Nature SpotBinnenalster Außenalster > Review
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Inmitten der Hamburger Innenstadt findet man die Alster geteilt in die ´Binnen-´ und die ´Außenalster´ als auch die ´Kleine Alster´.
Bei der Alster handelt es sich aber nicht nur um die genannten gestauten(!) Gewässer, sondern insgesamt um einen rechten Nebenfluss der Elbe, welcher teilweise kanalisiert und zu diesen großen Becken gestaut wurde.
Dieser besagte Nebenfluss entspringt etwa 30 km nördlich der Innenstadt im Henstedter Moor in Schleswig-Holstein. Von dort durchfließt er in natürlich belassenen Windungen den Nordosten des Hamburger Stadtgebietes, das so genannte ´Alstertal´, um am Ende kanalisiert und gestaut die Außen- und Binnenalster und der Kleinen Alster zu bilden.
Von dort weiterführend findet er seinen Weg durch angeschleuste Fleete in die Norderelbe.
Insgesamt beläuft sich die Länge der kompletten Alster auf etwa 60 Kilometer.
Einst waren die Außen- und die Binnenalster ein Ganzes bis im 17. Jh. durch den angelegten Festungsgürtel der Stadt die Binnenalster von der Außenalster abgetrennt wurde.
+++ Die Binnenalster +++
ist ein ca. 18 ha großes, fast quadratisches Becken welches sich hübsch in das Bild der Hamburger Innenstadt einfügt und ihr einen gewissen Charme verleiht den man, wie ich meine, in keiner anderen Großstadt Deutschlands sonst findet.
Im Sommer, von 6 bis 22 Uhr, sprudelt hier die Alsterfontäne bis zu 35 Meter hoch. Abends ist diese von unten her beleuchtet und bietet einen sehr hübschen Anblick.
Umschlossen wird die Binnenalster von der Einkaufs- und Flaniermeile Jungfernstieg, dem Ballindamm und dem Neuen Jungfernstieg.
Wo die Binnen- in die Außenalster fließt findet man drei Brücken: Die ´Lombardsbrücke´, die ´Kennedybrücke´ und die ´Neue Lombardsbrücke´.
+++ Lombardsbrücke +++
Ihren Namen hat sie von dem großen Pfandleihhaus ´Lombard´.
Dieses bestand von 1651 bis 1827 am Westufer der Alster.
Sie ist eine Dreibogenbrücke aus Stein und wurde 1865 bis 1868 von Johann Hermann Maack erbaut. In den Jahren 1900 und 1908 wurde die, beim Bau nur für den Autoverkehr vorgesehene, Brücke für den Eisenbahnverkehr verbreitert.
Heute fährt die S-Bahn von Dammtor zum Hauptbahnhof (und anders herum) über sie, als auch die Fernbahn die aus Altona kommt.
Mit knapp 50 Meter Breite ist sie in der Hauptverkehrszeit oft stark überlastet und aus
diesem Grunde wurde in den Jahren 1951 bis 1953 die ´Neue Lombardsbrücke´, zur Außenalster hin, daneben gebaut.
1963 wurde sie zum Andenken an den 35. Amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy (1917 1963) und dessen Ermordung in
+++ ´Kennedybrücke´ +++ umgetauft.
Geht man auf ihr auf dem nördlichen Gehsteig findet man zu dessen Ostseite eine Markierung welche den Verlauf des zehnten Längengrades östlich von Greenwich anzeigt.
Recht interessant anzuschauen!
Die
+++ Außenalster +++
hat eine Größe von 160ha und ist an ihrer tiefsten Stelle 2,50m tief.
An ihrem Ufer findet man fast ausschließlich Grünstreifen und Parkanlagen.
Baden ist in ihr, wie in allen anderen Alsterteilen auch verboten, aber im Sommer kann man hier wunderbar Segel-, Ruder-, oder Paddelboot fahren. Verleihe hierfür findet man mehrere rund um die Alster.
Auch das ´Alsterschippern´ erfreut sich großer Beliebtheit.
Im Winter kommt es bei gegebenen Temperaturen fast jährlich dazu dass die Alster komplett zufriert. Sowie die Prüfer das Eis freigegeben haben findet man hier eine Art Volksfest vor. Grog- und Glühweinbuden werden aufgestellt, das eine oder andere Feld zum Schlittschuh fahren frei gelegt, Würstchenbuden sind zu finden und die Leute genießen es einen Spaziergang dort zu unternehmen, wo sonst die Alsterdampfer ihre Wege haben.
Die Außenalster ist umschlossen von verschiedenen Stadtteilen: Am westlichen Ufer findet man die mehr exklusiven und vornehmen Stadtteile Rotherbaum, Harvestehude und Pöselödorf und am östlichen Ufer Winterhude, Uhlenhorst, Hohenfelde und St. Georg.
Am Nordwestufer der Außenalster wurde 1953 der
+++ Alsterpark +++
angelegt in welchem diverse Kunstwerke aufgestellt sind.
Als Beispiel findet man hier eine Bronzeplastik mit Namen ´Knieende´ von Gustav Seitz aus dem Jahre 1962, ´Orpheus und Eurydike´ von Ursula Querer von 1958, die Plastik ´Drachensteigen´ von Gerhard Brandes aus dem Jahre 1963 oder eine Statue mit dem Namen ´Große Stehende´ von Jörn Pfab von 1958.
+++ ´Schöne Aussichten´ +++
Einige Orte an der Alster bescheren einem einen absoluten Panoramablick auf die Innenstadt und die dahinter liegenden (oder davor ganz wie man es betrachten mag) Kirchtürme, von denen Hamburg ja mehr als genug hat. Diese Perspektive ist nebenbei auch ein beliebtes und typisches Hamburger Postkartenmotiv.
Da gibt es z. B. die Uferpromenade mit Namen ´Schöne Aussichten´ am Nordostufer der Außenalster im Stadtteil Uhlenhorst. Steht man hier hat man auf der einen Seite die prächtigen Villen dieses vornehmen und reichen Stadtteils und auf der anderen Seite einen wunderschönen Blick über die Alster auf das beschriebene Postkartenmotiv.
Auch findet man an dieser Ecke eine Anlegestelle der Alsterschiffe und ein Stückchen weiter östlich eine hübsche iranisch-schiitischen Moschee.
Südlich gelegen ist das Nobelhotel ´Atlantic Kempinski´ als auch eine Bronzeplastik ´Drei Männer im Boot´ zu finden. Und gleich in der Nähe das Hamburger Denkmal für Wolfgang Borchert mit Namen ´Schwanenwik´.
Des Weiteren die Skulptur ´Rhythmus im Raum´ von Max Bill. Steht man vor dieser ist man aber fast schon wieder an der Kennedybrücke Höhe Holzdamm.
Meiner Meinung nach sollte man sich diesen Kulturschock mit den Plastiken und Skulpturen wirklich mal gönnen, einige davon sind wirklich sehr schön anzuschauen und wenn man Glück hat auch nicht von irgendwelchen Sprayern beschmiert...
+++ Kleine Alster +++
Über die Binnenalster fließt die Alster. Es fällt mir immer wieder schwer die Vorstellung zu behalten dass die Alster eigentlich ein Fluss ist und nicht nur die beiden Alsterbecken Richtung Elbe.
Unter der ´Reesemannbrücke´ weg, fließt sie in kleine Kanäle und man hat hier irgendwie das Gefühl sich in Venedig zu befinden. Darum nennt sich dieser Abschnitt auch ´Hamburgs Venedig´.
Ich möchte prollender Weise :o) an dieser Stelle einmal vermerken das Hamburg über mehr Brücken verfügt als Venedig! und mit der Hafencity werden es in den Jahren noch mehr werden!
Schließlich gelangt man an die ´Schleusenbrücke´ mit einer Schleusenkammer in dem sich die ´Kleine Alster´ zu einem winzigen Becken staut.
Nördlich findet man hier die so genannten
+++ Alsterarkaden +++
Es handelt sich hierbei um eine der vielen Passagen der Hamburger Innenstadt die mit ihren exklusiven Geschäften zum Bummeln und, kann man es sich leisten, zum einkaufen einladen.
Hinter der oben erwähnten Schleusenkammer (der ´Kleinen Alster´) beginnen der
+++ Alsterfleet +++
Diverse Brücken überspannen diese, sich immer wieder neu verzweigende, Wasserwege die am Ende die Alster in die Elbe, am Binnenhafen, münden lassen.
Neben dem Alsterfleet verläuft hierzu parallel noch der Bleichenfleet und weiter Richtung Elbe der Herrengrabenfleet. Diese Fleete zusammen bezeichnet man dann allgemein als ´Alsterfleete´.
Ursprünglich führte der Weg der Alster durch den Nikolaifleet der ein bisschen weiter südöstlich der anderen drei verläuft. Da dieser aber einige Windungen hat und es hier immer wieder zu Überschwemmungen kam wurde die Alster künstlich über die Schleuse in die anderen Fleete geleitet.
Wirft sich an dieser Stelle wieder für den ´Nicht-Hamburger´ die Frage auf:
+++ Was ist ein Fleet? +++
Das Wort ´Fleet´ ist die norddeutsche Bezeichnung für Gräben (Plattdeutsch ´fließen´).
Ursprünglicher Zweck ist die Entwässerung, so hier an der Alster.
Fleete dienten aber auch dem Warenverkehr in Hamburg.
An Fleeten wurden die Häuser so gebaut dass die Rückseite zum Fleet liegt und die Vorderseite zur Straße. Durch diese Bauweise der Häuser konnte man kleine Schiffe (so genannte ´Schuten´) beladen und die Waren an ihren Bestimmungsort, weiter ab vom Hauptstrom der Elbe -, transportieren.
Neben den Alsterfleeten gibt es in Hamburg auch noch die Speicherfleete in der Speicherstadt.
+++ Alstertal +++
So wird die Gegend im Bereich der Oberalster im Norden Hamburgs bezeichnet. Hierzu gehören u.a. die Stadtteile Welligsbüttel und Poppenbüttel.
Hier fließt die Alster nur noch in einem schmalen Flüsschen welches durch etliche Schleusen und Wehre immer wieder unterbrochen wird.
Im 19. Jh. wurde auf dieser Strecke, von Hamburg bis hoch nach Schleswig-Holstein / Kayhude, der Alster zum Frachtschiffverkehr genutzt.
+++ Alsterwanderweg +++
Dieser windet sich den kompletten Flussverlauf immer am Wasser entlang.
Hin und wieder muss man allerdings einen kleinen Umweg machen, da es sich teilweise um Privatgelände handelt das nicht betreten werden darf.
Hier ist es teilweise so idyllisch, daß man kaum glaubt sich mitten in der Großstadt zu befinden. Kleine Pfeile findet man, immer wieder damit man den Weg auch auf jeden Fall nicht verlieren kann.
Insgesamt geht der Wanderweg eigentlich von den letzten Ausläufern der Außenalster aus gen Norden hoch bis zur Quelle der Alster in Kayhude in Schleswig-Holstein.
Das ist schon ein ordentliches Stückchen von insgesamt ca. 56 Kilometern über Winterhude, Alsterdorf, Ohlsdorf, Wellingsbüttel, Poppenbüttel, Bergstedt bis hoch nach Kayhude (Hier ist dann auch leider mein Stadtplan zu Ende lol).
Kehren wir zurück an die Binnen- und Außenalster, eben das was die meisten unter der Alster in Hamburg verstehen.
Hier findet man an der Binnenalster gelegen den bekannten
+++ Jungfernstieg +++
Es handelt sich hier um eine der ersten Adressen der Stadt.
Hier zählt sehen und gesehen werden, promenieren und flanieren, einkaufen und entdecken.
Hier findet man in alten, hohen Kontorhäusern aus der Gründerzeit Hamburgs unter anderem das ´Alsterhaus´ ein Kaufhaus aus der Gruppe ´Hertie´ das ein bisschen exklusiver ist als z.B. Kaufhof oder Karstadt. Es steht in der Nr. 15 und wurde in den Jahren 1911 bis 1912 von dem Architekturbüro Cremer & Wolfenstein errichtet.
Auch ´WOM´ World of Musik ist hier ansässig und wenn man auf der Suche nach Musik ist sicher die absolut erste Adresse in Hamburg. Was man hier nicht findet, oder was hier nicht besorgt werden kann gibt es nicht wirklich.
Zu dem Gebäudekomplex der Kontorhäuser gehört auch das Gebäude der Dresdner Bank das ursprünglich als Luxushotel geplant wurde und schon seit 1896 besteht. Es wurde nach Entwürfen von Martin Haller gebaut und erstrahlt grade frisch renoviert im Stil der Neorenaissance.
Ebenfalls findet man hier das einzige Haus am Platz von vor 1842, Nr. 25, ebenfalls in die Kontorhäuser mit eingebunden. In diesem lebte bis 1815 der Dichter Matthias Claudius.
Man findet hier am Jungferstieg außerdem Juweliere, exklusive Modehäuser und Schuhgeschäfte, das Sandsteingebäude des Hotels ´Hamburger Hof´ mit gleichnamiger Passage und einiges mehr.
In der Nummer 34 befindet sich z.B. das so genannte ´Heine Haus´. Hier lebte der Bankier Salomon Heine, der Onkel des Dichters Heinrich Heine. Im Erdgeschoss dieses Hauses befindet sich das Restaurant ´Schümann´s Austernkeller´. Es ist komplett im Jugendstil eingerichtet und besteht seit 1884.
Im 1. Stock dieses Hauses befand sich einst das älteste Kinderbekleidungsgeschäft Hamburgs die ´Hamburger Kinderstube´. Hier ließ um 1900 selbst das holländische Königshaus ihre Kinder einkleiden.
Die Nr. 38 war ehemalig ein Hotel. 1912 stieg hier der dänische König Frederik VIII inkognito ab um ein anrüchiges Etablissement in Hamburg zu besuchen in dem er durch einen Herzanfall zu Tode kam. Tja...
Heute findet man in diesem ehemaligen Hotel das ´Streits Kino´ mit Originalausstattung aus den 50ger Jahren gemischt mit neuester Kinotechnologie von heute. Meist spielt hier nur ein ausgewählter Film zurzeit und es ist ein Kinovergnügen der besonderen Art sich hier einen Film anzuschauen.
Die hier genannten sind sicher nur ein paar der Besonderheiten des Jungferstiegs an der Alster, mehr würde hier wohl noch mehr den Rahmen sprengen als ich es eh schon tue :o)
Was aber noch zu erwähnen wäre ist der
+++ Alsterpavillon +++
Am Ufer der Binnenalster gegenüber dem Jungfernstieg.
Es handelt sich hier um eine Terrassen und Treppenanlage die grade im Sommer ein bisschen was von südländischen Flair hat.
Hier legen die Alsterschiffe zu ihrer Fahrt über die Alster, durch die Alsterfleete und Kanäle ab und an.
Der eigentliche Alsterpavillon ist ein momentan in Stahl und Glas gebautes Aussichtslokal mit Blick auf die Binnenalster und die Alsterfontäne.
Immer wieder wurde er umgebaut, war aber in jeder Ausführung immer wieder ein beliebter Anziehungspunkt für Hamburger und Touristen.
Man sollte sich diese Ecke Hamburgs wirklich einmal selber anschauen und von hier aus Bummel in die kompletten Teile der Innenstadt einplanen.
Ob es die Colonaden, der Neue Jungfernstieg mit dem ´Raffles Vier Jahreszeiten Hotel´, der nahe gelegene Gänsemarkt mit seinen vielen Einkaufsmöglichkeiten, Hotels oder diversen Restaurants ist oder die diversen Einkaufspassagen. Ein ausgedehnter Bummel lohnt sich hier allemal.
Zur Vollständigkeit sei noch das
+++ ´Alstervergnügen´ +++
erwähnt.
Ein kleines Hamburger Volksfest das einmal jährlich Ende August an der Binnenalster stattfindet.
Rund um die Binnenalster findet man dann ein buntes Treiben aus vielen verschiedenen Musikbühnen, Essens- und Getränkeständen, Souvenirläden, kleinen Veranstaltungsbühnen und vielem mehr.
Das Ganze geht ein langes Wochenende lang und lockt jedes Jahr wieder tausende von Hamburgern und Touristen an. Ein Feuerwerk am Samstagabend macht das Spektakel vollkommen.
+++ MEIN FAZIT +++
Ist man zu Besuch in Hamburg sollte man die Alster (also die ´gestauten´ Becken Binnen- und Außenalster) mindestens einmal gesehen haben!
Ob es nun ums shoppen, flanieren, gemütliches Beisammensein, Sightseeing, Alsterschippern oder einfach nur ums sehen und gesehen werden geht. Hier ist man richtig!
Einfach ein bisschen Zeit mitbringen und nicht auf den Boden, sondern vielleicht auch mal an den Häuserwänden hoch schauen. Einige der alten Häuser sind wirklich schön und interessant!
Die Alster ist für mich persönlich eine wichtige Sehenswürdigkeit in Hamburg und in einem Atemzug zu nennen wie der Michel, der Hamburger Hafen oder die Reeperbahn.
Bei der Alster handelt es sich aber nicht nur um die genannten gestauten(!) Gewässer, sondern insgesamt um einen rechten Nebenfluss der Elbe, welcher teilweise kanalisiert und zu diesen großen Becken gestaut wurde.
Dieser besagte Nebenfluss entspringt etwa 30 km nördlich der Innenstadt im Henstedter Moor in Schleswig-Holstein. Von dort durchfließt er in natürlich belassenen Windungen den Nordosten des Hamburger Stadtgebietes, das so genannte ´Alstertal´, um am Ende kanalisiert und gestaut die Außen- und Binnenalster und der Kleinen Alster zu bilden.
Von dort weiterführend findet er seinen Weg durch angeschleuste Fleete in die Norderelbe.
Insgesamt beläuft sich die Länge der kompletten Alster auf etwa 60 Kilometer.
Einst waren die Außen- und die Binnenalster ein Ganzes bis im 17. Jh. durch den angelegten Festungsgürtel der Stadt die Binnenalster von der Außenalster abgetrennt wurde.
+++ Die Binnenalster +++
ist ein ca. 18 ha großes, fast quadratisches Becken welches sich hübsch in das Bild der Hamburger Innenstadt einfügt und ihr einen gewissen Charme verleiht den man, wie ich meine, in keiner anderen Großstadt Deutschlands sonst findet.
Im Sommer, von 6 bis 22 Uhr, sprudelt hier die Alsterfontäne bis zu 35 Meter hoch. Abends ist diese von unten her beleuchtet und bietet einen sehr hübschen Anblick.
Umschlossen wird die Binnenalster von der Einkaufs- und Flaniermeile Jungfernstieg, dem Ballindamm und dem Neuen Jungfernstieg.
Wo die Binnen- in die Außenalster fließt findet man drei Brücken: Die ´Lombardsbrücke´, die ´Kennedybrücke´ und die ´Neue Lombardsbrücke´.
+++ Lombardsbrücke +++
Ihren Namen hat sie von dem großen Pfandleihhaus ´Lombard´.
Dieses bestand von 1651 bis 1827 am Westufer der Alster.
Sie ist eine Dreibogenbrücke aus Stein und wurde 1865 bis 1868 von Johann Hermann Maack erbaut. In den Jahren 1900 und 1908 wurde die, beim Bau nur für den Autoverkehr vorgesehene, Brücke für den Eisenbahnverkehr verbreitert.
Heute fährt die S-Bahn von Dammtor zum Hauptbahnhof (und anders herum) über sie, als auch die Fernbahn die aus Altona kommt.
Mit knapp 50 Meter Breite ist sie in der Hauptverkehrszeit oft stark überlastet und aus
diesem Grunde wurde in den Jahren 1951 bis 1953 die ´Neue Lombardsbrücke´, zur Außenalster hin, daneben gebaut.
1963 wurde sie zum Andenken an den 35. Amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy (1917 1963) und dessen Ermordung in
+++ ´Kennedybrücke´ +++ umgetauft.
Geht man auf ihr auf dem nördlichen Gehsteig findet man zu dessen Ostseite eine Markierung welche den Verlauf des zehnten Längengrades östlich von Greenwich anzeigt.
Recht interessant anzuschauen!
Die
+++ Außenalster +++
hat eine Größe von 160ha und ist an ihrer tiefsten Stelle 2,50m tief.
An ihrem Ufer findet man fast ausschließlich Grünstreifen und Parkanlagen.
Baden ist in ihr, wie in allen anderen Alsterteilen auch verboten, aber im Sommer kann man hier wunderbar Segel-, Ruder-, oder Paddelboot fahren. Verleihe hierfür findet man mehrere rund um die Alster.
Auch das ´Alsterschippern´ erfreut sich großer Beliebtheit.
Im Winter kommt es bei gegebenen Temperaturen fast jährlich dazu dass die Alster komplett zufriert. Sowie die Prüfer das Eis freigegeben haben findet man hier eine Art Volksfest vor. Grog- und Glühweinbuden werden aufgestellt, das eine oder andere Feld zum Schlittschuh fahren frei gelegt, Würstchenbuden sind zu finden und die Leute genießen es einen Spaziergang dort zu unternehmen, wo sonst die Alsterdampfer ihre Wege haben.
Die Außenalster ist umschlossen von verschiedenen Stadtteilen: Am westlichen Ufer findet man die mehr exklusiven und vornehmen Stadtteile Rotherbaum, Harvestehude und Pöselödorf und am östlichen Ufer Winterhude, Uhlenhorst, Hohenfelde und St. Georg.
Am Nordwestufer der Außenalster wurde 1953 der
+++ Alsterpark +++
angelegt in welchem diverse Kunstwerke aufgestellt sind.
Als Beispiel findet man hier eine Bronzeplastik mit Namen ´Knieende´ von Gustav Seitz aus dem Jahre 1962, ´Orpheus und Eurydike´ von Ursula Querer von 1958, die Plastik ´Drachensteigen´ von Gerhard Brandes aus dem Jahre 1963 oder eine Statue mit dem Namen ´Große Stehende´ von Jörn Pfab von 1958.
+++ ´Schöne Aussichten´ +++
Einige Orte an der Alster bescheren einem einen absoluten Panoramablick auf die Innenstadt und die dahinter liegenden (oder davor ganz wie man es betrachten mag) Kirchtürme, von denen Hamburg ja mehr als genug hat. Diese Perspektive ist nebenbei auch ein beliebtes und typisches Hamburger Postkartenmotiv.
Da gibt es z. B. die Uferpromenade mit Namen ´Schöne Aussichten´ am Nordostufer der Außenalster im Stadtteil Uhlenhorst. Steht man hier hat man auf der einen Seite die prächtigen Villen dieses vornehmen und reichen Stadtteils und auf der anderen Seite einen wunderschönen Blick über die Alster auf das beschriebene Postkartenmotiv.
Auch findet man an dieser Ecke eine Anlegestelle der Alsterschiffe und ein Stückchen weiter östlich eine hübsche iranisch-schiitischen Moschee.
Südlich gelegen ist das Nobelhotel ´Atlantic Kempinski´ als auch eine Bronzeplastik ´Drei Männer im Boot´ zu finden. Und gleich in der Nähe das Hamburger Denkmal für Wolfgang Borchert mit Namen ´Schwanenwik´.
Des Weiteren die Skulptur ´Rhythmus im Raum´ von Max Bill. Steht man vor dieser ist man aber fast schon wieder an der Kennedybrücke Höhe Holzdamm.
Meiner Meinung nach sollte man sich diesen Kulturschock mit den Plastiken und Skulpturen wirklich mal gönnen, einige davon sind wirklich sehr schön anzuschauen und wenn man Glück hat auch nicht von irgendwelchen Sprayern beschmiert...
+++ Kleine Alster +++
Über die Binnenalster fließt die Alster. Es fällt mir immer wieder schwer die Vorstellung zu behalten dass die Alster eigentlich ein Fluss ist und nicht nur die beiden Alsterbecken Richtung Elbe.
Unter der ´Reesemannbrücke´ weg, fließt sie in kleine Kanäle und man hat hier irgendwie das Gefühl sich in Venedig zu befinden. Darum nennt sich dieser Abschnitt auch ´Hamburgs Venedig´.
Ich möchte prollender Weise :o) an dieser Stelle einmal vermerken das Hamburg über mehr Brücken verfügt als Venedig! und mit der Hafencity werden es in den Jahren noch mehr werden!
Schließlich gelangt man an die ´Schleusenbrücke´ mit einer Schleusenkammer in dem sich die ´Kleine Alster´ zu einem winzigen Becken staut.
Nördlich findet man hier die so genannten
+++ Alsterarkaden +++
Es handelt sich hierbei um eine der vielen Passagen der Hamburger Innenstadt die mit ihren exklusiven Geschäften zum Bummeln und, kann man es sich leisten, zum einkaufen einladen.
Hinter der oben erwähnten Schleusenkammer (der ´Kleinen Alster´) beginnen der
+++ Alsterfleet +++
Diverse Brücken überspannen diese, sich immer wieder neu verzweigende, Wasserwege die am Ende die Alster in die Elbe, am Binnenhafen, münden lassen.
Neben dem Alsterfleet verläuft hierzu parallel noch der Bleichenfleet und weiter Richtung Elbe der Herrengrabenfleet. Diese Fleete zusammen bezeichnet man dann allgemein als ´Alsterfleete´.
Ursprünglich führte der Weg der Alster durch den Nikolaifleet der ein bisschen weiter südöstlich der anderen drei verläuft. Da dieser aber einige Windungen hat und es hier immer wieder zu Überschwemmungen kam wurde die Alster künstlich über die Schleuse in die anderen Fleete geleitet.
Wirft sich an dieser Stelle wieder für den ´Nicht-Hamburger´ die Frage auf:
+++ Was ist ein Fleet? +++
Das Wort ´Fleet´ ist die norddeutsche Bezeichnung für Gräben (Plattdeutsch ´fließen´).
Ursprünglicher Zweck ist die Entwässerung, so hier an der Alster.
Fleete dienten aber auch dem Warenverkehr in Hamburg.
An Fleeten wurden die Häuser so gebaut dass die Rückseite zum Fleet liegt und die Vorderseite zur Straße. Durch diese Bauweise der Häuser konnte man kleine Schiffe (so genannte ´Schuten´) beladen und die Waren an ihren Bestimmungsort, weiter ab vom Hauptstrom der Elbe -, transportieren.
Neben den Alsterfleeten gibt es in Hamburg auch noch die Speicherfleete in der Speicherstadt.
+++ Alstertal +++
So wird die Gegend im Bereich der Oberalster im Norden Hamburgs bezeichnet. Hierzu gehören u.a. die Stadtteile Welligsbüttel und Poppenbüttel.
Hier fließt die Alster nur noch in einem schmalen Flüsschen welches durch etliche Schleusen und Wehre immer wieder unterbrochen wird.
Im 19. Jh. wurde auf dieser Strecke, von Hamburg bis hoch nach Schleswig-Holstein / Kayhude, der Alster zum Frachtschiffverkehr genutzt.
+++ Alsterwanderweg +++
Dieser windet sich den kompletten Flussverlauf immer am Wasser entlang.
Hin und wieder muss man allerdings einen kleinen Umweg machen, da es sich teilweise um Privatgelände handelt das nicht betreten werden darf.
Hier ist es teilweise so idyllisch, daß man kaum glaubt sich mitten in der Großstadt zu befinden. Kleine Pfeile findet man, immer wieder damit man den Weg auch auf jeden Fall nicht verlieren kann.
Insgesamt geht der Wanderweg eigentlich von den letzten Ausläufern der Außenalster aus gen Norden hoch bis zur Quelle der Alster in Kayhude in Schleswig-Holstein.
Das ist schon ein ordentliches Stückchen von insgesamt ca. 56 Kilometern über Winterhude, Alsterdorf, Ohlsdorf, Wellingsbüttel, Poppenbüttel, Bergstedt bis hoch nach Kayhude (Hier ist dann auch leider mein Stadtplan zu Ende lol).
Kehren wir zurück an die Binnen- und Außenalster, eben das was die meisten unter der Alster in Hamburg verstehen.
Hier findet man an der Binnenalster gelegen den bekannten
+++ Jungfernstieg +++
Es handelt sich hier um eine der ersten Adressen der Stadt.
Hier zählt sehen und gesehen werden, promenieren und flanieren, einkaufen und entdecken.
Hier findet man in alten, hohen Kontorhäusern aus der Gründerzeit Hamburgs unter anderem das ´Alsterhaus´ ein Kaufhaus aus der Gruppe ´Hertie´ das ein bisschen exklusiver ist als z.B. Kaufhof oder Karstadt. Es steht in der Nr. 15 und wurde in den Jahren 1911 bis 1912 von dem Architekturbüro Cremer & Wolfenstein errichtet.
Auch ´WOM´ World of Musik ist hier ansässig und wenn man auf der Suche nach Musik ist sicher die absolut erste Adresse in Hamburg. Was man hier nicht findet, oder was hier nicht besorgt werden kann gibt es nicht wirklich.
Zu dem Gebäudekomplex der Kontorhäuser gehört auch das Gebäude der Dresdner Bank das ursprünglich als Luxushotel geplant wurde und schon seit 1896 besteht. Es wurde nach Entwürfen von Martin Haller gebaut und erstrahlt grade frisch renoviert im Stil der Neorenaissance.
Ebenfalls findet man hier das einzige Haus am Platz von vor 1842, Nr. 25, ebenfalls in die Kontorhäuser mit eingebunden. In diesem lebte bis 1815 der Dichter Matthias Claudius.
Man findet hier am Jungferstieg außerdem Juweliere, exklusive Modehäuser und Schuhgeschäfte, das Sandsteingebäude des Hotels ´Hamburger Hof´ mit gleichnamiger Passage und einiges mehr.
In der Nummer 34 befindet sich z.B. das so genannte ´Heine Haus´. Hier lebte der Bankier Salomon Heine, der Onkel des Dichters Heinrich Heine. Im Erdgeschoss dieses Hauses befindet sich das Restaurant ´Schümann´s Austernkeller´. Es ist komplett im Jugendstil eingerichtet und besteht seit 1884.
Im 1. Stock dieses Hauses befand sich einst das älteste Kinderbekleidungsgeschäft Hamburgs die ´Hamburger Kinderstube´. Hier ließ um 1900 selbst das holländische Königshaus ihre Kinder einkleiden.
Die Nr. 38 war ehemalig ein Hotel. 1912 stieg hier der dänische König Frederik VIII inkognito ab um ein anrüchiges Etablissement in Hamburg zu besuchen in dem er durch einen Herzanfall zu Tode kam. Tja...
Heute findet man in diesem ehemaligen Hotel das ´Streits Kino´ mit Originalausstattung aus den 50ger Jahren gemischt mit neuester Kinotechnologie von heute. Meist spielt hier nur ein ausgewählter Film zurzeit und es ist ein Kinovergnügen der besonderen Art sich hier einen Film anzuschauen.
Die hier genannten sind sicher nur ein paar der Besonderheiten des Jungferstiegs an der Alster, mehr würde hier wohl noch mehr den Rahmen sprengen als ich es eh schon tue :o)
Was aber noch zu erwähnen wäre ist der
+++ Alsterpavillon +++
Am Ufer der Binnenalster gegenüber dem Jungfernstieg.
Es handelt sich hier um eine Terrassen und Treppenanlage die grade im Sommer ein bisschen was von südländischen Flair hat.
Hier legen die Alsterschiffe zu ihrer Fahrt über die Alster, durch die Alsterfleete und Kanäle ab und an.
Der eigentliche Alsterpavillon ist ein momentan in Stahl und Glas gebautes Aussichtslokal mit Blick auf die Binnenalster und die Alsterfontäne.
Immer wieder wurde er umgebaut, war aber in jeder Ausführung immer wieder ein beliebter Anziehungspunkt für Hamburger und Touristen.
Man sollte sich diese Ecke Hamburgs wirklich einmal selber anschauen und von hier aus Bummel in die kompletten Teile der Innenstadt einplanen.
Ob es die Colonaden, der Neue Jungfernstieg mit dem ´Raffles Vier Jahreszeiten Hotel´, der nahe gelegene Gänsemarkt mit seinen vielen Einkaufsmöglichkeiten, Hotels oder diversen Restaurants ist oder die diversen Einkaufspassagen. Ein ausgedehnter Bummel lohnt sich hier allemal.
Zur Vollständigkeit sei noch das
+++ ´Alstervergnügen´ +++
erwähnt.
Ein kleines Hamburger Volksfest das einmal jährlich Ende August an der Binnenalster stattfindet.
Rund um die Binnenalster findet man dann ein buntes Treiben aus vielen verschiedenen Musikbühnen, Essens- und Getränkeständen, Souvenirläden, kleinen Veranstaltungsbühnen und vielem mehr.
Das Ganze geht ein langes Wochenende lang und lockt jedes Jahr wieder tausende von Hamburgern und Touristen an. Ein Feuerwerk am Samstagabend macht das Spektakel vollkommen.
+++ MEIN FAZIT +++
Ist man zu Besuch in Hamburg sollte man die Alster (also die ´gestauten´ Becken Binnen- und Außenalster) mindestens einmal gesehen haben!
Ob es nun ums shoppen, flanieren, gemütliches Beisammensein, Sightseeing, Alsterschippern oder einfach nur ums sehen und gesehen werden geht. Hier ist man richtig!
Einfach ein bisschen Zeit mitbringen und nicht auf den Boden, sondern vielleicht auch mal an den Häuserwänden hoch schauen. Einige der alten Häuser sind wirklich schön und interessant!
Die Alster ist für mich persönlich eine wichtige Sehenswürdigkeit in Hamburg und in einem Atemzug zu nennen wie der Michel, der Hamburger Hafen oder die Reeperbahn.


























































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