Anreise und Lage
Das Hotel Lot liegt im Ort Ein Bokek, direkt an der Lagune des toten Meeres in Israel. Der Internationale Flughafen in Tel Aviv ist ca. 2 Autostunden entfernt und mit der Buchung des Hotels über einen Reiseveranstalter ist auch der kostenlose Transfer gewährleistet. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit das sehr gut ausgebaute Linienbusnetz zu nutzen. Die Bushaltestelle befindet sich direkt vor der dem Hotel und es halten u.a. die Linien nach Eilat, Ein Gedi, Jerusalem und Arad.
Die Straße vor dem Hotel wir wenig benutzt, da der Ort über eine Ungehungsstraße verfügt und nur Gäste und Besucher in den Hotelort gelangen. Ein vorgelagerter Sicherheitspunkt sorgt für die nötigen Kontrollen.
Zimmer
Neben dem Standartdoppelzimmer, welches eine Wohnraumgröße von ca. 10qm besitzt, kann man auch ein Familienzimmer mit Zustellbett oder Durchgangstür buchen. Für Allergiker stehen auf Wunsch extra Räume zur Verfügung. Das besagte Doppelzimmer besitzt eine individuelle Klimaanlage und Heizung, welche jedoch nicht die eingestellte Temperatur hält. Selbst wenn man nur 10 Grad einstellt, liegt die Raumtemperatur bei ca. 22-24 Grad.
Die beiden Betten können bei Bedarf auseinander gezogen werden, so dass zwei Einzelbetten zur Verfügung stehen. Der Einbauschrank mit kostenlosem Safe bietet genügend Staufläche für zwei Personen und auch an Kleiderbügeln mangelte es nicht.
Anders sieht es mit den Koffern aus, denn die Kofferablage nimmt nur einen auf, worauf man die weiteren Gepäckstücke unter den Schreibtisch stellen muss. Jetzt merkt man auch, dass der Wohnraum etwas großzügiger ausfallen sollte.
Der Zimmerkühlschrank kann nicht als Minibar genutzt werden und steht daher zur freien Verfügung. Er ist mehr als ausreichend groß und es passen genau 24 x 0,5 Liter Dosen Bier hinein. Überdurchschnittlich fällt auch die Fernsehgröße aus. Neben den Landesprogrammen stehen auch RTL, SAT1 und 3 SAT als deutschsprachige Sender zur Verfügung. Zwei Radioprogramme sind ebenfalls über den Fernseher ansteuerbar.
Das Badezimmer empfand ich als ausreichend groß, nur die Eingangsschiebetür wirkte ungewöhnlich auf mich. Die Badewanne mit extra Duschstange erfüllte ihren Zweck und in Punkto Sauberkeit gab es keinen Grund zur Klage. Insgesamt wirkte das Badezimmer jedoch etwas Renovierungsbedürftig, schaute man genauer auf die Fliesenfugen und den Putz der Decke.
Allgemein kann man sagen, dass sich mein Zimmer (939) in einem guten Zustand befand und mich persönlich nur der Teppichboden störte, welcher übrigens im Januar 2006 erneuert werden soll. Vernünftiger wäre es, jedes Zimmer mit Bodenfliesen zu versehen, um den Kuransprüchen zu genügen. Ebenfalls im Januar 2006 erhalten die Zimmer einen Balkon, was den Aufenthalt gemütlicher werden lässt.
Allgemeine Hoteleinrichtungen
Für mich waren der eigene Hotelstrand und das Dachsolarium am wichtigsten. Unter einem Dachsolarium verstehen sich nach Geschlechtern abgetrennte Bereiche, wo man hüllenlos die Sonne genießen kann. Für Paare oder Familien gibt es einen extra Familienbereich.
Alle 3 Solarien sind mehr als ausreichend groß und erstrecken sich insgesamt über das ganze Hoteldach und verfügen über jeweils eine Dusche und Toilette. Liegen gibt es mehr als genug und gegen die Hitze schützen bewegliche Ventilatoren. Auch Schattenplätze stehen zur Verfügung, wie auch Plätze geringerer Bestrahlung. Positiv wirkt sich hier die Lage des Hotels aus, denn wenn alle anderen Hotels im Ort schon im Schatten liegen, genießt man auf dem Dach des Lot noch bis zu 2 Stunden Sonne mehr.
Handtücher, Auflagen für die Liegen und kostenlose Wasserspender stehen in mehr als ausreichender Anzahl zur Verfügung. Private Handtücher oder Strandlaken kann man getrost zuhause lassen. Auf jeder Zimmeretage (5 Stück), in den Solarien und an weiteren Plätzen, stehen die gekühlten Wasserspender.
Insgesamt 3 Fahrstühle dienen dem Transport der Hotelgäste, wobei einer am Schabat abgestellt wird. Nur selten kommt es zu Stauungen vor den Fahrtstühlen.
Der Fitnessraum befindet sich im Spa- und Wellnessbereich und er verfügt über Fahrräder, zwei Laufbänder und diverse Muskelmaschinen. Leider ist er fensterlos, so dass man auf den Fernseher angewiesen ist. Weiterhin gibt es zwei kleinere Saunen, zwei Whirlpools und ein Hallenbad mit Wasser aus dem toten Meer. Massagen und diverse Beautyanwendungen werden ebenfalls angeboten.
Insgesamt gibt es zwei Außenpools, wobei einer überdacht und abgezäunt den Kindern dient. Neben diesem Kinderpool gibt es auch einen größeren Spielplatz mit Hüpfburg, ebenfalls durch ein Zelt vor der Sonne geschützt. Das Volleyballfeld bildet dann den Abschluss.
Der Hotelstrand hat eine Breite von ca. 200-300 Metern und bietet diverse Schattenplätze. Liegen stehen ausreichend zur Verfügung, wie auch Stühle. Eine künstliche Insel reicht 20-30 Meter ins Meer hinein und dient als zusätzliche Schattenoase. Im Wasser wurde an gebrechliche Gäste gedacht, denn zwei Geländer dienen als Einstiegshilfe bis zu einem künstlichen Schattenpils im Wasser.
Der normale Weg über den Strand ist jedoch auch sehr gut zu bestreiten und ohne Probleme gelangt man ins Meer und kann die Schwerelosigkeit genießen. Das Wasser ist sehr sauber, doch könnte auf dem Strand häufiger mal gehakt werden.
Die Badefreuden werden von einem hoteleigenen Bademeister überwacht. Wer sich unten diesen Beschreibungen nichts vorstellen kann, dem empfehle ich einen Blick auf die Hotelbilder zu werfen.
Zu erwähnen ist jetzt noch das wichtigste im Hotel, das Deutsche Medizinische Zentrum, welches als Anlaufstelle für Reha Patienten dient. Dieses befindet sich im unteren Bereich des Hotels und erspart dem Hotelgast lästige Gänge durch die heiße Sonne.
Die Hotelanlage als solches wirkt sehr gepflegt und erstrahlt trotz der Wüstenlage in einem schönen Grün. Da auch Katzen und Vögel gerne aus dem Pool trinken, kann die Wasserqualität nicht schlecht sein.
Essen und Trinken
Insgesamt gibt es 3 Bars (Poolbar-Desperado, Lobbybar und die Bar im 5 Stock) und alle schließen um 24h. Die Preise sind sehr human, denn wenn man sich die Getränke oder Snacks auf die Hotelrechnung schreiben lässt, entfällt die Mehrwertsteuer für Touristen. Die Preise bewegten sich während meines Aufenthaltes wie folgt:
Carlsberg Bier 0,5 Liter vom Fass: 14 NIS (2,15 Euro), Weihenstephan vom Fass 0,5 Liter: 18 NIS, Grapefruitsaft 0,5 Liter 10 NIS, Wasser 0,5 Liter 8 NIS, Pina Colada 20 NIS, Pommes 15 NIS, Sandwich 12 NIS.
Insgesamt ein sehr gutes Preis- Leistungsverhätnis.
Internetfreunde kommen in der Desperadobar auf ihre Kosten, denn dort findet man zwei Internetrechner. Preis: 1 Stunde 30 NIS
Weiterhin befinden sich dort zwei Billardtische, wobei ein Spiel 10 NIS kostet.
Der große Speisesaal grenzt unmittelbar an die Lobby und bietet wie alle israelischen Hotels nur koschere Speisen an. Bis auf den jüdischen Sonntag, den Schabat (von Freitag Sonnenuntergang bis Samstag Sonnenuntergang) ist die Speisenauswahl am Abend sehr groß. In der Regel stehen 4-5 Hauptgerichte zur Verfügung, eine große Salatbar, Süßspeisen und Kuchentheke, sowie Suppen. Alles natürlich in Buffetform. Am Schabat ist das Angebot etwas geringer, da an diesem Tag nicht gekocht werden darf, sondern alles Warmgehalten werden muss, was zuvor gekocht wurde. Dies merkt man besonders beim Frühstück, wo sogar der Toaster fehlt, weil das Bedienen dieses Gerätes Arbeit für die Gläubigen bedeutet. Als Wurstesser fehlte mir diese natürlich beim Frühstück und 5 Wochen ließen mich Heißhungerattacken spüren.
Doch dem Nörgler sei gesagt, dass Essen im Lot wurde in diesem Jahr erneut durch das Gesundheitsministerium ausgezeichnet und gehört zu den Besten am Ort.
Service und Personal
Deutschen Gästen steht eine Gästebetreuerin zur Verfügung, welche sich um alle Belange und Sorgen kümmert. Äußerst Freundlich und zuvorkommend behebt sie Probleme sofort. Diese Freundlichkeit scheint ansteckend, denn das ganze Personal kann ich nur als sehr freundlich und hilfsbereit bezeichnen. Durch den Speisesaal schwirren fleißige Mitarbeiter und räumen stetig die Tische ab oder fragen nach Getränkewünschen. Die Mädels an den Bars sind auf Draht und verfügen über ein nettes Dauergrinsen. Ich glaube Insgesamt geht es nicht besser. Als Kommunikationssprache gegenüber dem Servicepersonal wählt man englisch oder russisch.
Hotelgäste
Das Lot wird von den deutschen Reha-Gästen sehr gerne aufgesucht und besucht, weil das Hotel eine familiäre Atmosphäre ausstrahlt. Ansonsten finden sich Kurgäste aus der ganzen Welt wieder, sowie an den Wochenenden Israelis und aus Russland immigrierte Juden. Mittlerweile besteht die israelische Bevölkerung aus ca. Ein Sechstel Mitbürgern russischer Abstammung. Als kleiner Tipp, schaut ihnen besser nicht beim Essen zu.
Die deutschen finden schnell zueinander, alleine schon wegen den Solarien. Erfahrungen und Tipps werden ausgetauscht und Abends trifft man sich zum Bier, nach getaner Arbeit in der Sonne.
Nightlife
Ein richtiges Nachtleben gibt es in Ein Bokek nicht. Die Hotelbars schließen in der Regel gegen 24h, da die Hotelangestellten den letzten Linienbus um 00:30h nehmen müssen. Privaten Wohnraum gibt es in Ein Bokek nämlich nicht. In der Zeit von September bis Oktober haben die Diskos im Gardens Hotel und im Golden Tulip nur freitags geöffnet. Unabhängig von den Besuchern schließen sie gegen 3h.
Direkt neben dem Hotel Lot befindet sich Samy´s Bar, The Lowest Bar on Earth, welche täglich ab 20h geöffnet hat. Wer gerne neben einem Drink noch nachts schwimmen gehen möchte, ist ideal im Taj Mahal aufgehoben. Ein Beduinenzelt in der Gartenanlage des Hotels Ein Bokek. Dort gibt es täglich eine Bauchtanzvorführung und man sitzt luftig im Freien.
Auch an Einkaufsmöglichkeiten wurden gedacht. Links und rechts vom Hotel befinden sich zwei Shoppingcenter, wobei einer sogar McDonalds beheimatet. Insgesamt reichte mir das Angebot während meines Aufenthaltes, denn im Vordergrund stand die Kur.
Sicherheit
Israel ist ein unsicheres Land? In Ein Bokek kam es noch zu keinen Anschlägen oder Ähnlichem. Die erwähnten vorgeschobenen Sicherheitsposten riegeln die Einfahrten in den Hotelort ab. Das Militär ist an fast jedem Hotel anwesend und die Polizei fährt ständig Streife. Am Eingang zur den Shoppingcentern gibt es Taschenkontrollen. Man fühlt sich also in sicheren Händen, wozu auch die ständigen Grenzflüge der Luftwaffe gehören, da Jordanien nur 7 KM entfernt ist, auf der anderen Seite des Meeres.
Abschluss
Insgesamt erlebte ich in den 5 Wochen meines Aufenthaltes sehr viel und brachte eine Menge Erfahrungen mit nach Deutschland. Neue Freunde lernte ich kennen und ich hoffe, im nächsten Jahr wieder Ein Bokek besuchen zu können, natürlich wieder im Hotel Lot.
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Features
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Room Condition
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Design
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Bed/Mattress
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View
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General hotel amenities
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Appearance/Architecture
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Lobby Atmosphere
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General Condition
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Front Desk
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Staff (Friendliness/Service)
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Variety of Restaurants
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Guests
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Medical Care
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Hotel Bar
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Pool & Outdoor Facilities
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Sports Facilities
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Spa Facilities
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Activities
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Relaxation Value
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Food Arrangement
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Range of Beverages
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Dining Area Ambiance
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Service
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Location and surroundings
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Landscape/Scenery
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Transportation Connection
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Shopping Opportunities
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Night Life
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Quiet Location
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Sports Facilities
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Beach (Size)
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Beach (Cleanliness)
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Beach (Space)
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Water Quality