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The Ronald Reagan Presidential Library
trivago rating:
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40 Presidential Drive
93065 Simi Valley
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very good

Air Force One in Simi Valley gelandet! (02.02.2008)
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Flatz, Austria
Dieses Museum ist dem Leben und Wirken des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan gewidmet und hier erlebt man hautnah, wie stolz die Amerikaner auf sich und ihr Land sind.


WIE KAMEN WIR DAZU?

Alles fing mit einem harmlosen Bild in der Gratis Zeitschrift See my L.A. an, die wir über das Tourist Office in Los Angeles zugeschickt bekommen haben. Da stand auf der ersten Seite Die Air Force One ist gelandet. Als ich mir den Artikel durchlas, erfuhr ich, dass die Air Force One, die bis zum Präsidenten Bill Clinton in Betrieb war, ein neues Dach in der Ronald Reagan Presidential Library gefunden hat. Auf eine Air Force One war ich immer schon neugierig und da Simi Valley quasi am Weg von Pismo Beach nach Los Angeles lag, bekniete ich meinen Mann förmlich, mit mir der dorthin zu fahren, und zwar genau so lange, bis er ja sagte.


SIMI VALLEY

Simi Valley ist eine Stadt in Kalifornien und gehört zum Ventura County. Die Stadt liegt ca. 60 km nördlich von Los Angeles und ist bekannt für ihre Parks, die die Zahl 40 noch übersteigen. Es ist eine vergleichsweise kleine Stadt mit etwas mehr als 100.000 Einwohnern, für L.A. Verhältnisse also wirklich mini.

Simi Valley kam zu Ruhm, als Steven Spielberg 1982 dort Poltergeist gedreht hat, das Haus vor dem gedreht wurde, steht übrigens heute noch immer an der gleichen Stelle.

Heute wird die Stadt aber vor allem wegen dem Museum, das Ronald Reagan zu Lebzeiten noch aufgebaut hat, besucht.


RONALD REAGAN

Ronald Wilson Reagan wurde am 6.11.1911 in Illinois geboren und verstarb am 5.6.2004 in Bel Air. Von 1981 bis 1989 war er der 40. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.

Ronald Reagan wuchs in ärmlicher Umgebung auf, die Highschool und danach das Collage konnte er nur durch ein Bedürftigenstipendium absolvieren. Er studierte Theaterwissenschaften, Soziologie und Wirtschaftswissenschaften.

Nachdem er seine Karriere als Rundfunksprecher in den 30er Jahren begonnen hatte, bekam er 1937 von Warner Brothers einen Vertrag für Hollywood und spielte in den nächsten 20 Jahren in über 50 Movies mehr oder weniger erfolgreich.

1940 heiratete er seine Schauspielkollegein Jane Wyman, die mir vor allem aus Falcon Crest bekannt ist, mit ihr hatte er Tochter Maureen, die 2001 an Krebs verstorben ist. 1952 heiratet er die - wie er es nennt Liebe seines Lebens Nancy Reagan. Die beiden haben zwei Kinder, die Tochter Patti Davis, die als Autorin und Playboy-Model bekannt wurde, und Sohn Ron Reagan, der als Journalist sein Geld verdient.

Für Politik interessierte er sich relativ spät, von 1967 bis 1975 war er der 33. Gouverneur von Kalifornien. Sein erster Versuch für die Präsidentenwahl ging schief, denn parteiintern verlor er gegen Gerald Ford. Im Wahlkampf 1980 besiegte er allerdings Jimmy Carter und zog somit am 20. Jänner 1981 in das Weiße Haus ein.

Der Beginn seiner Amtszeit war sehr turbulent, am 30.3.1981 wurde er von einem Psychopaten sehr schwer verletzt, weil dieser dadurch die Schauspielerin Jodie Foster auf ihn aufmerksam machen wollte. Glücklicherweise konnte Reagan aber kurze Zeit später seine Geschäfte wieder aufnehmen und seine Beliebtheit wuchs ständig.

Auch außenpolitisch war Reagan sehr aktiv, vor allem was seine Verbindungen zu Deutschland betraf. 1992 wurde er zum Ehrenbürger von Berlin ernannt.

Doch es war nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen unter der Präsidentschaft von Ronald Reagan. Die Staatsverschuldung stieg massiv an, der bekannte schwarze Montag fand einen Tag nach Reagans bekannten Ausspruch There is nothing wrong with the economy statt, der Hass gegen die Sowjetunion stieg ins Unermessliche, Grenada wurde besetzt, gegen Nicaragua wurde ein heimlicher Krieg geführt und Kuba wurde blutig besetzt mit mehr Toten auf amerikanischer Seite als auf der von Kuba - doch von all dem ist in der Ronald Reagaon Presidential Library nichts zu merken.

1994 wurde bei Ronald Reagan Alzheimer diagnostiziert, zu Beginn seiner Krankheit arbeitete er intensiv an der Verwirklichung seiner Projekte in der Presidential Library, doch im Laufe der Jahre wurde er immer mehr zum Pflegefall. Am 5. Juni 2004 starb Ronald Reagan in Bel Air.

Nancy Reagan führt seitdem die Visionen ihres Ehemannes fort und beteiligt sich mit voller Liebe an der Gestaltung der Ronald Reagan Presidential Library. Nur ungefähr eine Woche vor uns war sie im Museum zusammen mit dem polnischen Präsidenten Kaczynski.


ANFAHRT

Das Museum liegt wie gesagt in Simi Valley und zwar direkt am Presidential Drive. Wir kamen vom Highway Nr. One und fuhren dann zur 101-South, die übrigens auch zu nehmen ist, wenn ihr von Los Angeles kommt, nur müsst ihr dann halt die North nehmen. Von Norden her könnt ihr eine Abkürzung nehmen auf die CA-154, das ist schon einiges um kürzer, im Grunde könnt ihr aber auf der 101er auch bleiben. Die CA-154 müsst ihr dann beim Exit 146 Richtung Los Olivos / Cachuma Lake / Zaca Station Rd. nehmen und ihr kommt zurück auf die 101er. Die nächste Abfahrt geht dann zur CA-23 North nach Fillmore und nach 5 Meilen biegt ihr zur Olsen Road ab, hier geht es schon Richtung Simi Valley. Von hier aus ist die Library bereits angeschrieben. Ihr bleibt auf der Olsen Road East, die nach einigen Meilen denn zur Madera Road wird. Von der Madera Road biegt dann links bereits der Presidential Drive ab. Dann schlängelt sich diese Straße hinauf bis zum Museum. Von oben hat man übrigens einen tollen Blick auf die Umgebung.

Möglicherweise sind die Parkplätze oben belegt, dann gibt es auf der Madera Road einen Zusatzparkplatz von dem ein Shuttlebus zur Library fährt.


DAS MUSEUM

Die Lage ist wirklich wunderschön und auch das Gebäude macht einen exquisiten Eindruck. Vor dem Haupteingang befindet sich eine Grünanlage, in der Mitte empfängt einem ein Springbrunnen und dahinter findet man eine lebensgroße Bronzestatue von Ronald Reagan.

Man betritt den Raum und kommt einmal zum Information Desk, links davon befinden sich die Toiletten, gerade aus kann man in den Park gehen, gleich am Beginn befindet sich ein Stück der Berliner Mauer, das Ronald Reagan geschenkt worden ist. Zurück in der Halle kommt man vorbei am Museumsshop und dann geht es zum Eintritt.

Es gibt nur Self Guided Touren, d.h. niemand führt dich durch die Räume, allerdings gibt es die Möglichkeit, sich einen Audioguide auszuborgen - in Englisch! Hier wurden wir auch gefragt, wie wir dazu gekommen sind, die Library zu besuchen und da entwickelte sich ein echt nettes Gespräch mit der Dame an der Rezeption, die es überhaupt nicht gewöhnt war, einen Ausländer dort zu sehen.

Als erstes geht man dann ins Welcome Theater, wo ein Film mit und über Ronald Reagan bzw. seine Visionen über die Library gezeigt wird. Davor befindet sich die Galerie der verschiedensten Präsidenten, allerdings nicht aller. Danach geht man durch das Leben von Reagan so wie er es erlebt hat, also die frühen Jahre, denn alles von seiner Schauspielkarriere, viel von Nancy Reagan, so gar nichts von seiner ersten Frau Jane Wyman. Man sieht das Bild des ersten Treffens mit seiner zweiten Frau, Liebesbriefe, Tagebücher, Filme. Autos von dieser Zeit sind ebenso zu bewundern wie eine Sitzbank, auf der das junge Pärchen Nancy und Ronald beim ersten Date gesessen hat.

Weiter geht es mit den anfänglichen politischen Ambitionen, den verschiedenen Wahlen und schlussendlich der Ernennung zum amerikanischen Präsidenten. Eine eigene Ecke ist dem Attentat an Ronald Reagan gewidmet. Hier wird ein Radiomitschnitt gesendet, ein Film gezeigt und ihr bekommt sogar Einblick in Ronald Reagans Körper - durch ein Röntgenbild.

Danach führt der Rundweg dorthin, weshalb ich überhaupt in die Library gekommen bin, dem Air Force One Pavilion. Hier steht sie also, die Air Force One in ihrer ganzen Pracht. Mit ihr sind viele amerikanische Präsidenten geflogen, auch noch Bill Clinton. Neben dem Flugzeug gibt es aber z.B. auch noch eine Black Hawk zu besichtigen, ein Einsatzfahrzeug und diverse Gallerien wie z.B. etwas über den deutschen Mauerfall, dem Kalten Krieg und den verschiedenen Flugrouten der Air Force One.

Das Highlight für mich war dann aber der Einstieg in die Air Force One. Vor dem Eingang wurde noch schnell ein Souvenirphoto gemacht, den eigenen Fotoapparat muss man hier in die Tasche packen, ein Fotografieren im Inneren des Flugzeuges ist nicht erlaubt. Man steigt also ein, wie in ein normales Passagierflugzeug, quasi über einen Gang, dreht sich um, winkt ein bisschen und dann wird man von einer Stewardess erwartet. Links befindet sich die Pilotenkabine, danach der State Room 1 des Präsidenten mit einem Schreibtisch, dahinter der State Room 2 für die First Lady mit einem eigenen kleinen Badezimmer, einem kleinen Schreibtisch und einem kleinen Bett, im übrigen ist hier alles klein. Als nächstes kommt man in die Lounge quasi ins Besprechungszimmer. Der nächste Raum gehört den Angestellten, z.B. den Pressesprecher, dem Leibarzt, dem persönlichen Assistenten und wen man sonst noch so mitschleppt auf den Reisen. Im nächsten Raum gab es Platz für weiteres Personal und Gäste sowie den offiziellen Fotografen und ganz nach hinten verbannt war die Presse, wobei mich total überrascht, dass die Presse überhaupt mit der Air Force One mitfliegen durfte. Viel zu schnell war man aber durch und es hieß hinausgehen. Verweilen war überhaupt nicht möglich, weil es überall wirklich eng war und ich war etwas enttäuscht, ich dachte, einem Präsidenten wäre mehr würdig, doch ich bin sicher, dass George W. Bush das auch so gesehen hat, denn er fliegt ja jetzt in der neuen Air Force One.

Danach kann man sich noch schnell sein persönliches Foto für $ 25,-- holen (was wir auch gemacht haben als Erinnerung) und verlässt den Air Force One Pavilion um direkt zum Oval Office zu kommen. Hier hat Ronald Reagan das Oval Office detailgetreu nachbauen lassen und sogar der jetzige Präsident regiert noch von diesem Schreibtisch aus.

Weiter ging es zum Raum von Camp David und der Ranch sowie zu einem Raum, der Nancy Reagan gewidmet ist und danach ist man mit dem Inneren auch schon wieder durch.


AUSSENANLAGE

Auch die Außenanlage ist schön angelegt, neben dem Friedensplatz sieht ihr einen F-14 stehen, von hier aus kommt man auch zum Presidential Learning Center, doch da hatten wir keinen Zutritt.

Weiters befand sich außen noch die Memerial Site mit dem Grab Ronald Reagans, der White House Rose Garde, wie bereits erwähnt die Berliner Mauer, denn noch der Nancy Reagan Tree und der Ronald Reagan Tree und noch eine schöne Parkanlage.


SERVICE

Von der Klofrau über die Museumswächter bis hin zur Security gibt es hier wirklich nichts zu klagen. Ein kurzer Small-Talk war immer gerne gesehen und generell stand jeder mit Rat und Tat zur Seite, z.B. konnte m an im Oval Office wirklich jede Menge Fragen zum Büro des Präsidenten stellen, was jetzt noch so ist wie früher, was sich verändert hat, was Ronald Reagan am liebsten hatte usw.

Fast in jedem Raum standen Menschen zur Verfügung, die top informiert waren und gerne geholfen haben, was wirklich sehr angenehm war.


EINTRITT UND ÖFFNUNGSZEITEN

Die Ronald Reagan Presidential Library ist täglich geöffnet von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr, ausgenommen Thanksgiving, 25.12. und 1.1..


GASTRONOMIE

Im Air Force One Pavilion gibt es ein Cafe, das einiges an Snacks und vor allem Getränke anbietet. Die Tische wirken in der großen Halle etwas verloren, sind aber sehr nett angeordnet. Ob man dort gut isst, kann ich euch leider nicht sagen, wir haben es nicht ausprobiert. The Ronald Reagan Pub and Snack Bar, die einem Original Pup in Irland nachempfunden wurde, das das Präsidentenehepaar im Juni 1984 gemeinsam besucht haben.

Im Ausbildungszentrum gibt es dann auch noch die Möglichkeit, im Reagans Country Cafe zu speisen. Dies dürfte etwas exquisiter sein, allerdings haben wir auch das nicht ausprobiert.


FAZIT

Wie nicht anders zu erwarten, ist dieses Museum eine Huldigung auf den früheren amerikanisches Präsidenten und ein Loblied auf Amerika. Soviel Patriotismus, wie hier versprüht wird, ist nur schwer zu ertragen.

Dennoch ist die Library wunderschön angelegt, man erfährt wirklich alles über das Leben Ronald Reagans, über seine Visionen und seine Taten. Persönlich denke ich, dass es besser gewesen wäre, zuvor eine Biographie von Reagan zu lesen, dann wäre der Besuch sicher um einiges effizienter geworden, denn man hätte bereits einen Blick dafür entwickeln können, was einem wichtig ist zu sehen und worauf man im Grunde verzichten kann.

Im Aufbau der Library steht viel Herzblut und Liebe sowohl vom Ronald Reagan als auch seiner Frau als auch dem ganzen Personal, das hier Hof hält.

Für uns war der Besuch eben schon alleine wegen der Air Force One lohnenswert, sogar den Kindern hat es gefallen, weil das Museum einfach soviel Persönlichkeit ausgestrahlt hat mit Reagans Auto und dem Tagebuch und den verschiedenen Filmen.

Wenn ihr euch also für das Leben Ronald Reagans interessiert, dann ist das Museum ein Muss, wenn euch die Air Force One interessiert und ihr Zeit habt, kann man gerne rein gehen, ansonsten muss man das Museum sicher nicht in seine Urlaubsplanung einbauen - das kommt jetzt also ganz auf eure Interessen an.

Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Architecture
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Concept
100 out of 100
Exhibits
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Relevance
100 out of 100

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Comments to this review

  • Read complete message
    celles, 04.02.2008 16:09 o'clock


    ein ganzer Roman
    celles
  • Read complete message
    uge65, 03.02.2008 17:23 o'clock


    Reagan steht zwar nicht auf meiner Favoritenliste, aber dein Text war sehr interessant zu lesen.
    uge65