Walking/ Sightseeing TourThe Real Mary King´s Close > Review
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perfection!
Ein Muss für jeden Besucher der schottischen Hauptstadt!
Moin, moin,
heute steht eine weitere Touristenattraktion aus Schottland auf meiner Berichtsliste:
The Real Mary King´s Close
Die Adresse
2 Warristons Close
EH1 1PG Edinburgh
Tel: +44(8702)430160
www.realmarykingsclose.com
inforealmarykingsclose.com
Eintrittspreise/Öffnungszeiten
Öffnungszeiten:
April Oktober: Mo So 10:00 21:00 Uhr (letzte Tour)
August: Mo So 90:00 21:00 Uhr (letzte Tour)
November März: Mo So 10:00 21:00 Uhr (letzte Tour)
Eintritt:
Erwachsene: 8,50 GBP
Kinder (5-15 Jahre): 6,00 GBP
Senioren: 7,50 GBP
Studenten (ID): 7,50 GBP
Akzeptiert werden Bargeld, Checks, Master- und Visacard.
Die Lage
Diese Touristenattraktion liegt im Herzen der Stadt an der Royal Mile, Edinburghs historischer Flaniermeile, und ist somit gut erreichbar.
Sonstiges
Es ist nicht möglich, diese Sehenswürdigkeit alleine zu betreten, man muss immer eine Führung machen. Leider ist es verboten, hierbei Fotos zu machen :-(.
Mary King´s Close ist einer der Orte, die immer wieder zur Untersuchung von paranormalen Phänomenen hergenommen werden, denn hier soll es spuken (mehr dazu unten). So wurde es beispielsweise in der bekannten englischen TV-Serie The Most Haunted untersucht. Auch einige Universitäten haben hier schon Experimente und Messungen vorgenommen.
Die Geschichte
Bei dieser Attraktion handelt es sich um ein unterirdisches Gassenlabyrinth aus dem Mittelalter. Anfang des 17. Jahrhunderts war die Gegend um Mary Kings Close dicht besiedelt und man fand hier bis zu 7stöckige Häuser. Im Jahr 1645 verringerte sich die Bevölkerungsdichte allerdings drastisch durch eine starke Pestepedemie.
Einige Quellen behaupten, dass die Stadt, um den Ausbruch der Epedemie zu verhindern, beschloss, das Viertel inklusive einiger Kranker zuzumauern (ein Grund dafür, warum es hier spuken soll). Tatsächlich war es aber wohl so, dass man in der Stadt ein bewährtes Quarantäne-System hatte, bei dem die Infizierten in ihren Häusern eingesperrt und täglich mit Nahrungsmitteln, Getränken und Kohle versorgt wurden. Nachdem die Epedemie wieder abgeflaut war wurden die Körper der Toten in Stücke zerhackt und auf Wagen abtransportiert. Aufgrund von Platzmangel zogen schon wenige Zeit später neue Familien in das Viertel viele von ihnen berichteten von paranormalen Phänomenen und bald wurde allgemein bekannt, dass die Seelen der Pestopfer hier immer noch hausten.
Gegen 1750 beschloss die Stadt Edinburgh, dass die Gebäude in der Gegend ihre Schuldigkeit getan hätten und man schlug vor, hier eine Handelsbörse zu bauen, the Royal Exchange (heute: City Chambers).
Benannt wurde die Gegend übrigens nach Mary King, einer wohlhabenden Bürgersfrau, die Ende des 16. Jahrhunderts geboren wurde. Sie zog 1629 nach dem Tod ihres Mannes mit ihren vier Kindern in dieses Viertel, das bis dahin Alexander King´s Close, benannt nach einem Anwalt, der wohl nicht mit ihr verwandt war, hieß und später nach ihr benannt wurde. Daher wurden 1753 die oberen Stockwerke der Gebäude abgerissen, die unteren Teile wurden als Fundament für die Börse benutzt.
Mary King´s Close wurde im April 2003 der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.
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Und die Teile der Gebäude, die als Fundamente für die Handelsbörse benutzt wurden, kann man heute unterirdisch besuchen. Der Eingang erfolgt über ein normales Gebäude, in dem man die Tickets sowie diverse Souvenirs kaufen kann. Mit dem Tourguide kostümiert in Gewändern früherer Zeiten - steigt man nun hinab in das Edinburgh des 17. Jahrhunderts.
Unten angekommen war ich extrem überwältigt. Hier sieht man tatsächlich Straßen und Häuser mit Türen und Fenstern: alles schummerig beleuchtet, eine nahezu gespenstische Stimmung! Dennoch kann man sich vorstellten, wie es hier for gut 300 Jahren einmal ausgesehen hat. Was dabei hilft ist, dass man hier natürlich einiges dekoriert hat. So hängen zum Beispiel Wäscheleinen von Fenster zu Fenster über den Straßen und hauchen der Szenerie ein wenig Leben ein.
Der Tourguide führt einen durch die Gegend. Dabei besucht man die Häuser einiger Menschen aus unterschiedlichen Schichten, deren Geschichte dem Besucher über den Tourleiter näher gebracht werden. In einigen der Häuser empfangen den Besucher mit Puppen und Requisiten nachgestellte Szenen aus früheren Zeiten. Dazu gehören zum Besipiel der Arzt beim Krankenbesuch im Haus des Totengräbers John Craig, der der Pest bereits erlegen ist und dessen Frau und drei Söhne in unterschiedlichen Stadien infiziert sind. Verschiedene Special-Effects unterstützen die Atmosphäre so hört man z.B. das Flüstern oder Weinen von Menschen über Lautsprecher.
Der berühmteste Geist hier unten ist wohl Annie ein etwa 5 Jahre altes Mädchen, das schon von vielen Besuchern gesehen worden sein soll (mir persönlich ist sie allerdings nicht begegnet). Entdeckt wurde sie von einem Japanischen Medium beim Besuch von Mary King´s Close diese verspürte wohl plötzlich einen Gefühl von Krankheit, Hunger und Kälte und wurde dann von einer Hand berührt. Anschließend sah sie das Leben der kleinen Annie vor sich: Sie wurde von ihrer Familie an dieser Stelle zurückgelassen, um zu sterben und die dem Medium erzählt, dass sie ihre Puppe verloren hätte. Annie´s Room kann man auch besichtigen und viele Besucher sind inzwischen dazu übergegangen, an dieser Stelle Spielzeug oder Geld für Annie zurückzulassen, so dass der Raum fast wie eine Art Schrein anmutet. Diese Spenden gehen übrigens regelmäßig and schottische Kinderkrankenhäuser.
Auf der Tour durch diesen schummerigen, unterirdischen Stadtteil lernt der Besucher erstaunlich viel über die Geschichte Edinburghs, vor allem über das hiesige Leben in früheren Zeiten. Und ich kann mir persönlich keinen besseren Weg vorstellen, wie dies dem Besucher besser nahegebracht werden kann als auf diese Art!
Soweit mir bekannt ist, werden die Führungen leider nur in englischer Sprache angeboten und daher sind gute englische Grundkenntnisse wohl vonnöten, wenn man diese Tour in vollem Umfang genießen will. (Wobei zu diskutieren bleibt, wie weit einem englisch in Schottland wirklich weiterhilft...).
Fazit
Eine absolut surreale Erfahrung, auf die man auf keinen Fall verzichten sollte, wenn man in Edinburgh ist! Und vergesst nicht, ein Geschenk für Annie mitzubringen!


























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