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Queen Mary
sunflower76
sunflower76 (32)
Flatz, Austria
97%
excellent

Der Glanz der Queen Mary

Travel date: July 2007
Adventure holiday
No food
Day trip
Family and children
[sunflower76, 03.05.2008] Obwohl der Glanz der Queen Mary ab und zu schon etwas abgeblättert ist, hat es an Charme nichts verloren. Ich empfehle euch den Besuch auf alle Fälle, auch wenn ich für die dunklen Gänge und die kleinen Zimmer und den nicht ganz so günstigen Preis einen Stern abziehe.
  • 90/100
    Accessibility
  • 90/100
    "Must See"-Factor
  • 50/100
    Budget Friendliness

  • Die Queen Mary liegt im Hafen von Long Beach unweit von Los Angeles, da diese Stadt sie um einen sagenhaften Betrag von ungefähr 2.000.000,-- Dollar gekauft hat. Seit diesem Kauf dient das Schiff großteils als Museum und Hotel, doch gibt es unterm Jahr immer mehrere Veranstaltungen, so z.B. verschiedene Kongresse und Tagungen oder ein großes Feuerwerk am 4. Juli.

    GESCHICHTE
    Bereites 1926 wurde geplant, dass die Queen Mary der veralterten Mauretania nachfolgen sollte, doch dauerte es bis 1930, bis der Auftrag dann tatsächlich auch erteilt wurde. Zu Beginn ging alles schnell und eigentlich sollte die Queen Mary bereits 1932 vom Stapel laufen, doch die Weltwirtschaftskrise zwang die Reederei Cunard, vorläufig den Baustopp auszurufen. Als Cunard aber dann die White Star Line übernahm und die Regierung einen großzügigen Kredit gewährte, konnte die Queen Mary fertig gestellt werden. Außerdem wurde gleich auch noch der Auftrag für die spätere Queen Elizabeth gegeben.
    Falls ich den Guide richtig verstanden habe, war eigentlich gar nicht beabsichtigt, das Schiff Queen Mary zu taufen, im Gespräch war der Name Victoria, der aber der White Star Line nicht so zusagte. Also bat man den damaligen König Georg V um die Erlaubnis, das Schiff nach der größten Königin zu können. Königin Mary hat dann automatisch angenommen, dass es sich dabei nur um sie handeln kann und gemeint, dass sie sehr geehrt ist. Da blieb der Reederei dann eigentlich nichts Anderes übrig, als das Schiff RMS Queen Mary zu taufen - und zwar am 26.9.1934.
    Die Jungfernfahrt war dann am 27. Mai 1936 und fuhr die Route Southampton - Cherbourg - New York und wie schon viele Schiffe vor und nach ihr, wie z.B. der Titanic, war es auf der Jagd nach dem blauen Band. Das Blaue Band wird verliehen für die schnellste Fahrt von Bishop Rock nach Ambrose und die Queen Mary erhielt dies auch, allerdings nicht auf der ersten Fahrt sondern erst einige Monate später
    Auch die Queen Mary musste in den Krieg ziehen. Im März 1940 erhielt es sozusagen den "Marschbefehl" und transportierte vor allem Soldaten nach Australien. Als der 2. Weltkrieg dann aus war, brachte es viele dieser Soldalten - ich gehe mal davon aus, dass es nicht alle waren - wieder zurück nach Hause.
    Nach dem Krieg im Juli 1947 trat es wieder seine Reise als Passagierschiff an. Die letzte Fahrt der Queen Mary war am 16. September 1967. Da sich das Flugzeug immer größerer Beliebtheit erfreute, wurden die großen Ozeandampfer immer unrentabler und dieses Schiff wurde eben wie oben erwähnt an Long Beach verkauft.

    DAS HOTEL
    Wir haben zwar nicht im Hotel genächtigt, dennoch habe ich mich für euch auf die Entdeckungsreise gemacht und die Gänge des Hotels und die Shops erkundigt.
    Auch in ein Zimmer konnte ich einen kurzen Blick werfen und muss ich sagen, dass es nicht sehr komfortabel ausgesehen hat. Wie bei jedem Schiff sind die Kabinen sehr klein und alles sieht etwas abgewohnt aus. Da wir aber eben dort nicht geschlafen haben, möchte ich mir kein Urteil erlauben und deshalb sage ich euch nur, was hier laut Homepage vom Hotel angeboten wird.
    Air Condition
    Art Deco Ambiente
    Restaurant
    Boutiquen und Shops
    Gratis Tour, allerdings "self guided", aber immerhin
    Zugang zum Wellnessbereich mit Massagen, Körperpflege und einigem mehr
    Zimmer Service
    Fitness Raum
    Internetzugang
    Pay Movies und Satelittenfernsehen
    Business Center
    FTI wollte uns das ganze um EUR 41,-- pro Person geben, die Kinder sind bis zum Alter von 12 Jahren gratis. Das Parken hätte aber noch zusätzlich EUR 10,-- gekostet, dafür stand ein großes Parkhaus gegenüber dem Schiff zur Verfügung.

    TOUR
    Wir wollten eigentlich nur auf das Schiff gehen und uns ein bisschen umschauen, aber das ging nicht, mit der Self-Guided Tour muss man auch gleichzeitig die "Ghosts & Legends" Show mitbuchen.
    Der Ticketverkauf befindet sich in Containern gegenüber der Queen Mary und mit dem Ticket bekommt man einen Lageplan aller Decks. Danach geht man über Stiegen in den vorderen Teil des Schiffes (das Hotel ist über den mittleren Teil zu begehen) und dann direkt ins Schiff. Gleich rechts ist eine kleine Ausstellung mit diversen für die Queen Mary wichtigen Dingen und soll ich euch etwas verraten - ich habe mir kein einziges davon gemerkt.
    Danach haben wir uns mal auf den Weg zum Promenaden Deck gemacht. Bevor wir dieses erreichten sind wir noch an verschiedenen Räumen vorbei gedüst, z.B. der alten Feuerwehrstation, der "Immortal Chaplans" und dem "Paranormal Research Center, wo sich auch der Ausgang der Ghosts & Legends Tour befindet. Es war total interessant zu sehen, wie die Besatzung des Schiffes damals hier gelegt hat und dass auch die "höheren Tiere" nur eine winzige Kammer zur Verfügungen hatten - die allerdings für sich alleine.
    Von Deck A kann man bereits in den Außenbereich und kommt auch nahe an die riesigen Rauchfänge vorbei. Hier ist uns etwas Lustiges passiert, auf einmal hat sich ein Dudelsackspieler an die Rehling gestellt und darauf los geblasen. Soweit ich das beurteilen kann, war der wirklich gut und den Kindern hat es gefallen. Ich glaube aber nicht, dass er zum Hotel gehört hat, denn er hatte nur ein T-Shirt und Jeans an und ich denke, wäre er angeheuert gewesen, dann wohl doch in einer Tracht. Egal, uns hat es auf alle Fälle wunderbar gefallen.
    Irgendwann sind wir dann tatsächlich auch am Promenaden Deck angekommen. Für mich ist dies der schönere Teil des Schiffes, es gibt zahlreiche Boutiquen und Geschäfte und auch Zugänge zum Cafe und zum Restaurant. Hier gibt es auch zwei Salons und zwar den Queen's Salon und den Royal Salon und hier spürt man auch noch den Charme, den dieses Schiff damals wahrscheinlich versprüht hat.
    Die Aussicht von der Queen Mary ist einfach traumhaft. Man sieht toll zum gegenüberliegenden Long Beach mit dem Aquarium, dem Leuchtturm und vielem mehr auf der einen Seite und auf der anderen Seite sieht man zur Hafen Village. Vom hinteren Teil sieht man auch sehr gut zur "Russian Submarine", die ebenfalls besichtigt werden kann - gegen Extra Eintrittsgeld.
    Tja und nicht nur die Queen Mary liegt hier vor Anker, immer wieder kommen riesige Passagierschiffe, die von hier aus nach Mexico fahren. Ich sag's ehrlich, ich wäre am liebsten eingestiegen und mitgefahren, meine jüngere Tochter auch, denn das Schiff hatte eine Rutsche an Deck und das ist für sie immer der absolute Traum.
    Irgendwann war es dann soweit und wir konnten uns aufmachen, um die

    GHOSTS & LEGENDS TOUR
    anstreben. Sie wird stündlich gestartet und zwar immer 15 Minuten nach jeder vollen Stunde. Da wir recht früh dran waren erreichten wir die erste Tour, die um 11.15 Uhr angeboten wird.
    Dafür mussten wir wieder zum Ausgang zurück. Hier gibt es das "First come - first go" Prinzip, d.h. auch wenn man rechtzeitig kommt, heißt das nicht, dass man die Tour mitmachen darf. Ich müsste lügen, aber ich glaube, dass es höchstens 30 Personen waren, die da mit durften. Es wird darauf hingewiesen, dass man die Show jederzeit verlassen kann. Dafür geht ein extra Mitarbeiter mit, der einem den Weg zeigt. Das weiß ich ganz genau, denn mit dem habe ich geplaudert - auf dem Weg raus ins Freie, weil sich meine jüngere Tochter geweigert hat, auch nur einen Schritt weiter zu gehen.
    Zuerst gibt es einen Film, wo erklärt wird, wieso das ein Geisterschiff ist, angeblich sind hier 18 Menschen ums Leben gekommen und deren Geister finden eben keine Ruhe und spuken auf der Queen Mary herum.
    Meine ältere Tochter und mein Mann waren aber tapfer und haben durchgehalten. Er meinte, die Show ist eigentlich nicht so gruselig, es gibt verschiedene Lichter, aber es berührt einen nichts und auch sonst kann man gefahrlos durchgehen. Unter anderem kann man den alten Swimmingpool besichtigen, das hätte mir gut gefallen.

    SPY-FI AUSSTELLUNG
    Eine oft besuchte Exhibition, also Ausstellung, ist die Spy-Fi. Hier gibt es einiges an interessanten Filmrelikten zu bestauen, wie z.B.
    den Anzug von Jim West aus "Wild Wild West"
    die Pants aus Leder und den Hut von Emma Peel und John Steed aus "The Avengers"
    den Tennisschläger von Kelly Robinson aus I Spy
    uvm
    Wir haben uns diese Ausstellung, die im First Class Package enthalten ist und aus dem Privatbesitz von Danny Biederman stammt, aber nicht angesehen.

    EINTRITTSPREISE

    Hier werden verschiedene Packages wie folgt angeboten:
    General Admission Passport
    Self-Guided Shipwalk Tour
    Ghosts & Legends Tour
    Sun Deck Gallery Exhibit: Rockin' Hollywood, die schließt allerdings Anfang September wieder
    Preis: $22.95, Senioren $19.95, Kinder (5-11): $11.95
    First Class Passage
    Spi Fi Ausstellung
    Ghosts & Legends Tour
    Self-Guided Queen Mary Shipwalk Tour
    A Short Submarine Film
    Self-Guided Tour Aboard the Russian Cold War-era Submarine Scorpion
    Behind-the-Scenes or World War II Guided Tour
    Sun Deck Gallery Exhibit: Rockin' Hollywood
    Preis: $29.95, Senioren $26.95, Kinder (5-11): $18.95
    Haunted Encounters Passport
    Self-Guided Shipwalk Tour
    New Haunted Encounters film and orientation
    Haunted Encounters Tour
    Souvenir Paranormal Passport
    Ghosts & Legens Tour
    Ghost Sighting Scavenger Hunt
    Sun Deck Gallery Exhibit: Rockin' Hollywood
    Preis: $25.95, Senioren $22.95, Kinder (5-11): $14.95
    Es gibt auch noch ein Kombi Ticket mit dem Aquarium, das ich euch in meinem letzten Bericht vorgestellt habe. Dies inkludiert eben das Aquarium und die erste Art des Tickets, die ich vorgestellt habe, und kostet für Erwachsene $ 35,-- und für Kinder $ 19,--.

    ÖFFNUNGSZEITEN
    Macht euch nur nicht zu früh auf den Weg, der Ticketverkauf beginnt erst um 10.00 Uhr morgens und geht dann bis 17.30 Uhr abends. Ins Schiff rein kann man dann bis 18.00 Uhr, aber wenn man Restaurants, Bar oder Cafes besucht, geht das natürlich länger, nur den Ausstellungsausgang kann man dann nicht mehr benützen.
    Wenn ihr doch mal früher dran seid, die Hafen Village gegenüber öffnet schon ab 8.00 Uhr, da kann man sich einstweilen mit Souvenirs eindecken.

    ANFAHRT UND PARKEN
    Wenn ihr so wie wir von Los Angeles kommt, dann fahrt ihr mal auf die I-405 South bis ihr zur I-710 South kommt Richtung Long Beach. Danach nehmt ihr die Ausfahrt Piers F-J / Queen Mary und folgt einfach den Schildern, ihr könnt das große Schiff im Hafen von Long Beach gar nicht verfehlen!
    Parken in der Nähe ist überhaupt kein Problem, doch es kostet auch etwas. Die ersten 30 Minuten sind gratis, bis zu einer Stunde dann $ 3,--, bis zu 12 Stunden $ 10,-- und bis zu 24 Stunden $ 12,--. Die Parkgebühren sind für Besucher sowie für Hotelgäste gleich hoch. Sollte man das Ticket verlieren, wird's teuer, dann legt man $ 80,-- hin, bevor man sein Auto wieder aus der Garage fahren kann.

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