Detailed review by leo56
leo56
Rosenheim, Germany98%
Er ist nach dem Grand Canyon der zweithöchste Canyon der Welt, na ja,oder der zweittiefste, je nach dem Standort, denn man gerade hat. Auf unserer Rundreise durch Namibia, die uns zunächst nach Norden führte, kommen wir nun gegen Ende so weit nach Süden, dass wir auch noch diesen beeindruckenden Canyon bewundern dürfen. Die Landschaft hier erinnert nur wenig an die Namibmit ihren rötlichen Sandwüsten um den Sossusvlei, aber sie ist nicht weniger beeindruckend.
Der Fish River Canyon entwickelte sich in einer Landschaft, die als Vollwüste gilt und mit seinen sehr unterschiedlich abgetragenen Felsformationen eine Lehrstätte für Studenten der Geologie sein könnte. Es dauerte 1,5 Mio Jahre, bis dieser beeindruckende Canyon durch Erosion so entstand, aber die tiefen Schluchten entstanden bereits vor etwa 300Millionen Jahren durch die Eiszeitgletscher. Während unserer Rundreise regnete es viel und auch der Fish River, der sonst meist ein schmales Rinnsal sein soll, entwickelte sich stellenweise zu einem mächtigen Strom. Auf der Fahrt hierher konnten wir das an zweigroßen Brücken sehen, die über den Fish River führen. Eine dieser Brücken war schätzungsweise 250 Meter breit, wenn das langt. Tosende Wassermassen brachten Büsche und Bäumemit, die sich an den Brückenpfeilern verhakten und eine Straße war sogar zwei Tage gesperrt, da überflutet.
Man kann hier, immer am Rand des Canyons entlang, stundenlang wandern. Allerdings ist es sehr heiß (es ist Hochsommer) und gleichzeitig sehr windig. Eine Mann aus unserer Gruppe verliert seinen Hut, als er sich für ein Erinnerungsfoto sehr weit an den Rand wagt. Gleich will er hinterher und hinunterklettern. Trotz seiner schätzungsweise 120 Kilogramm ist er verhältnismäßig sportlich, aber wir halten ihn gemeinsam davon ab. Das hätte gerade noch gefehlt! Immerhin sind die Schluchten bis zu 600 Meter tief! Kein Hut der Welt, auch nicht dieses Erinnerungsstück, ist es wert, sein Leben dafür zu riskieren. Manchmal war es mir auch mulmig, bei diesem starken Wind so nah am Abgrund, aber natürlich wollte auch ich Fotos schießen und alles sehen. Der ganze Canyon ist unvorstellbare 150 Kilometer lang und 30 Kilometer breit. Wenn es windstill ist, muss einFlug darüber einmalig schön sein aber auch so genießen wir den Anblick sehr. Seit 1968 ist er offizieller Naturpark und kostet Eintritt, aber für unsere Verhältnisse ist es billig (auch wenn ich vergessen habe, wieviel, ich glaube so um die 1,50 Euro proPerson...
Visrivier Canyon10
Ratings
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Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Relaxation Value
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Uniqueness
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Erreichbarkeit
Er liegt sehr abgelegen und ist nur mit PKW bzw Reisebus erreichbar.
Muss man gesehen haben
Unbedingt! Glücklicherweise gibt es hier noch nicht diesen Massentourismus wie beidem "großen Bruder" in den USA. Man kann den Anblick genießen und meint, man sei fast allein hier.
Budget-Freundlichkeit
Wie gesagt, so um die 1,50 Euro haben wir ausgerechnet
Erholungswert
Sowieso. Die Ruhe, die schöne Landschaft und die überdachten Raststellen für die Wanderer sorgen für einen hohen Erholungswert.
Einzigartigkeit
Ja, er ist einzigartig. Zumindest gibt es nicht viele von dieser Größe auf der Welt. Er ist der zweitgrößte und kaum Jemand kennt ihn.