Church / Cathedral / MonasteryCathedral of Sevilla (Catedral de Sevilla)

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Cathedral of SevillaCathedral of SevillaCathedral of SevillaCathedral of Sevilla
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Cathedral of Sevilla
Saphena
Saphena (32)
Berlin, Germany
97%
perfection!

Beeindruckend, riesig und wunderschön!

Als wir im September 2007 in Andalusien waren, gehört für uns ein Besuch der wunderschönen Stadt Sevilla einfach dazu. Dort wollten wir diesmal auch ein wenig Kultur erleben, weshalb wir unter anderem die Kathedrale von Sevilla besucht haben, die wir beim Urlaub davor nur von außen gesehen hatten.

ERREICHBARKEIT
Die Kathedrale befindet sich mitten in der Altstadt, umgeben von Fußgängerzonen, aber die Giralda, den Turm kann man fast von überall in der Altstadt sehen. Parkhäuser befinden sich ausreichend in der näheren Umgebung, ebenso wie diverse Hotels. Auch Busse halten nicht weit entfernt, so dass man die große Kirche wirklich sehr gut erreichen und eigentlich nicht verfehlen kann.
Wir parkten in einem Parkhaus am Flussufer, unweit der Stierkamparena und von dort aus erreichten wir die Kathedrale nach einem etwa 10 Minuten dauernden Spaziergang durch kleine Gassen entlang an wunderschönen alten Häusern vorbei.

BUDGET-FREUNDLICHKEIT
Um an die Kasse zu gelangen, muss man sich am Haupteingang in die Schlange der Wartenden einreihen, dabei kann man aber den Blick auf die wunderschöne Außenfassade genießen. Wir gelangten etwa nach 15 Minuten an die Kasse, wo wir für jeden von uns 7,50 Euro Eintritt bezahlen mussten. Im ersten Moment schien uns das nicht gerade wenig, wenn man allerdings bedenkt, wie teuer sicherlich die Instandhaltung und Renovierung der Kathedrale ist, dann ist der Betrag eigentlich in Ordnung. Laut Angabe im Kirchenprospekt werden rund 67% des Eintrittes auch wirklich für die Kathedrale benutzt, was sehr gut finde.
Es ist also nicht ganz billig, meiner Meinung nach ist diese wunderschöne Kirche aber den Eintrittspreis wert.
Netter Weise haben Sevillaner freien Eintritt in ihre Kirche, wie auch in alle anderen Nationalbauwerke wie z.B. in den Alcazar.

ARCHITEKTUR
Zuerst beginnt es ein wenig langweilig, nach der Kasse gelangt man in einen Vorraum, in dem Kunstwerke aus Sevilla ausgestellt sind, alles ja ganz nett, aber etwas wirklich besonderes war nicht dabei. Direkt daneben befinden sich in einem kleinen Lichthof die Toiletten, von denen ausreichend viele und vor allem auch recht saubere vorhanden sind.
Hat man den Vorhof hinter sich gelassen, dann gelangt man in das eigentliche Kirchenschiff der Kathedrale. Dieses ist wirklich riesig (Grundfläche sind 23.500 qm!!!), im ersten Augenblick waren wir wie überwältig von soviel Raum. Natürlich weiß man auch von außen, dass die Kathedrale riesig ist, braucht man doch einige Zeit, um sie zu umrunden, aber wie mächtig sie wirklich ist, das wird einem erst klar, wenn man im Innenraum steht.
Die Kathedrale ist aus einer von 1181 bis 1198 erbauten Moschee hervorgegangen, die 1218 in eine Kathedrale umgewandelt wurde. Im 15. Jahrhundert wurde der gotische Teil erbaut, diesem folgten im 16/17. Jahrhundert die Renaissanceteile sowie im 17/18. Jahrhundert der Barockteil. Im 19. Jahrhundert wurden dann noch drei Hauptportale sowie die Südwestseite erbaut. Geht man nun außen an der Kathedrale entlang, so kann man die unterschiedlichen Baustile durchaus unterscheiden und alles wirkt gerade von weiter weg irgendwie verschachtelt und dadurch gar nicht massig und groß, wie die Kirche in Wirklichkeit ist. Als wir da waren, versteckte sich ein Teil der Fassade unter Gerüsten und Folien, da alles gereinigt und restauriert wurde. Die Feinheiten der Fassade in Form von Figuren und Ornamenten kann man trotzdem in ihrer Fülle erkennen.
Im Inneren der Kirche setzt sich der Prunk fort. Das große Kirchenschiff ist durch viele Kapellen am Rand unterteilt, jede davon ist bemerkenswert mit ihren detailreichen Altaraufsetzen, Statuen, Schnitzereien und den schmiedeeisernen Absperrungen.
Relativ in der Mitte befindet sich der wirklich prunkvolle Hauptaltar, der alles zu überstrahlen scheint, rechts daneben befindet sich das Mausoleum von Christopher Kolumbus, direkt hinter dem Haupteingangstor. Direkt dem Hauptaltar gegenüber ist der so genannte Chor, an dessen einer Seite sich die gigantische Orgel befindet.
An der Stirnseite der Kathedrale kann man rechter Hand in Nebenräume der Kirche gehen, in denen sich unter anderem die Hauptsakristei und die wirklich beachtenswerte Sakristei der Kelche befinden. In all diesen Räumen lohnt sich ein Blick an die Decke, ist diese doch einmalig und unbedingt sehenswert. Außerdem werden verschiedene Kunstgegenstände und sakrale Werke ausgestellt, die zum Teil wirklich schön sind.
Auch einen Blick wert ist die Königliche Kapelle in der Mitte der Stirnseite, deren Altaraufsatz mich tief beeindruckt hat, weil er so fein geschnitzt und toll ausgearbeitet war.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Hautpeinganges gelangt man in den Innenhof, der auch als Orangenhof bezeichnet wird, da dort nur Orangenbäume angepflanzt wurden. Diese wachsen dort heute noch und tragen stolz ihre Früchte. Rechts des Innenhofes befindet sich der Giralda-Turm, auf dessen Besteigung wir wegen der Hitze von über 30 Grad verzichtet haben. Am Ende des Innenhofes gelangt man hinaus und befindet sich auf einem Platz links des Barrio Santa Cruz, ideal, um nach dem beeindruckenden Besuch einen Kaffee trinken zu gehen und die Eindrücke zu verarbeiten.

ATMOSPHÄRE
Trotz der Besuchermassen, die außer uns im September die Kirche besuchten, verlief sich alles irgendwie auf Grund der Größe des Kirchenschiffes. Stimmen verhallten in der Weite und selbst die Führungen waren nicht störend, während man sich selber von Sehenswertem zu Sehenswertem arbeitete. Alles hat eine wahrlich sakrale Atmosphäre, weshalb man automatisch vorsichtiger läuft und leiser spricht, man schaut sich ehrfürchtig um und kann all die Schönheit des Innenraumes gar nicht auf einmal verarbeiten.
Ich hatte das Gefühl, in den kleineren Räumlichkeiten wieder mehr zu mir selber zu kommen und mich auch besser auf die Details konzentrieren zu können, da es im Hauptschiff alles fast schon zu viel Feinheit, Prunk und Pracht war.
Im Innenhof dagegen wird es besinnlich, viele Leute sitzen auf den Steinbänken am Rand und sprechen über die Kathedrale und lassen die Eindrücke auf sich wirken. Dabei wirken sich der Brunnen und die saftig grünen Bäume absolut beruhigend auf die Atmosphäre aus und man fühlt sich sehr wohl. Fast kann man sich vorstellen, wie dort früher die Geistlichen entlang gewandert sind und debattiert haben.

MUSS MAN GESEHEN HABEN
Ja! Wenn man in Andalusien oder im speziellen in Sevilla Urlaub macht, dann sollte man unbedingt einen Besuch der Kathedrale mit einplanen. Die große Kirche ist einfach beeindruckend, wunderschön und unbedingt sehenswert!
Allerdings würde ich empfehlen, die Besichtigung eher in den etwas kühleren Monaten vorzunehmen, so dass man auch gut auf den Giralda-Turm klettern kann und vielleicht auch der Besucherandrang nicht mehr ganz so groß ist

Wenn wir das nächste Mal in Sevilla sind hoffe ich, an einer Messe oder einem Konzert teilnehmen zu können. Beides stelle ich mir als absolut beeindruckendes Erlebnis vor!

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    Accessibility
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    "Must See"-Factor
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    Budget Friendliness
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    Ambiance
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    Architecture

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Comments to this review

  • Mary01hn
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    Mary01hn, 06.02.2008 17:19 o'clock


    sehr informativ und interessant geschrieben
  • Kayah
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    Kayah, 12.01.2008 01:07 o'clock


    Die Kathedrale ist wunderschön. Ich war da vor fast 20 Jahren und bin gerade geschockt über den Eintrittspreis.
  • Jodie_
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    Jodie_, 09.01.2008 12:53 o'clock


    "was sehr gut finde." Du kannst du noch ein "ich" einsetzen. :) Liebe Grüße Jodie
  • frankensteini
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    frankensteini, 08.01.2008 22:16 o'clock


    ss