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celles, 29.03.2008] Das war hier mein erster Kontakt mit Kamelen überhaupt und dann noch in einem exotischen Land, wie Bahrain. Als wir ankamen, standen da schon rund 10 Busse und Leute mit mehr oder minder großen Objektiven hetzten umher, um das beste Foto zu erhaschen, als ob sie von Sinnen wären.
Der Eindruck von der Kamelfarm ist bis heute eher ein gemischter. Obwohl es den Tieren im Rudel nicht schlecht zu gehen scheint, da König ist ja reich durchs Erdöl, noch dazu wo Bahrain täglich 200.000 Barrel Ök von Saudi Arabien geschenkt bekommt, hält die Tiere eigentlich nur zum Prestigezweck und alle dürfen sie gratis bewundern.
Im Gehege links waren rund 100 junge Kamele zusammengepfercht und viele versuchten, den eh schon teils lädierten Zaun noch tiefer herunterzudrücken, um ein barrierefreies Foto zu erhaschen.
Vorm Zaun lagen dünne Zaunlatten lose aufgestapelt auf die ein eher dicklicher Mann emporstieg, um die Kamele noch besser zu erwischen. Er wurde aber dann von einem indischen Angestellten, die gleich nebenan in sehr kärglichen, slumartigen Bedingungen lebenm herunter befohlen. Für die Lebenssituation der Angestellten hatte keiner ein Auge.
Ein angeblich aggressives männliches Kamel war gleich am Parkplatz an eine 2m lange Kette gelegt, damit es nur kleine Runden drehen kann und Touristen es von nahe fotografieren können.
An das Fütter- und Streichelverbot, aufgrund des Verletzungsrisikos, hielten sich nur wenige.
Kamele, so weit das Auge reichte, unterm Strohdach, im Gehege, frei herumlaufend die weiblichen mit ihren Kindern, damit man sie besser beobachten kann, wie sie säugen oder das vertrocknete Heu fressen. Kameldung lag auch en masse herum, da sind etliche reingehatscht. Irgendwie habe ich mir dann den hinteren Teil der Farm geschenkt, da ich das ganze doch mit gemischten Gefühlen betrachtete.