Detailed review by Rini
Rini
Frankfurt am Main, Germany93%
Der Flughafen heisst offiziell Aéroport international Pierre-Elliott-Trudeau de Montréal. Sein offizieller IATA Code lautet YUL und er liegt in der kanadischen Provinz Québec. Es ist der drittgrösste kanadische Flughafen, nach Toronto und Vancouver. So wurde hier im Jahr 2007 über zwölf Millionen Passagiere abgefertigt.
Der Flughafen wurde in den 60er Jahren nach dem damaligen Premierminister Trudeau benannt. Davor hieß er Dorval.
Erreichen kann man von Montréal neben Zielen in Kanada und den USA auch Afrika, Südamerika und Europa. Nach Europa werden so Frankfurt, Wien, München, London, Amsterdam, Paris und Zürich angeflogen.
Das Besondere an YUL: der Flughafen hat den grössten Duty-Free Shop in Kanada und den zweitgrössten in Nordamerika. Des Weiteren ist es der einzige kanadische Airport, der eine Nonstopverbindung nach Afrika anbietet. Er hat zudem zwei Tower und ist einer der wenigen Airports, die auf den Airbus A380 eingestellt sind.
Platzhirsch ist hier natürlich Air Canada, gefolgt von WestJet und Air Transat. Aber auch Lufthansa, Swiss, Air France, British Airways, Mexicana, Olympic Airways und noch viele mehr fliegen YUL an. Hierfür stehen drei Start- und Landebahnen zur Verfügung sowie 190 Check-In Schalter und 43 Gates.
Seit 2000 wird der Flughafen modernisiert und mittlerweile sind die Umbauarbeiten fast beendet.
Zum Flughafen kommt man neben dem Auto auch mimt dem Bus, da es hier einen speziellen Aérobus gibt.
Ich habe den Flughafen bisher nur als Umsteigeflughafen benutzt und das dreimal mit Air Canada, aber bald ein viertes Mal: zuerst im Jahr 2005 auf dem Rückflug von Vancouver, der mich via Montréal nach Frankfurt und wieder weiter nach Düsseldorf führte. Dann auf dem Flug von Toronto nach Halifax und das letzte mal dann von Halifax nach Vancouver und wiederum weiter nach San Francisco. Der nächste wird dann von Halifax via YUL nach Zürich und weiter nach Düsseldorf gehen. Bisher waren alles also Inlandsflüge, bis auf den ersten, der dann international weiter ging.
Im Jahr 2005 war meine Erfahrung weniger berauschend: ich kam von einem fünfstündigen Morgenflug aus Vancouver und war schon daher müde. Weiter sollte es aber erst drei Stunden später nach Frankfurt gehen. Da das Gepäck durchgecheckt wurde, hatte ich also nichts zu tun. Ich dachte, ich müsste noch die Terminals wechseln oder so, aber es stellte sich dann heraus, dass mein Abfluggate nach Frankfurt nur zwei Gates weiter lag, was mich verwunderte, da doch normalerweise die Inlandsflüge von den Internationalen getrennt sind. Mit zwei Handgepäckstücken ist es dann auch schwierig, großartig etwas zu machen. Also bin ich einmal den Gang entlang und wieder zurück. Insgesamt war alles ziemlich trist, da dieser Gebäudeteil noch unrenoviert war. Es gab nur einen kleinen Duty-Free Shop, der natürlich keine große Auswahl hatte, so dass ich das Parfüm, was ich gesucht habe, nicht bekommen habe. Weiter konnte ich nicht gehen, da ich sonst aus dem Sicherheitsbereich heraus gewesen wäre. Somit vergingen die drei Stunden sehr langsam.
Beim Boarding wurde auch nicht wie in Deutschland mein Pass eingescannt, sondern es wurde nur kurz verglichen, ob mein Name im Pass mit dem auf dem Ticket übereinstimmt. Nach einer kurzen Enteisung (die Maschine stand schon lange und hatte sogar Eiszapfen an den Flügeln und war total eingeschneit), ging es dann zügig zur Startbahn und weiter nach Frankfurt.
Das Positive war also, dass das Umsteigen wirklich unproblematisch und sehr zügig war! Keine weiteren Kontrollen, weiten Wege o.ä.
Mein Aufenthalt auf dem Weg von Toronto nach Halifax war dann nur etwa eine Stunde. Wir kamen pünktlich an und der Weiterflug sollte auch pünktlich sein. Dieses Mal musste ich ein ganzes Stück laufen und ich war erstaunt, wie neu der Flughafen nun aussah. Es war kein Vergleich zu vorher! Es war heller, freundlicher und neuer. Es gab sogar grössere Fenster. Ich war positiv überrascht. Zudem gab es einen Tim Horton's und weitere Restaurants, sowie diverse Telefone. Auch WiFi gibt es, dieses ist jedoch kostenpflichtig.
Das Terminal ist quasi einfach ein riesiger langer Gang mit Gates an der einen Seite, daher hat man teils lange Wege. Der Hauptteil, wo ich ankam, führt dann irgendwann rechts und wieder links und man ist in einem Nebenarm, in dem nicht mehr ganz soviel los ist. Dies war die Stelle, wo ich 2005 angekommen bin und nicht in den Hauptteil kam. In Letzterem ist natürlich viel mehr los und der Gang ist auch breiter.
Das Negative: die Numerierung der Gates ist verwirrend. Die Reihenfolge stimmt nämlich nicht ganz, so dass man auf die Beschilderung achten sollte!
Es stehen viele Sitzgelegenheiten zur Verfügung und es gibt neue LCD-Bildschirme an den Gates. Die Abfertigung erfolgte sehr schnell.
Mein letztes Erlebnis im Februar war dann nicht so prickelnd: es sah aus, als würden wir von Halifax aus pünktlich starten, aber dann kam unsere Crew zu spät und der Abflug verzögerte sich weiter durch die Enteisung. Bis wir dann weit draussen an der Startbahn waren, verging weitere Zeit. Etwas Verspätung holten wir durch den kurzen Flug wieder auf, aber wir bangten trotzdem um den Weiterflug. Planmässig hatte das Boarding schon angefangen. Wir fragten den Chefsteward, was wir tun sollten. Er verwies uns an einen Mitarbeiter, der uns am Ausgang erwarten würde. Doch dann hat er sich wohl Informationen eingeholt und machte dann eine Ansage für unseren Weiterflug und gab unser Gate bekannt. Das Dumme: die Maschine von Vancouver ging von Gate 50, wir kamen aber an Gate 3 an. Das hieß, dass wir rennen mussten. Und das Terminal ist wirklich verdammt lang, denn 50 ist noch nicht das letzte Gate. Pünktlich zum Final Call erreichten wir dann die Maschine aber noch.
Die letzte Frage war: hatten unsere Koffer das geschafft? In Vancouver stellte ich heraus, dass das Team alle Arbeit geleistet hatte! Das war wirklich eine Leistung!
Alles in allem kann ich es also nur empfehlen, in Montreal umzusteigen, da man zwar ab und an längere Wege hat, aber keinen Terminalwechsel bei Air Canada, keine zusätzlichen Kontrollen (nur bei USA-Flügen), so dass es sehr angenehm ist. Es gibt diverse Möglichkeiten, Essen zu kaufen und dies auch günstig.
Pierre Elliot Trudeau International Airport Montreal9
Ratings
-
"Must See"-Factor
-
Budget Friendliness