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Hagios Demetrios
trivago rating:
95 out of 100
3 Sources
Ecke Ayiou Dimitriou und Ayiou Nikolaou
Thessaloniki
Hagios DemetriosHagios DemetriosHagios DemetriosHagios Demetrios
perfection!

Eindrucksvolle Innenausstattung hinter schlichten Fassade (13.02.2008)
Annna13
Annna13 (42)
Als mir meine beste Freundin die Reise nach Thessaloniki zum Geburtstag schenken wollte, hat sie bei der Reiseterminwahl auch einen zweiten wichtigen Anlass berücksichtigt. Und der hatte definitiv was mit der Kirche des Heiligen Demetrius zu tun. Diese prunkvoll geschmückte Kirche ist dem Schutzpatron der Stadt gewidmet, der 306 im Zuge der letzten Christenverfolgung den Märtyrertod erlitt. In einer Krypta unter der Kirche wurde das Grab des Heiligen, der in der orthodoxen Welt zu den am meisten geehrten gehört. In einer kleinen Extra Kapelle werden die Gebeine des heiligen Demetrius aufbewahrt. Meine Freundin und ich haben Söhne, die beide Dimiter heißen, die bulgarische Variante des Namen. Und der Tag vor der Reise war der Tag des Heiligen Demetrius, der seinerseits auch alle mit seinem Namen sowie Ableitungen beschützt. Weil Bulgaren Griechisch-orthodoxen sind, wird der Tag, der 26. Oktober, in beiden Ländern in der Familie und unter Freunden groß gefeiert, und alle, die Dimiter heißen, dürfen eins ausgeben und bekommen auch Geschenke. Aus diesem Anlass auch waren wir also ausgesprochen am Tag danach in Thessaloniki und in der Kirche des Heiligen Demetrius, um auch dem Heiligen ein Kerzchen für die Gesundheit unserer Söhne anzuzünden.


Die Kirche liegt im Stadtzentrum in der gleichnamigen Straße, Ayiou Dimitriou, Ecke Ayiou Nikolaou. Sie ist zu Fuß oder per Busse des öffentlichen Stadtverkehrs von der Uferpromenade und vom Aristoteles-Platz aus sehr einfach zu erreichen. Da die Besichtigung dieser bedeutenden Sehenswürdigkeit auf unserem Reiseprogramm stand, sind wir mit unserem Reisebus dorthin gefahren.


Es ist ein stattliches Bauwerk mit beieindruckenden Ausmaßen. Das Äußere wirkt beim ersten Anblick schlicht, wenn man aber genauer sieht, ist es von schönen Fassaden mit symetrischen gewölbten Fenstern, durch Säulen getrennt, geprägt. Sie hat keine Kuppel. Vom Baustil her handelt es sich bei der Kirche um eine frühchristliche fünfschiffige Basilika mit Emporen und Querschiff. Die Architektur ist eindrucksvoll. Die Kirche wurde eigentlich auf den Fundamenten frühchristlicher Kirchen erbaut. In den Jahrtausenden wurde sie mehrmals zerstört und wieder errichtet. Und wärend der türkischen Herrschaft war sie in ein türkisches Bad verwandelt worden... Nach dem Brand Anfang des 20. Jh. wurde sie gleich wieder errichtet. Neulich wurde sie auch renoviert und erstrahlt nun in ihrem Glanz. Um zum Haupteingang mit dem Glockenturm daneben zu kommen, geht es eine breite Treppe hinauf. Vor dem Eingang ist viel Platz, wo sich eine Menschenmenge versammeln kann und auch weit genug gehen kann, um die Kirche in ihrer ganzen Größe zu fotografieren. Die innere Ausstattung ist prachtvoll. Schöne Ikonen, Marmor, eindrucksvolle Mosaike zieren das Interior, das Innere ist hell belichtet und wirkt sehr neu. Und weil wir am Tag davor der Heilige Demetrius von Thessaloniki gefeiert wurde, war der Sarg mit den Gebeinen des Heiligen, der sonst in einer kleinen extra Kapelle aufbewahrt werden, vor dem Altar gestellt. Die Kirche war voll Menschen, die sich anreihten, um den prachtvollen Sarg zu berühren oder gar zu küssen im Glaube, dass er ihnen Gesundheit und Gutes bringt. Als Schutzheiliger der Stadt Thessaloniki soll er sie mehrfach vor Eroberung geschützt haben. Im kleinen Innenhof, den man durch eine Seitentür erreicht, sind die ältesten Überbleibsel zu sehen.


Ich habe in dieser Kirche keine besondere Atmosphäre gespürt. Vielmehr hatte ich das Gefühl, mich in einem schönen Museum zu befinden. Alles war irgendwie steril und zu ausgeschmückt. Ich habe in alle Eckchen geschaut, dem Heiligen Demetrius eine größere Wachskerze meinem Sohn zuliebe angezündet, mich auch hingesetzt, auch viel fotografiert. Eine Ausnahme machte der kleine Hof mit Überresten altertümlicher Bauwerke und viel Grün.


Der Eintritt ist frei. Man kann die Kirche in den Öffnungszeiten auch auf freier Faust besichtigen, ein Besuch mit einer Reisegruppe hat aber das Vorteil, dass man einiges erfährt. Auf beiden Längstseiten gab es Stände, wo man sich beim Kauf von Wachskerzen selbst bedienen konnte. Es gab nur zwei Kerzengrößen, zu 0,50 und zu 1 Euro. Das Anzünden einer Kerze ist keine Pflicht, das entscheidet jeder für sich.


Die fünfschiffige Basilika des Heiligen Demetrius ist die größte Kirche in die Griechenland und die bedeutendste in der Stadt. Dort werden kostbare Mosaiken aus dem 7. und 9. Jahrhundert aufbewahrt. Die Kirche gehört zu den frühchristlichen und byzantinischen Baudenkmälern in Thessaloniki, die 1988 in die Liste des Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen wurden. Sie ist Außen und Innen eindrucksvoll und unbedingt sehenswert.


Accessibility
100 out of 100
"Must See"-Factor
100 out of 100
Budget Friendliness
100 out of 100
Ambiance
90 out of 100
Architecture
100 out of 100

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