Palace / CastleMasada

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Masada
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Rheinland, Germany
94%
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excellent

Geschichtlich eine Pflichtveranstaltung

Wer das Tote Meer besucht, sollte auch auf jedem Fall die ehemalige Bergfestung Masada besuchen, nicht nur aus geschichtlicher Sicht. Sehr gut zu erreichen mit dem Linienbus aus Jerusalem und Ein Bokek. In der Nähe der Bushaltestelle befindet sich die Talstation der Kabinenseilbahn zur Festung.

Wir nutzen einen anderen Weg nach Masada, nämlich mit dem Fahrzeug eines Fremdenführers über Arad zum rückwärtigen Teil der Bergfestung. Diesen Weg nutzten wir, da wir nach der Besichtung noch die Lichtshow sehen wollten, welche sich hinter der Bergfestung befindet.

Die Fahrt von Arad dauert rund 45 Minuten und hatte einen entscheidenden Vorteil, wir kamen am späten Nachmittag an und die Anlage war für normale Besucher bereits geschlossen. Weiterhin sah man einiges von der unwirklichen Landschaft, aufgelockert durch eine vorbeiziehende Oase.


Da es auf dieser Seite der Bergfestung keine Seilbahn gibt, gingen wir den von den Römern aufgeschütteten Erdwall hoch. Von unten ist der riesige, allein stehende Berg schon ein Erlebnis, denn oben sieht man noch die Reste der Festung. Fast unvorstellbar, dass damals die Römer diesen mühsamen Weg gingen und eine Rampe aufgeschüttet haben, um in die Festung zu gelangen. Wie kann man sich das vom Höhenunterschied ungefähr vorstellen? Stellt Euch vor Helgoland wäre mind. doppelt so hoch und von der Seeseite schüttet jemand eine Rampe bis zum Rand auf, Wahnsinn oder?

Oben angekommen war ich etwas enttäuscht, denn es ist leider nicht viel übriggeblieben, von der bekannten und geschichtlich wichtigen Bergfestung. Einzelne Ruinen und einige Räume. Sehr anschaulich wurde uns der ehemalige Aufbau anhand eines Modells erklärt. Leider war zusätzlich ein Teil der Anlage wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Teilweise waren noch Mosaike auf dem Boden erhalten und man konnte so erahnen welche Mühe sich die Erbauer machten.

Sehr interessant fand ich das System der Wasserspeicherung der Festung, welches noch teilweise vorhanden ist. Wie ideenreich und geschickt die damaligen Baumeister schon gewesen sind. Bedenkt man, dass es sich um einen alleinstehenden großen Felsen am Rand des Toten Meeres handelt und die Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln gesichert sein musste. Die abschließende Belagerung dauerte ja mehr als ein Jahr und alle Vorräte waren oben gespeichert.

Das Tote Meer kann bei gutem Wetter von oben bestaunt werden, da die Weitsicht natürlich aufgrund der Höhe wunderbar ist. Das müssen auch die Erbauer gedacht haben, aus Angst vor den Feinden. Als dann noch die Sonne über den Bergen unterging kamen wir alle aus dem Staunen nicht mehr raus. Nach ca. 90 Minuten auf dem Berg gingen wir langsam wieder nach unten, wo einige Zeit später die Lichtshow begann.

Bei dieser wird die Geschichte von Masada erzählt, zusammen mit Lichteffekten. Die Ruinen der Festung werden dabei in Szene gesetzt und da man sich bei vollkommener Dunkelheit am Fuß der Bergfestung auf einer Tribüne befindet, kommt man sich selber vor wie ein Römer aus der damaligen Zeit.
Als Highlight würde ich die Lichtshow jedoch nicht bezeichnen, eher als gute Unterhaltung nach der Besichtigung und Crashkurs in Geschichte.

Kleiner Tipp vom mir: Sprecht mit den diversen Reiseführern und sagt das ihr beides besuchen wollt. Erst die Festung und dann die Lichtshow. Wir fragten unseren Reiseführer auch und waren schließlich die ersten Touristen, mit denen diese Kombiveranstaltung durchgeführt wurde. Auch unser Reiseführer war anschließend begeistert und sicherte anschließend zu, diese Tour künftig weiter anzubieten. Für dieses Kombipaket zahlten wir glaube ich ca. 20-30,-€, bei 6 Teilnehmern. Dauer insgesamt ca. 8 Stunden. Ein sehr gutes Preis- und Leistungsverhältnis, handelt es sich doch um eines der wichtigsten Baudenkmäler in Israel.

  • 100/100
    Accessibility
  • 100/100
    "Must See"-Factor
  • 80/100
    Budget Friendliness
  • 100/100
    Architecture
  • 50/100
    Condition
  • 100/100
    Historical Significance

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