Tja, wie sollte man das Taj Mahal bezeichnen? Bar und Restaurant? Ich nenne es mal Erlebnisgastronomie, denn neben Getränken und Speisen bekommt man auch sehr oft Unterhaltung geboten, wie Livemusik und Bauchtanz.
Das abendliche Leben in Ein Bokek spielt sich vorwiegend in den Bars der Hotels ab, da dort für Touristen die Getränke steuerfrei sind, wenn man sie sich auf die Zimmerrechnung schreiben lässt. Da kommt etwas Abwechslung genau richtig und diese Marktlücke konnte das Taj Mahal schließen. Ich besuchte es öfters im Oktober 2005, während meines fünfwöchigen Aufenthalts in Ein Bokek.
Der erste Besuch war gleich nach Ankunft in Ein Bokek, denn die Hotelbars hatten geschlossen und nicht nur mir war es nach einem kühlen Bier. Angelockt von der lauten Musik, welche mich an 1000 und 1 Nacht erinnerte, pilgerten wir vom Hotel Lot, über eine unbebaute Fläche auf der anderen Straßenseite, in Richtung Hotel Ein Bokek. An dessen Pool befindet sich das Taj Mahal, gut zu erkennen am großen Beduinenzelt.
Als Gast kann man den unmittelbar angrenzenden Pool des Hotels auch nachts nutzen oder sich einfach nur im Beduinenzelt lümmeln. Sitzgelegenheiten stehen genügend zur Verfügung und wenn man für den nächsten Abend einen speziellen Platz wünscht, bestellt man diesen einfach unproblematisch vor.
Eine große Getränkeauswahl, zu ortsüblichen Preisen, sowie Speisen aus dem Orient. Sehr zu empfehlen ist auch der Apfeltabak, in Verbindung mit einer Wasserpfeife.
Parkplätze gibt es vor dem Eingang genügend, auch wenn die meisten Besucher ohne Auto den Weg ins Taj Mahal finden. An manchen Abenden fragte nicht nur ich mich, woher die ganzen Leute kommen. Sicherlich liegt es auch an der guten Auswahl örtlich bekannter Künstler, welcher live auftreten. Vielleicht aber auch an der Chefin und ihrem gekonnten Bauchtanz.
Für mich stellt das Taj Mahal eine sehr gute Alternative zu den üblichen Hotelbars in Ein Bokek dar. Man sieht ein anderes Publikum und befindet sich in der Welt der Beduinen. Das Zelt ist liebevoll dekoriert und schon nach dem 2. oder 3. Besuch wird man wie ein alter Freund empfangen.
Man vermisst auch keine Klimaanlage, trotz Temperaturen von über 30 Grad um Mitternacht. Die Nähe zum Pool kühlt optisch und ein leichter Wind geht meistens auch, sehr schön.
Ich konnte insgesamt nur einen Kritikpunkt entdecken, welcher sich in der Toilettenanlage fand. Das Taj Mahal nutzt die Pool-Toilettenanlage des Hotels Ein Bokek und der Anblick der sanitären Einrichtungen war wirklich nicht lustig.
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Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Ambiance