Detailed review by uteker
Hotel am Kleinbahnhof, das hört sich nach Provinz und Lärm an, aber so haben wir das Hotel bei unserem zweitägigen Aufenthalt nicht empfunden. Der Kleinbahnhof ist der Emdener Bahnhof, der eigentlich soooo klein gar nicht ist, denn er wird auch von Fernreisezügen angefahren. Und laut war es auch nicht, uns haben die Geräusche nicht gestört, obwohl wir direkt auf den Bahnhof blickten. Wir waren ja sowieso tagsüber unterwegs und geschlafen haben wir sehr gut.
Unsere Wahl des Hotels erfolgte hauptsächlich wegen des Preises, der uns sehr günstig erschien. Schließlich waren das Frühstück und auch der Parkplatz inbegriffen, so dass weitere Nebenkosten nicht anfielen. Fahrrad- und Motorradfahrer können ihre Fahrzeuge in einer großen Halle abstellen, was das Hotel für diese sehr beliebt macht.
Das rot geklinkerte Gebäude mit seinem Giebel und dem in großen, blauen Buchstaben geschriebenen Namen ist weithin zu sehen. Es liegt in einer nicht gerade schönen Gegend, wie schon gesagt, direkt hinter dem Bahnhof in einer Art Industriegebiet. Dadurch ist es aber auch sehr gut mit Bahn und Bussen zu erreichen. Zur Innenstadt von Emden brauchten wir zu Fuß ungefähr 10 bis 15 Minuten. Der Weg führt allerdings über eine Brücke, die erst einmal über viele Stufen erklommen werden muss. In Emden gibt es zahlreiche Geschäfte, Restaurants, Hotels, Sehenswürdigkeiten und den Hafen, der immer Anziehungspunkt für uns war.
Wir wurden an der Rezeption sehr nett begrüßt und während unseres gesamten Aufenthaltes bekamen wir immer qualifizierte Auskünfte auf unsere Fragen. Das uns zugewiesene Zimmer liegt in der zweiten Etage, was Treppensteigen heißt, denn ein Fahrstuhl ist nicht vorhanden. Uns machte das nicht aus, denn wir sind so viel gelaufen und haben so viele Treppen erklommen, dass es darauf auch nicht mehr ankam.
Die Dame an der Rezeption hatte uns beim Aushändigen des Schlüssels gesagt, dass in unserem Zimmer vier Betten ständen und mit einem Schmunzeln, dass wir nicht befürchten müssten, noch Gäste dazu zu bekommen. Trotzdem waren wir skeptisch und erwarteten einen voll gestopften Raum. Das traf aber gar nicht zu. Jeweils zwei Betten, jedes mit einem Nachttisch versehen, waren voneinander getrennt aufgebaut und dazwischen war noch viel Platz. Die Betten waren sehr bequem und mit angenehmen Matratzen versehen, die uns einen tiefen Schlaf bescherten. Der wurde allerdings durch die Geräusche des verhältnismäßig großen Kühlschrankes gestört, so dass wir diesen abends abgestellt haben. Auf jeden Fall hat er mehr Lärm verursacht als der nahe liegende Bahnhof. Ein Esstisch mit vier Stühlen bot viel Platz zum Sitzen und man konnte ungestört schreiben, die Unterlagen ausbreiten und das Notebook bedienen. Dazu konnten wir Wireless-Lan nutzen, für das allerdings eine Gebühr verlangt wurde. Eine weitere Couch diente noch als Sitzmöglichkeit, allerdings gefiel mir nicht der Überzug über dieser. Wir haben auch nicht nachgesehen, wie es darunter aussah. Auf einem kleinen Schränkchen war der Fernseher deponiert, der viele Programme bot. Unsere Garderobe konnten wir gut in dem Schrank unterbringen. Allerdings bei einer Belegung mit vier Personen dürften da Probleme auftreten.
Alles in allem, war das Zimmer ansprechend, wenn es auch mit seinen Kiefermöbeln und den kahlen Wänden etwas unwohnlich wirkte.
Gar nicht zufrieden waren wir mit dem Bad, das von dem großen Raum abgetrennt worden war. Es war wirklich superklein. Die Dusche war zwar von ihrer Temperatureinstellung und auch von der Sauberkeit her in Ordnung, aber man hatte durch die nach innen auf gehende Glastür Schwierigkeiten, dort einzusteigen. Waschbecken und Toilette lagen sehr nah beieinander, für uns waren genügend Ablageflächen vorhanden. Ich denke aber, dass das Bad für vier Personen nicht ausreicht. Da wäre eine separate Toilette schon angebracht. Hand- und Badetücher gab es genug und sie waren - genauso wie die Bettwäsche - makellos, genauso hatten wir auch an der gesamten Sauberkeit im Hotel nichts auszusetzen.
Morgens, Gott sei Dank schon sehr früh ab 7, konnten wir in den Frühstücksraum, in dem ein Buffet aufgebaut war. Es war eigentlich alles aufgetischt, was zu einem normalen Frühstück gehört. Und es war alles reichlich vorhanden und ansehnlich angerichtet. Nicht so angenehm empfanden wir, dass wir die Tische ungedeckt vorfanden und uns selbst Teller und Tassen und Besteck holen mussten und, dass wir den Tisch sauber (was eigentlich klar sein sollte) aber auch vom Geschirr usw. befreit verlassen mussten. Das kennen wir normalerweise von keinem Hotel. Aber gut, wir sind satt geworden und konnten den Tag gestärkt beginnen.
Neben dem Frühstücksraum befand sich die Hotelbar, die nicht nur mit einem Tresen, sondern auch noch mit mehreren Tischen mit Stühlen eingerichtet war. Gesehen haben wir sie allerdings nur durch die Fensterscheiben zwischen Frühstücksraum und Bar. Am ersten Abend war sie wegen Personalmangels gar nicht geöffnet und am zweiten bis 21.30 Uhr. Das ist natürlich eine Zeit, zu der wir noch nicht im Hotel sind. Schade! Wir hatten uns so gefreut, abends noch einen Absacker im Hotel nehmen zu können. Über diese Enttäuschung half auch der Kühlschrank auf dem Zimmer nicht hinweg.
Als Fazit kann ich sagen, das Hotel genügte voll und ganz unseren Ansprüchen, weil wir es eh nur zum Übernachten nutzten und einen Fußweg zur Innenstadt auch nicht scheuen.
Am Kleinbahnhof7
Ratings
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Room
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Size
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Cleanliness
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Features
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Room Condition
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Design
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View
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Hotel facilities
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Appearance/Architecture
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Lobby Atmosphere
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General Condition
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Front Desk
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Staff (Friendliness/Service)
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Location
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Location (City)
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Transportation Connection
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Shopping Opportunities
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Cultural Opportunities
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Night Life
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Quiet Location