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Ganz nett, aber irgendwie nicht spektakulär (13.12.2007)
Chris26
Chris26 (38)
Paris, France
Am Hong Kong Space Museum kommt eigentlich jeder Besucher der Stadt mehr oder weniger automatisch vorbei, meist sogar mehrfach - einfach aufgrund der exponierten Lage des Museums am Ende der Nathan Road und beim alten Glockenturm von Tsim Tsa Tsui, dort am Kowloon Pier der Star Ferries. Zwischen dem Museum und dem Hong Kong Harbour verläuft der Hongkonger Star Walk of Fame.

Drei Hongkong-Trips hat es gebraucht, bis ich mich schließlich entschloss, auch mal da reinzugehen ins Museum, zumal es gerade ein Gratistag war (1x die Woche ist der Eintritt gratis - ggf. mit entsprechender Wartezeit beim Einlass rechnen!). Das Museum verteilt sich auf zwei Gebäude, ein kuppelartiges, charakteristisches und ein langegezogenes rechts daneben. Thematisch ist das Museum in zwei Bereiche aufgeteilt, einmal in die "Hall of Space Science" (im Kuppelgebäude), und zum anderen in die "Hall of Astronomy". Oben findet man dann noch das Planetarium. Der Space-Sciene-Bereich ist eher aus menschlicher Sicht gezeichnet, also die Entwicklung der astronomischen Forschung, der Entwicklung der Raketentechnik bis hin zur menschlichen Raumfahrt. Möglichst oft gibt es dabei interaktives Anschauungsmaterial, also Knöpfchen drücken, und irgendwas passiert dann.. da man aber meist nicht wirklich Zeit hat (oder sich die Zeit nehmen will), die langen Hintergrundtexte dazu zu lesen, was da jetzt gerade gezeigt wird, macht mans meist wie die vielen Kinder, drücken, gucken, sich wundern, weiterlaufen. Leider waren auch einige der Sachen "out of order"... und die Präsentationstechnik meist noch so auf 90er-Jahre-Stand - etwas verwunderlich für Hong Kong. Im weiteren Verlauf des Museums gibts dann noch Modelle von Raumschiffcockpits (cool für Kids), und einen "Gyrochair" (für gyroskopische Stabilisierung - also wie man von so einem frei schwingenden Stuhl aus noch diverse Aktionen stabilisiert ausführen kann), den man auch selbst ausprobieren kann, wenn man warten will.

Der andere große Bereich (Hall of Astronomy) widmet sich dem ganzen planetarischen System, den Sonnensystemen und so weiter (nicht so aufregend, meiner Meinung nach, da weniger plastisch dargestellt). Im Planetarium selbst waren wir nicht, da standen einfach zu viele Leute an, aber ich gehe mal davon aus, dass es nicht viel anders ist, als z. B. das im Deutschen Museum in München, da auch mit Zeiss-Technik ausgestattet.

Insgesamt gesehen war ich etwas enttäuscht von dem Museum, muss aber zugeben, dass mich die Thematik jetzt auch nicht so brennend interessiert hat. Generell fand ich aber, dass das Museum schon etwas angestaubt wirkte (Januar 2006), also nicht unbedingt mit all den besonderen "Gimmicks" aufwartete, die man von einem modernen asiatischen Museum her erwarten mag. Dennoch ist es eine gewisse Empfehlung wert, je nachdem wie stark man sich natürlich dafür interessiert. Für Kinder ist es dagegen auf jeden Fall was sehenswertes, zumal sie vieles ausprobieren können. Und alleine so ein Raumschiffcockpit ist natürlich immer eine Attraktion für Kids.

Wenn man aber an einem schlecht-Wetter-Tag in Hongkong was sucht, was man bequem machen kann, dann bietet sich das Hong Kong Space Museum alleine aufgrund seiner zentralen Lage schon förmlich an.


Accessibility
100 out of 100
"Must See"-Factor
50 out of 100
Budget Friendliness
80 out of 100
Architecture
80 out of 100
Concept
70 out of 100
Exhibits
70 out of 100
Relevance
80 out of 100

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