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squarerigger, 07.10.2005] Im August 2005 war ich eine Woche mit dem Segelschiff Alexander von Humboldt unterwegs. Mein Törn führte von Fredrikstad in Norwegen zur Sail 2005 in Bremerhaven. Die Anreise nach Fredrikstad gestaltete sich etwas kompliziert und ging über 2 Tage. Am 1. Tag flog ich vom Flughafen Hahn/Hunsrück nach Oslo-Torp (besser bekannt als Sandefjord) und fuhr von dort mit dem Bus weiter bis nach Horten, wo ich in der dortigen Jugendherberge übernachtete. Am 2. Tag ging es von Horten mit der Fähre über den Oslofjord nach Moss und von dort per Bahn weiter nach Fredrikstad.
Über meine Fährüberfahrt mit einem Schiff der norwegischen Reederei BASTØ FOSEN möchte ich heute berichten.
Der Oslofjord erstreckt sich über eine Länge von rund 100 km in Nord-Süd-Richtung und bildet eine natürliche Einfahrt zur norwegischen Hauptstadt Oslo. Fjordtypisch ist der Oslofjord recht schmal, eine Breite von nur wenigen Kilometern ist normal. Für die Leute, die am Ufer des Fjords wohnen, stellt er in gewisser Weise ein enormes Verkehrshindernis dar, denn wenn man auf die nur wenige Kilometer entfernte andere Seite will, so findet man keinerlei Brücke vor; die einzige Landverbindung verläuft über Oslo, einmal um den kompletten Fjord herum.
Um hier abzukürzen, offerieren verschiedene Fährlinien ihre Dienste. Die Reederei BASTØ FOSEN betreibt mit drei Schiffen die Verbindung zwischen Horten auf der West- und Moss auf der Ostseite des Fjords. Eingesetzt werden moderne Ro/Ro-Fähren mit einem Fassungsvermögen von 550 Passagieren und 200 PKW (BASTØ I und BASTØ II) bzw. 540 Passagieren und 212 PKW (BASTØ III). Vom Design her erinnern die Fähren sehr stark an die neue SYLT-EXPRESS, welche zwischen List auf Sylt und Havneby auf der dänische Insel Römo verkehrt.
Angeboten werden in beiden Richtungen teilweise mehr als 30 Abfahrten je Tag. Unter der Woche fährt die erste Fähre ab Horten um 05.15, ab Moss um 05.30, an Samstagen bzw. Sonntagen jeweils um 07.30. Die letzte Fähre startet täglich um Mitternacht. Die Überfahrt dauert jeweils nur ca. 30 Minuten, was zeigt, dass der Oslofjord wirklich nicht sehr breit ist.
Zusammen mit zwei Mitseglern kam ich, weil der Bus Verspätung hatte, kurz vor knapp am Anlegeplatz der Fähre an. Ein Ticket konnten wir uns im Büro nicht mehr besorgen, weil wir sahen, dass die Fähre schon am Ablegen war. Ein Mitarbeiter sah und jedoch noch rennen und stoppte das Manöver, so dass wir noch rechtzeitig an Bord kamen. Bei ihm konnten wir dann auch unsere Fahrkarten lösen. Je Person kostete die Überfahrt 30 NOK (was in etwa 3.80 Euro entsprach).
Wir machten es uns dann auf dem recht chic und modern gestalteten Passagierdeck bequem, wo bequeme Sitzmöglichkeiten (Stühle bzw. Bänke) in ausreichender Zahl zur Verfügung standen. Dort fanden wir auch ein kleines SB-Restaurant, welches zu jener Zeit vor allem Frühstück offerierte, vor. Versorgt mit Kaffee bzw. Tee machten wir es uns im Salon bequem, schauten uns die auf einigen Bildschirmen permanent gezeigten Sicherheitsinstruktionen an und genossen die Aussicht auf den morgendlichen Oslofjord und auf den dort sehr regen Schiffsverkehr so kreuzten wir z.B. den Weg der COLOR FANTASY, der neuen, luxuriösen Fähre auf der Verbindung Kiel-Oslo.
Recht schnell kam (auf Norwegisch und Englisch) die Durchsage, dass wir gleich in Moss einlaufen würden, so dass wir unsere Rucksäcke aufsetzten und die Fähre wieder verlassen.
Mein Eindruck von BASTØ FOSEN war insgesamt sehr positiv. Die Fähre (wir fuhren mit BASTØ II) wirkte sehr modern und gepflegt, auch in punkto Sicherheit konnten weder meine Begleiter noch ich (alle durch einige Erfahrung auf Segelschiffen mit einem gewissen Knowhow über Schiffssicherheit ausgestattet) nichts Negatives feststellen. Der Fahrpreis war angemessen, das Angebot im SB-Restaurant preiswert, das Personal freundlich. Mehr kann man von einem Fährschiff wohl kaum erwarten. Ein großes Lob für die Reederei BASTØ-FOSEN. Weitere Infos findet man im Web unter www.basto-fosen.no.