Detailed review by Lausch
Lausch
Berlin, Germany78%
Auf unserer Nilkreuzfahrt im März 2005 machten wir natürlich auch in Esna halt. Vom Schiffsanleger führt eine Basarstraße direkt vom Nil zum Tempel. Das spektakulärste am ganzen Tempel sieht man auch schon beim Weg dahin.
Die ganze Anlage liegt etwa 10 Meter unterhalb des heutigen Niveaus der Stadt Esna. Im Lauf der Jahrtausende lagerte sich der Nilschlamm Schicht auf Schicht am Ufer ab und erhöhte so dass Niveau. Daher guckte ich doch ziemlich verdutzt, als man uns erklärte, zum Tempel ginge es hier die Treppen runter. Da merkt man erstmal, was die Nilüberschwemmungen tatsächlich für Mengen an Material ablagerten.
Der Tempel, oder besser die Tempelvorhalle, ist dann nicht mehr so faszinierend. Es handelt sich um einen späten Bau im Alten Ägypten, weswegen in den Reliefen und der Bauart schon starke ptolemäische Einflüsse erkennbar sind. Der ganze Kunststil hat sich verändert. Die Figuren haben keine idealen Körper mehr, wie noch zur Hoch-Zeit des Alten Ägypten etwa 1000 Jahre zuvor. Die Körperdarstellungen sind realistischer gehalten, mal sind "Knubbelknie" oder ein leichter Bauchansatz zu erkennen (siehe Foto). Das ganze ist noch kein Grund, den Tempel für weniger sehenswert zu halten, doch im Vergleich zu den anderen Tempeln entlang des Nils steht dieser hier etwas zurück. Zudem ist hier auch "nur" ide Vorhalle erhalten, was die Besichtigungsmöglichkeite n stark eingrenzt.
Esna Temple8
Ratings
-
Accessibility
-
"Must See"-Factor
-
Budget Friendliness
-
Condition
-
Historical Significance