Detailed review by astly
Noch haben wir in Delhi etwas Zeit. Wir nehmen ein Tuktuk und lassen uns in die Altstadt bringen. Straßengewirr, zwischen den Läden und Wohnhäusern immer wieder Tempel. Menschenmengen auf der Straße, Gehupe, Geschrei. Laufen durch den Basar, wo es die skurrilsten Stände gibt wie einen, an dem gebrauchte Gebisse verkauft werden, Horoskopsteller, Numerologen; Friseure rasieren auf der Straße ihre Kunden, sogar Zähne werden hier auf der Straße gezogen
Und dann stehen wir vor dem Sikh-Tempel. Einer der Sikhs, die herumstehen, bittet uns in einen Informationsraum über die Sikh, holt einen weiteren Sikh, der wohl besser englisch spricht als er. Tee wird uns serviert und der Sikh erzählt uns über den Sikhismus, erzählt alles über ihre Religion und ihr Weltbild. Zeigt uns dann den Tempel von innen, wobei wir den Kopf bedecken müssen und die Schuhe draußen lassen.
Wir sehen den Tempel, die anschließenden Räume, die Küche: Sikh-Tempeln ist eine Küche angeschlossen, jeder, egal welcher Konfession, kann hier essen. Also auch eine Art Armenküche. Brote werden gerade gebacken, Frauen arbeiten in der Küche, auch ein Koch.
Reges Leben im Tempel selber.
Wir sind tief beeindruckt. Müssen aber langsam los zum Hotel, da wir ja noch nach Pune fliegen. Der Sikh gibt uns eine Info-Broschüre in Deutsch, mein Begleiter will ihm etwas Geld geben, aber er lehnt ab: Die ganze Welt sei Gottes Tempel, und Spenden würden woanders dringender gebraucht, wo es wirklich Elend gäbe. Ooops! Der Besuch in diesem Tempel berührt uns wirklich stark.
Der Sikh-Tempel ist wirklich ein Monument der Menschlichkeit und der Gastfreundschaft. Und gewährt gerne einen Blick in das Leben der Gläubigen. Man sollte den Tempel unbedingt besuchen, wenn man in Delhi ist.
Bangla Sahib Gurdwara10