrazhénie Gospódne wurde vom Baumeister Dimitar Sofialíjata begonnen, der wegen seiner Teilnahme am Veltschev-Aufstand (1835) hingerichtet wurde. Den Bau hat der Baumeister Koljo Fitscheto vollendet, der auch weitere Meisterwerke um Veliko Tarnovo und im ganzen Land schuf. Die Architektur ist einzigartig und nicht mit anderen Klosterbauten vergleichbar. An der Bemalung der Klosterkirche arbeitete im Laufe von 3 (1849 - 1851) Jahren Sachári Sográf, einer der größten bulgarischen Ikonenmaler jener Zeit. Die Kirche ist innen und aussen komplett bemalt. Seine Wandmalereien und Ikonen sind heute noch bewundernswert. Ausgesprochen hier hat er sein Selbstbildnis sowie Unterschrift hinterlassen. Obwohl in einer dunkleren Ecke, dem Zentralaltar gegenüber, wird das von der orthodoxen Kirche nicht als sehr bescheiden und angebracht aufgenommen. Normalerweise gehörte es nicht zur Ikonenmalermoral, sich hervorzuheben. Man verzeiht es ihm aber, weil er zu den besten Ikonenmalern seiner Zeit gehört und hervorragende Arbeiten in Kirchen und Klöstern im ganzen Land hinterlassen hat, die heute noch erhalten geblieben und bewundernswert sind. Besondere Aufmerksamkeit erwecken seine Darstellungen des Jüngsten Gerichts an der Ostwand der Kirche und das Rad des Lebens an der südlichen Außenwand, obwohl letztere von Kunsthistorikern und Orthodoxen als Kitsch bezeichnet werden. Dennoch ist sie sehr interessant und wird von allen Touricten mit Neugierde betrachtet und fotografiert.

Ein Kunstwerk ist die fein geschnitzte Ikonostase und die Ikonen mit Holzschnitzerei, die von Meistern aus der für ihre Holzschnitzereischule berühmte Stadt Trjavna stammen. Darunter findet man ein Meisterwerk des Malers Stanislav Dospévski, der an der Petersburger Kunstakademie studiert hatte, das Bildnis des Apostels Andreas.

Seitlich der Hauptkirche, neben ihrem Eingang, direkt vor der imposanter Felsenwand, erhebt sich im Klosterhof der Glockenturm mit einer Uhr. Auch den hat im Jahr 1860 der große Baumeister Koljo Fitscheto gebaut. Die größte Glocke wurde an das Kloster vom russischen Imperators Alexander II. geschenkt als Dank, dass sich die Mönche bereit erklärten, es im Russisch-türkischen Befreiungskrieg als Krankenhaus für russische Soldaten zu benutzen.

Auch der Wohnbereich mit den Mönchzellen hat Koljo Fitscheto gebaut und sie sind auch von einer wirklcih schöner Architechtur jener Zeit gekennzeichnet und strahlen eine gemütliche Atmosphäre und Idylle aus. Wichtige Persönlichkeiten der bulgarischen Geschichte lebten und wirkten im Kloster. Es war auch Zufluchtsort für namhafte Freiheitskämpfer im 19. Jh.

Eine Besichtigung des Klosters und der Klosterkirche ist kostenfrei. Selbst für die Parkplätze wird nicht bezahlt. Wachskerzen werden am Eingang der Klosterkirche für Kleingeld verkauft. Die Mönche zeigen gern das Sehenswerte, erzählen aus der Geschichte des Bauwerks und beantworten die Fragen der Besucher. Obwohl das Kloster in Betrieb ist und das Klosterkomplex Möglichkeiten bietet, werden keine Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeite n

Darüber hinaus, dass das Preobrazhénski- Kloster ein Nationalheiligtum ist, ist es ohne Zweifel ein sehenswertes Ausflugsziel, das Baukunst und wertvolle Ikonen- und Wandmalereien mit wunderschöner Natur und vereint und den Besucher in eine andere Welt versetzt. Es ist einfach ein Besuch wert. Man muss es erlebt haben.



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    Architecture

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Comments to this review

  • Perserkatze
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    Perserkatze, 06.10.2008 09:10 o'clock


    Wie immer eine tolle Bewertung!!!
  • Tristan
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    Tristan, 04.08.2008 11:37 o'clock


    Hey,
    eine echt klasse Bewertung, gruß Tristan.