Detailed review by astly
Vom Flughafen kommend, fällt das respekteinflößende Gebäude des Hans Plaza schon von Weitem auf: Mit 21 Stockwerken gehört es zu den höchsten Häusern am Connaught Place. Livrierte stürzen sich nach unserer Ankunft sofort auf unseren Wagen, unser Gepäck wird aus dem Kofferraum gehoben, wir werden in die Eingangshalle geführt. Man bittet uns, in einer der Sitzgruppen Platz zu nehmen, wir brauchen nicht an der Rezeption zu stehen, regeln das Einchecken im Sitzen bei einem Glas Saft.
Die Eingangshalle des 21-stöckigen Hotels ist nüchtern gehalten, sehr nüchtern sogar, funktional. Rezeption, einige Sitzecken, eine kleine Bar, Lifte. Schwarz, grau, weiß. Alles wirkt sauber, fast steril. Eben sehr nüchtern. Das Hans Plaza ist ein Boutique Hotel und verfügt über 67 Räume und 3 Suiten. 1979 erbaut, wurde es 2002 renoviert und erhielt nach der Renovierung sein derzeit so nüchternes Design.
In der 2. Etage befinden sich die Restaurants: Neben einem italienischen Restaurant ist hier das Kafa, das indische und internationale Spezialitäten anbietet und in dem auch das Frühstücksbüfett gereicht wird. Leider existiert das Restaurant im 21. Stockwerk nicht mehr und es wird derzeit in der obersten Etage gebaut. Es ist aber momentan auch Nebensaison, vielleicht ändert sich ja das wieder.
Die Übernachtung mit Frühstück kostet pro Doppelzimmer um die 120 Euro. An der Rezeption ist man freundlich, hilfsbereit, kompetent. Wechseln kann man genauso zuverlässig wie Ansichtskarten abgeben die hier abgegeben Karten sind tatsächlich als erste lange vor den anderen Karten angekommen.
Zimmer und Ausstattung
Wir haben hier zunächst das Zimmer 1703 im 17. Stockwerk bezogen, in dem wir 2 Nächte blieben, nach einer Woche Rundreise etwa verbrachten wir hier noch eine weitere Nacht in Raum 1906 im 19. Stockwerk.
Zimmer 1703 verfügte über 2 getrennt stehende Betten, ein Nachttisch mit 2 Lampen verbindet beide. Vor dem Fenster steht rechts ein Marmortischchen mit einen seeehr gemütlichen Sessel, aus dem ich am liebsten gar nicht mehr aufgestanden wäre, links vor dem Fenster befindet sich ein Schreibtisch mit Stuhl. Der Boden in der Diele besteht aus weißem Marmor mit Ornamenten, Kleiderschrank mit Nummersafe und ein Sideboard befinden sich hier. Im Bad eine Dusche und ein schwarzes Waschbecken, eingelassen in weißen Marmor.
Zimmer 1906 hingegen enthält ein Doppelbett, links vor dem Fenster ein Zweisitzersofa mit Couchtisch und rechts vor dem Fenster einen Schreibtisch und Stuhl. Das Bad ist in fliederfarbenem Marmor gehalten, in das ein goldfarbenes Waschbecken eingelassen ist, und es verfügt sogar über eine Badewanne.
Beide Räume sind recht groß und sehr geschmackvoll eingerichtet und verfügen über Minibar und Wasserkocher. Schälchen mit Pulverkaffeetütchen, Zucker, Kaffeeweißer und Teebeuteln sowie 2 Tassen mit Kaffeelöffeln stehen kostenlos zur Verfügung. Nähzeug mit Sicherheitsnadeln, Garnen, Nadeln und Schere liegt jeweils in der Schreibtischschublade. 2 Flaschen Wasser gibt es täglich kostenfrei. Am besten aber ist der Panoramablick über Delhi! Von beiden Zimmern aus hat mein eine unglaubliche Sicht!
Hand- und Badetücher wurden, wie auch Bettwäsche, täglich gewechselt.. An der Badezimmertüre befindet sich jeweils ein extra großer Spiegel, in dem man sich in voller Größe sehen kann. Für künstlich hielt ich das kleine Pflanzgesteck im Bad - als es jeden Tag gewechselt wurde, stellte ich aber fest, dass die Pflanze echt war Auf dem Waschbecken standen Schalen mit Seife, Duschgel, Bodylotion, Haarshampoo und Kosmetiktüchern, alles dezent in Schwarz-weiß gehalten. Ein Föhn fehlte selbstverständlich auch nicht. Eine Sonderheit fiel uns bald auf: Telefon war nicht nur am Bett, sondern auch im Bad neben der Toilette und dieses Telefon klingelte immer vor dem am Bett. Nicht nur in diesem Hotel, sondern in allen von uns besuchten! Und jeden Tag lag die Hindustan Times vor der Zimmertüre, eine indische Zeitung in englischer Sprache.
Mein Fazit
Ich habe irgendwo gelesen, das Hotel sei von völlig seelenloser Architektur. Nun, wenn man draußen Temperaturen von bis zu 48 ° im Schatten hat, ist man froh über nüchternen und kühlen Wohnstil wenigstens ging es mir so.
Klimaanlage und Dusche funktionierten astrein, die Matratze war jeweils hervorragend. Alles ist wirklich sauber und frisch, das Personal bemüht, einem ständig jeden Wunsch von den Augen abzulesen.
Das italienische Restaurant haben wir nicht genutzt, wohl aber das Kafa im 2. Stock und die Bar bei der Rezeption. Die Bar servierte auch leckere Kleinigkeiten wie Black Forest Cookies - jaja, eine Art Schwarzwälder Kirschkuchen -, Fruchtcremen, die sehr lecker waren, und frische Säfte.
Im Kafa haben wir jeweils zu Abend gegessen und das Frühstück eingenommen. Mittags und abends konnte man nach Karte bestellen. Die Karte war sehr umfangreich, die Portionen waren sehr groß, lecker und preisgünstig umgerechnet kostete ein Hauptgericht etwa zwischen 3,60 Euro und 6 Euro.
Morgens wird ein tolles Frühstücksbüffet aufgebaut: Neben indischem und chinesischem warmem Frühstücksbüfett mit Speisen wie gebratenen Nudeln und gebackenen Bohnen gibt es englisches und kontinentales Büffet mit gebratenem Schinken, Eiern in allen Spielarten, Wurst, Käse, Obst, mehrere arten Flakes, Toast, kleine Brötchen, Kuchen eben alles, was das Herz begehrt. An einem kleinen Stand im Frühstücksraum bereitet ein Koch auf Wunsch diverse Omelette frisch zu, man kann dabei zusehen. Kellner laufen mit Kannen voll Kaffee, Milch und Tee herum, um immer wieder nachzuschenken und der Kaffee ist tatsächlich echt gut!
Auffallend ist, dass immer extrem viel Personal da ist. Wartezeiten entstehen so fast gar nicht.
Alles wirkte immer so sauber und frisch, dass wir uns, gerade bei dem schwülen Wetter, im Hotel sehr wohl fühlten. Wir hatten nichts, aber auch gar nichts zu beanstanden. Und auch das sehr freundliche Personal gab nie Grund zu Beanstandungen.
Da ich wirklich nicht wüsste, wo ich Abstriche machen sollte, empfehle ich das Hans Plaza ohne Einschränkung
The Hans5