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Your hotel?
Laraga Cottages
trivago rating:
88 out of 100
1 Source
Jl. Diponegoro, km 4,7, Miga
22812 Gunung Sitoli
Laraga CottagesLaraga CottagesLaraga CottagesLaraga Cottages
perfection!

eine hübsche familiäre Anlage im tropischen Garten (20.07.2007)
Adventure holiday
Full board
more than 2 weeks
Group
Travel date: April 2002
leo56
leo56 (52)
Rosenheim, Germany
In der Anlage sind viele verschiedene Bambusarten angepflanzt. Bernd behauptet, dass ein Riesenbambus im Wachstumsstadium bis zu 40 cm am Tag wachsen kann. Wir wollen das prüfen und kennzeichnen den Stamm. Innerhalb einer Woche wächst der Bambus zwar nicht die 2m, aber doch immerhin mehr als 1 m. Allerdings hat dieser keine direkte Sonneneinstrahlung.

Abends sitzen wir nach dem Essen noch lange um den Esstisch und unterhalten uns. Es wird zur schönen Gewohnheit, dass uns Bernd jeden Abend mindestens eine Stunde lang etwas über Nias und seine Bewohner erzählt. Anschließend spielen wir meist noch eine weitere Stunde Karten, wobei uns Töna und Idaman neugierig beobachten. Bald sind sie so fit, dass wir aufpassen müssen, dass sie nicht ihrem jeweiligen "Lieblingsgast" die Karten der anderen verraten.

Insgesamt fühlen uns hier sehr, sehr wohl und umsorgt.

Room (more)
90 out of 100
Size
80 out of 100
Cleanliness
90 out of 100
Wir beziehen einen Doppelbungalow mit jeweils einer kleinen Terrasse. Die Zimmer haben zwei an den Wänden aufgestellte Betten mit Moskitonetz und einem gemeinsamen Nachttisch doppelter Größe in der Mitte.

Klimaanlage gibt es hier nicht (hatten wir auch nicht erwartet), dafür aber einen Ventilator. Das Bad mit Dusche hat einen schmalen Zugang ins Freie, der einer frischen Luftzufuhr dient. Wir kennen dies von Bali, es ist sehr angenehm.

General hotel amenities (more)
99 out of 100
Appearance/Architecture
100 out of 100
Ambiance
100 out of 100
Ich mache gleich nach dem Auspacken und Duschen einen kleinen Spaziergang durch die Anlage, bis auch die Anderen fertig sind; denn um 9:00 Uhr gibt es bei einer nett eingerichteten Essecke mitten im Garten das erste Frühstück. Zuerst führt mich mein Weg von unserem Bungalow aus westlich, nachdem ich zwei blaue Libellen beim Liebesspiel fotografiert habe, sehe ich zwei Angestellte.Die beiden Gartenarbeiter, so erzählt uns Bernd später, wurden aus dem Süden von Nias geholt und sind noch neu hier. Sie sprechen nicht indonesisch, sondern nur niassisch, was es Bernd fast unmöglich macht, sich mit ihnen zu unterhalten. Sie erhalten pro Tag 15.000 Rp. (2€) und haben freie Kost und Logis. Als ich sie fotografieren will, stehen sie plötzlich stramm und ganz gerade wie Zinnsoldaten neben ihrem Gartenabfall, den sie gerade aufheben wollten. So ein Foto will ich nicht und zum Glück verstehen sie einigermaßen, was ich meine. Ich gehe weiter und bemerke verschiedene Bambusarten, Orchideen, Weihnachtsterne und wieder Orchideen.

Ich komme zu einem Häuschen, neben dem Wäsche auf der Leine hängt, wahrscheinlich die einzige Wäscheleine in Asien, das wird wohl Bernd eingeführt haben. Dieses Häuschen ist schon sehr alt und sieht sehr idyllisch aus.
Auf der rechten Seite ist direkt angrenzend in gleicher Art ein neues Haus angebaut worden. Ich erfahre später, dass hier Calvin, Bernds niassischer Freund und Co., wohnt.
Im vorderen, also älteren, Teil entdecken wir nach einigen Tagen eine Hündin mit ihren Jungen. Sie sind erst wenige Wochen alt. Zwei Hündinnen von Calvin haben insgesamt 14 Junge bekommen, die alle ein neues Zuhause finden müssen. In der Zwischenzeit werden sie von Calvin gepflegt. Einmal sehen wir, wie er sie einzeln abbürstet, nachdem
er alle jungen gebadet hat, weil sie sich so beschmutzt hatten. Er geht sehr liebevoll mit ihnen um.
Nun führt mich mein Weg zurück und ich gehe nach Süden. Dort wurde auf dem Gelände von Bernd und Calvin ein niassisches Traditionshaus, ein Adathaus (ich berichte in einem weiteren Bericht über ein Traditionsdorf), erbaut. Töna, einer der Angestellten, zeigt und erklärt es uns später. Es ist noch fast neu und wunderschön. Erbaut wurde es auf Stelzen und wird rechts und links über jeweils eine hölzerne Treppe betreten. Das hochgezogene Dach ist nach traditioneller Art mit umgeknickten Palmwedeln gedeckt. Eigenartigerweise haben wir die gleiche Art Häuser zu decken in Kenia entdeckt, nur die Dachform ist grundverschieden.

Die Luftzirkulation über die offenen Fenster im Dach und an der Seite verhindern ein zu starkes Aufheizen innerhalb des Hauses. Deshalb ist das Dach auch sehr weit nach oben gezogen; denn bekanntlich steigt ja Hitze nach oben. Innen ist es mit etlichen Dingen aus der niassischen Vergangenheit geschmückt: Holzfiguren und andere Schnitzereien, Speere, Schilde und sogar einige kleine runde Hocker. Auch die Sperlinge fühlen sich hier wohl und sitzen regelmäßig im Querfenster. In der Mitte steht ein kleiner hölzerner Raum, in dem Töna (wie auf Nias üblich) auf einer sonst zusammengerollten Bambusmatte schläft.

An den Seiten sind vor den für die Luftzirkulation so wichtigen breiten Schlitzen innen Holzbänke angebracht, vor denen auf der linken Seite noch einmal in Abständen kleine Tische mit runden Hockern stehen. Rechts ist dieser hölzerne Raum, der etwa die Hälfte diese halben Raumes ausmacht. Daneben steht ein großer Tisch, den wir später, als weitere Gäste ankommen, als Esstisch nutzen.Ich bin nun durch den ganzen Raum hindurchgegangen und steige auf der anderen Seite die Treppe wieder hinab. Von hier aus sehe ich ein weiteres Häuschen, vor dem die indonesische Mädchen spielen. Ein Mann tritt heraus und ruft etwas. Es ist Iman, unser Fahrer. Dann wohnt also er hier mit seiner hübschen Frau und den drei Mädchen.

Aber nun wird es Zeit zum Frühstück zu gehen, die anderen werden bereits warten. Ich komme unterwegs an einem etwas verborgenen hübschen Häuschen mit zwei Zimmern vorbei und höre Bernd etwas sagen. Er kommt gerade heraus, also ist dies sein Haus.

Food & Beverages (more)
98 out of 100
Breakfast Variety
90 out of 100
Breakfast Quality
100 out of 100
Zum Frühstück gibt es alles was wir brauchen: Kaffee, Tee, Eier, Marmelade, eine Art Butter und grünes Weißbrot. Das Brot ist nicht grün weil es schlecht wäre, nein. Es ist grün wegen der Zutaten. Auf Nias gibt es kein Getreide also auch kein Brot. Es gibt bestenfalls Reismehl. Woher kommt also dieses durchaus hervorragend schmeckende Brot? Calvin hat es gebacken, hören wir. Die Zutaten sind nicht immer gleich und trotzdem sein Geheimnis. Irgendwann später einmal erfahren wir, dass er von Touristen deren Müsli eingesammelt hat, vielleicht betreibt er irgendwo einen kleinen Getreidegarten?
Schade, wir wünschen dem Meisterbäcker alles erdenklich Gute und lassen uns das Frühstück schmecken. Dabei bedient uns ein quirliger junger Indonesier, der immer wieder lacht, nichts von dem versteht was wir sagen und dann noch fröhlicher wird. Er stammt auch aus dem Süden von Nias und ist wegen seiner fröhlichen Natur einer der liebsten Angestellten von Bernd. Er heißt Töna und ist der junge Mann, der auf einer Bambusmatte im Adathaus schläft.
Dann gibt es noch einen Koch, der schläft daheim bei seiner Familie in einem benachbarten Ort, Roos, die wir schon auf der Herfahrt kennen lernten, und Idaman; diese beiden werden als Reiseleiter angelernt und sind nebenbei noch Zimmermädchen, Wasch- und Bügeldienst und was halt so anfällt. Insgesamt also eine bunt gemischte fröhliche Truppe und wir fühlen uns auf Anhieb wohl hier.
Das Mittagessen hier ist so abwechslungsreich wie es auf Nias möglich ist. Ganz besonders freuen wir uns jeden Mittag auf eine gute Gemüsesuppe, die täglich etwas variiert und manchmal auch Kartoffelstückchen enthält. Reis und Hähnchen gibt es so oft (auch Abends), dass Adi und Gitta, unsere Freunde, noch 2 Jahre nach der Reise sagen werden, sie mögen es nicht mehr essen.


Location and surroundings (more)
93 out of 100
Landscape/Scenery
100 out of 100
Transportation Connection
100 out of 100
4,7 Kilometer südlich von Gunung Sitoli, der Hauptstadt der Insel Nias, liegen inmitten eines tropischen Gartens die Laraga Cottages, unser Quartier für knapp 3 Wochen. Die Anlage geht direkt von der Inselstraße ab, die sich neben dem Meeresufer um die Insel herumzieht.



Nach dem Frühstück führen uns Töna und Idaman auf eine Anhöhe hinter der Anlage. Töna fragt nach, ob wir uns das Gehöft ansehen dürfen. Wir dürfen, aber von den Bewohnern zeigt sich uns niemand. Sicher stehen sie hinter ihren Fenstern und betrachten uns.

Vor dieser Anlage steht ein großer Jackfruchtbaum. Er gehört zu den Maulbeerbaumgewächsen. Die Jackfrucht ist eine Sammelfrucht, die bis zu 30 cm breit und 1m lang (!) werden kann und somit zu den größten tropischen Baumfrüchten gehört.
Sie kann ein Gewicht von 50 kg erreichen. Zusammengesetzt ist sie aus zahlreichen Fruchtblättern, die durch Milchröhren und Faserstränge miteinander verbunden sind.

Ein Stück weiter stehen mehrere Heliconien. Sie gehören zu den Bananengewächsen. Die Stauden werden je nach Art 3 bis 5 m hoch, der Blütenstand bis zu 65 cm lang. Die Blüten selbst sind recht unscheinbar, aus den Tragblättern hervorragend, mit drei äußeren Kelchblättern und drei inneren Blütenblättern.

Heliconien sind typische Tropengewächse und ausgeprägte "Vogelblumen". Sie sondern am Grunde ihrer Blütenblätter reichlich Nektar ab, der sich mit dem aufgefangenen Regenwasser mischt.

Gleich daneben steht eine Wildbanane mit ihrer riesigen Blüte und den typisch kleinen Früchten. Eine Wildbanane bringt nämlich nach der Bestäubung durch Fledermäuse (hättet ihr das gedacht?) relativ kleine, samenreiche Früchte hervor, die nicht weniger gut schmecken als die kultivierten großen Arten. Nachdem die Früchte gereift sind, stirbt der gesamte Trieb ab.

Neben den Häusern liegt Wäsche auf den Sträuchern. Die Wäsche wird hierzulande nämlich meist auf den Sträuchern rund ums Haus oder, sofern es sich um die traditionellen Adathäuser handelt, auch schon mal auf dem Dach, getrocknet. Auf einer Hose hat es sich eine hübsche gelbe Heuschrecke mit braunen Streifen wie eine Wespe bequem gemacht.

Eine katholische Kapelle finden wir auf einem Berg hinter dem Anwesen der Laraga Cottage. Nun geht es auch schon wieder zurück, frisch machen und zum Mittagessen. Wie schnell doch die Zeit vergeht!

An einem Morgen, es ist am 10. Tag unserer Reise, sitzen wir gerade beim Frühstück, als wir durch ein krachendes Geräusch darauf aufmerksam werden, dass im Nachbargrundstück Kokosnüsse geerntet werden. Wir können direkt von unserem Frühstückstisch die Szene beobachten und natürlich auf Fotos festhalten.

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