perfection!

Eine der schönsten Ruinen Schottlands (24.12.2007)
aurelia_aurita
aurelia_aurita (33)
hamburg, Germany
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(o o)
-(_)-


Moin, moin,


wie einige schon wissen, hat mich mein scheußlicher Beruf vor einiger Zeit dazu gezwungen, ein zweitägiges Training in Edinburgh zu machen. Und mein grausamer Chef erlaubte mir dann auch noch, ein paar Urlaubstage dranzuhängen, so dass ich schließlich einen Urlaubstag opfern und 9 Tage in Schottland verbringen musste :-). Eines der vielen Schlösser, von denen ich mich habe verzaubern lassen ist

Dunnottar Castle

Wer Bilder sehen möchte, der findet diese wie immer auf meiner Webseite unter

http://www.volldolltoll.de/dunnottar_castle.ht ml


Adresse/Lage

Dunnottar Castle
Stonehaven

+44(0) 1569 762173.

http://www.dunnottarcastle.co.uk/
info du nechtestates.co.uk

Die mittelalterliche Festung liegt etwa zwei Kilometer südlich des Städtchens Stonehaven an der A92. Es gibt einen kleinen, kostenlosen Parkplatz an der Straße.



Eintrittspreise/Öffnun gszeiten


Öffnungszeiten

Ostermontag bis 4. Samstag im Juni: Montag bis Samstag 9:00 bis 18:00 Uhr, Sonntag 14:00 bis 17:00 Uhr
4. Sonntag im Juni bis 4. Samstag im Semptmber: Montag bis Sonntag 9:00 bis 18:00 Uhr
4. Sonntag im September bis 3. Sonntag im Oktober: Montag bis Samstag 9:00 bis 18:00 Uhr, Sonntag 14:00 bis 17:00 Uhr
4. Montag im Oktober bis Ostersonntag: Freitag bis Montag 10:30 bis Sonnenuntergang.

Die Öffnungszeiten hängen auch vom Wetter ab! Letzter Einlass ist 30 min vor Schließung.


Eintritt

Erwachsene: 5,00 £
Kinder bis 16 Jahre: 1,00 £


Sonstiges

In den letzten Jahren wurde Dunnottar Castle u.a. durch die Hamlet-Verfilmung von Mel Gibson bekannt, auch bei anderen Filmen soll die Ruine als Kulisse gedient haben.

Menschen mit Gehbehinderungen werden leider ihre Schwierigkeiten haben, das Schloss zu besichtigen, für Rollstuhlfahrer ist es eigentlich unmöglich, denn um in das Schloss zu gelangen gilt es, einen schmalen steilen Pfad und diverse Treppenstufen zu erklimmen. Auch das Schlossgelände selbst ist relativ uneben und bei Regen matschig und rutschig, es gibt keine befestigten Wege.



Die Geschichte

Strategisch günstig thront Dunnottar Castle of einem der Küste vorgelagerten Felsen mit über 50 m hohen Klippen. Nur ein schmaler Felsstreifen dient als Verbindung zum Festland.

Wann die erste Festung hier entstand ist unklar, man geht aber davon aus, dass der Ort seit über 2000 Jahren genutzt wird. Man glaubt, dass der Heilige St. Ninian, der das Christentum in Schottland verbreitete, nach Dunnottar kam und hier im späten 5. Jahrhundert eine Kapelle gründete. Dunnottar Castle wurde unter anderem von dem englischen König Eward I eingenommen (1296), 1297 wurde es von William Wallace zurückerobert.
Die ältesten Teile der heute noch zu besichtigenden Burg wurde um 1300 gebaut und ersetzte höchstwahrscheinlich eine Festung aus Holz. 1336 nahmen die Engländer die Festung ein, einige Jahre später wurde sie zurückerobert. 1531 übergab König James V das Schloss dem Earl Marischal of Schotland. 1562 und 1564 besuchte Marys Queen of Scots Dunnottar Castle, auch James VI verbrachte hier einige Zeit. Zwischen 1580 und 1650 nahmen die Marischals einige Umbauten vor und in der eher der zweckmäßigen Festung entstanden oppulentere Gebäude mit luxuriöserem Innenleben.

Im Mai 1652 erlebte Dunnottar Castle eine Zeit, die die Festung endgültig in die schottische Geschichte eingehen ließ. Es wurde zum mehr oder weniger einzigen Ort in Schottland, der Cromwells Truppen standhielt. Diese waren besonders motiviert, die Festung einzunehmen, denn zu diesem Zeitpunkt wurden die schottischen Kronjuwelen (heute in Edinburgh Castle zu bewundern) aufbewahrt. Als man sich ein Jahr später schließlich unterwarf, war der Schatz allerdings verschwunden - man hatte den Schmuck an einem Seil an den Klippen hinuntergelassen und von einer Frau einsammeln lassen, die Vorgab, hier Seetang zu sammeln. Man versteckte die Kronjuwelen unter dem Boden einer Kirche im nahe gelegenen Kinneff.

Weiterhin weiß man, dass im Mai 1685 in den Burgverliesen 167 feindliche Gefangene festgehalten worden, von denen viele verhungerten oder an Krankheit starben, andere wurden bei Fluchtversuchen getötet.

1715 unterstützte der 10. Earl Marischal den Jakobitenaufstand und wurde aufgrund dessen wegen Verrat verurteilt. Sein Besitz wurde veräußert und Dunnottar Castle wurde an die York Building Company verkauft, die alles aus der Burg brachten, was möglich war.

1925 begann man, die Burgruinen zu konservieren



aurelias Testergebnis

Wer Dunnottar Castle einmal gesehen hat, der wird den Anblick nicht so schnell vergessen. Es ist absolut faszinierend, wie die ehemalige Burg auf ihrem Felsen thront und mit ein wenig Phantasie kann man sich gut vorstellen, wie majestätisch sie zu ihren Hochzeiten gewirkt haben muss. Wie bereits beschrieben ist eine kleine Wanderung nötig, um den Eingang Dunnottar Castles zu erreichen.

Auf dem Gelände kann man sich frei bewegen, Führungen werden, soweit ich es gesehen habe, nicht angeboten. Am Eingang ist aber für Interessierte eine Broschüre erhältlich. Innerhalb der Ruine selber befinden sich zwar einige Schautafeln, diese fallen aber eher kurz und knapp aus. Festes Schuhwerk empfiehlt sich nicht nur für den Gang zur Burg, auch innen kann es rutschig und/oder holprig werden, gerade bei Regen.

Gebäude bzw. Ruinen verschiedener Art sind zu besichtigen. Wohnräume, Küche mitsamt Brauerei, Kasernen, Schmiede, usw. Manchmal sind mehr oder weniger nur noch die Grundrisse der Gebäude zu sehen, sieht man die Seitenwände, dann ist oft noch der Kamin zu erkennen, der die sicherlich feucht-kalten Räume beheizte. In einigen Gebäuden kann man noch die oberen Stockwerke besichtigen, teilweise kann man einen Blick über die Burgmauern und hinab an den beeindruckenden Klippen, an denen im Sommer viele Vögel nisten, werfen. Achtung, in den Gebäuderesten nisten auch einige Vögel - ein Blick nach oben kann ab und zu nicht schaden ;-)

Vom Mobiliar der Burg ist nichts erhalten - wie bereits beschrieben wurden alles beweglich ja auch aus der Burg transportiert. Schade!

Insgesamt finde ich die Dunnottar Castle sehr beeindruckend, auch wenn nur noch wenig von seiner früheren Pracht erhalten geblieben ist. Man kann alles anschauen und sich auf dem Gelände frei bewegen. Schade ist nur, dass es nur sehr wenige Schautafeln gibt, die den Besucher über die Geschichte der Festung aufklären. Hier könnte man so einiges tun. Es gibt außerdem einen Raum, in dem man ein Modell bestaunen kann, welches Dunnottar Castle vor einigen Jahrhunderten zeigt. Dies ist aber für meinen Geschmack etwas wenig!



Fazit

Eine Burgruine in absolut faszinierender Lage, die einen Besuch wirklich lohnt! Von mir gibt es volle 5 Sterne und eine klare Weiterempfehlung!
Accessibility
70 out of 100
"Must See"-Factor
100 out of 100
Budget Friendliness
90 out of 100
Architecture
100 out of 100
Condition
90 out of 100
Historical Significance
100 out of 100
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Comments to this review

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    celles, 27.12.2007 14:06 o'clock


    äußerst ausführlich, schaudrige Fotos, Hilfe
    celles