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seven, 13.06.2007]
Als ich auf Sri Lanka war, gehörte ein Besuch von Sigiriya natürlich dazu. Allerdings versprach ich mir nicht all zu viel. Schließlich handelt es sich nur um ein paar halbzerstörte Bilder von Mädchen.
Da sollte ich mich aber eines Besseren belehren lassen.
Allein der Weg zum Felsen von Sigiriya ist wunderschön. Dichter Urwald ist überall zu sehen. Einsam und als ob er dort gar nicht hingehörte steht dann ein Felsen in der Landschaft. Strategisch ist dieser Felsen quasi uneinnehmbar, gleichzeitig kann man auf ihm ein riesiges Gebiet überwachen.
Kein Wunder also, dass sich ein schlauer König hier seinen Palast hat bauen lassen.
Was aber umso verwunderlicher ist, wie haben die damals Lebensmittel und andere benötigte Dinge auf den Felsen gebracht? Heute gibt es eine Treppe, die je weiter man nach oben kommt, umso abenteuerlicher wirkt. Wer nicht schwindelfrei ist, hat ein Problem auf den großen Felsbrocken zu gelangen.
Hauptgrund für einen Besuch sind die Zeichnungen der Wolkenmädchen auf dem Felsen. Es sind nur wenige erhalten geblieben und auch diese sind schon halb zerstört. Trotzdem war ich platt. Obwohl die Zeichnungen so alt sind, haben sie zumindest auf mich als Betrachter eine faszinierende Wirkung. Voller Anmut stehen sie da, als wäre es das natürlichste der Welt barbusige Mädchen an einem Stein mitten im Dschungel vorzufinden. Der Maler muss ein wahrer Künstler gewesen sein, dass er die Frauen so lebensecht darstellen konnte.
Der Weg geht aber noch weiter nach oben zu einer großen Plattform auf dem Felsen. Hier hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Umgebung und hört die atemberaubenden Geräusche des Urwalds. Zwei Löwenfüße zeigen die Stelle, an der es früher einen Aufgang zu der Ebene gegeben haben muss, auf der der Palast stand. Heute sieht man nur eine Treppe, die auf eine weitere Plattform führt. Hier sieht man noch ein paar wenige Reste des Palastes. Allerdings fand ich die nicht besonders beeindruckend. Da gibt es z. B. in Anuradhnapura imposantere Ruinen von untergegangenen Städten.
Aber spätestens hier wird einem bewusst, wie genial die Zeichnungen der Wolkenmädchen doch sind, da sie das einzige sind, was die Jahrhunderte überdauert hat. Nichts ist mehr zu sehen von Prunk und Wehrhaftigkeit der alten Festung. Einzig die Mädchen sind da, wo sie schon immer waren und lächeln auf den Betrachter herab.
Erreichbarkeit
Es gibt Busse, die bis an den Park vor den Felsen heranfahren. Jeder Reiseführer kann aber die aktuellen Abfahrtszeiten Auskunft geben. Natürlich ist es auch möglich einen organisierten Ausflug zu unternehmen. Diese sind in jedem Reisebüro oder Hotel buchbar.
Der Eintritt ist für Ausländer wie in Sri Lanka üblich deutlich höher als für Einheimische. Allerdings waren es die Kosten wert, kann man doch einen Blick auf Bilder werfen, die bei uns nur in Museen zufinden sind.
Fazit
Auch wenn man für Kunst nicht so viel übrig hat, die Wolkenmädchen von Sigiriya sind ein Muss bei einem Besuch in Sri Lanka. Auch wenn es nur unscheinbare Bilder sind, auf den Betrachter haben sie ein faszinierende Wirkung.