Detailed review by rolo
Mit dem Zug bin ich Ende Februar 2008 von Reutlingen über Stuttgart zum Flughafen Frankfurt gefahren. Der größte Verkehrsflughafen Deutschlands war mir noch gut in Erinnerung, mehrere Male hatte ich ihn schon besucht, aber noch nie richtig erkundet. Das wollte ich nachholen.
Man kommt auf dem Fernbahnhof an und muss erstmal einen langen Gang entlanglaufen, wo es schon diverse Geschäfte, Cafés, Reisebüros und das DB Reisezentrum gibt. Sofort lässt sich erahnen, welche Ausmaße der Flughafen Frankfurt haben dürfte. Gegenüber befindet sich das Terminal 1, welches sich über mehrere Ebenen und viele lange Gänge erstreckt und wo man den Eindruck hat, sich verlaufen zu können. Die verschiedenen Einrichtungen sind zwar ausgeschildert, aber wenn man sich nicht auskennt, wird es schwierig, zum Ziel zu finden.
Auch hier gibt es wieder alle möglichen Geschäfte, Cafés, Bars, Reiseauskünfte, und natürlich Abfertigungsschalter und Zollkontrollen, hinter denen es dann nochmal richtig weitergeht. Dort kann man u.a. zollfrei einkaufen und sich auf den Abflug vorbereiten. Will man aber in das andere Terminal, sollte man entweder den Shuttlebus oder die Flughafenbahn benutzen, die in einem der Geschosse laufend hin- und herpendelt. Die Benutzung ist jeweils kostenlos, weil einem auch keine Alternative übrig bleibt.
Ich bin spaßeshalber den Weg vom Terminal 1 nach 2 gelaufen, und musste sogar einmal nach dem Weg fragen.
Man benötigt etwa 15 Minuten. Mit Gepäck ginge das gar nicht. Das Terminal 2 enthält noch allerlei Angebote für den Besucher, neben üblichen und flughafentypischen Einrichtungen gibt es hier auch die Besucherterrasse, die mich besonders fasziniert hat. Natürlich wird man beim Betreten kontrolliert, aber das Personal war sehr nett, und es gibt für bestimmte Personengruppen sogar Ermäßigung. Kinder bis 100 cm haben freien Eintritt. Nach dem Gang durch die Kontrolle und vorbei am Kassenwart erstreckt sich vor dem Besucher eine lange Terrasse mit freiem Blick auf die Flughafenlandschaft. Man kann die Flieger beobachten, wie sie starten und landen, und interessant sind die Aufschriften, die auf alle möglichen Länder verweisen. Hier und da wird die Fracht aufgenommen und entladen, Busse fahren die Gäste über das Rollfeld und die Flugzeuge werden von Abschleppwagen hinterhergezogen.
Auf dieser Ebene gibt es auch Angebote für Kinder. Die vielen Schnellrestaurants sind mir noch aufgefallen, von denen man auch einen guten Blick nach draußen hat. Und wenn man dann wieder in das andere Terminal will, benutzt man einfach die Shuttlebahn. Viele Rolltreppen gilt es hier zu überwinden. Was es noch gibt, ist eine Flughafenkirche, einen Infopunkt und regelmäßige Rundfahrten über das Gelände. Das hatte ich mir auch kurz überlegt, aber die Zeit reichte nicht mehr. Bei schlechtem Wetter aber bestimmt sehr zu empfehlen.
Man kann natürlich noch erwähnen, dass der Flughafen Frankfurt eine Drehscheibe der Welt ist und deswegen strömen auch alle möglichen Kulturen auf einen ein. So viele Sprachen man hier hören kann, so viele verschiedene Menschen man hier trifft, das gibt es noch nicht mal in der Großstadt. Das Besucherangebot ist überzeugend und der Flughafen lohnt einen Besuch, aber man sollte sich vorher etwas informieren weil das Ganze wirklich unüberschaubar ist. Ich hatte zur Absicherung einen Plan aus dem Internet ausgedruckt, doch die Anlage ist noch kolossaler als man es sich vorstellen kann.
Die Erreichbarkeit ist natürlich optimal, von der Frankfurter City schnell mit dem Taxi oder mit der Bahn, von weiter weg geht es auch. Es ist kein Problem, von Hamburg, Berlin, Dortmund, Stuttgart oder München hierherzukommen. Allerdings sollte man, sofern ein Abflug geplant ist, rechtzeitig da sein und das Terminal und die Ebene kennen, sonst wird es schwierig die Orientierung zu behalten.
Flughafen Frankfurt9
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