Vor einigen Jahren war ich mit ein paar Kollegen für ein Wochenende zum Skifahren in den Alpen. Unser eigentliches Ziel war das Skigebiet von Lech/Zürs am ; dummerweise konnten wir am Sonntag dieses Skigebiet aber nicht erreichen, weil die Straße nach Zürs hoch durch einen Lawinenabgang gesperrt war.
Was tun? Wir erhielten die Meldung, daß die Straße dicht ist, als wir bereits auf der Rheintalautobahn von Bregenz, wo wir übernachtet hatten, in Richtung Arlberg unterwegs waren. Direkt an der Autobahn, bei den Ortschaf Dalaas im Klostertal, liegt das kleine Skigebiet Sonnenkopf. Also fuhren wir dorthin.
Eigentlich war der Skitag dort mehr als grässlich:
- Das Skigebiet war gnadenlos überlaufen, weil außer uns noch viele andere Skifahrern, die zum Arlberg wollten, dorthin gefahren sind.
- Die Pisten waren wegen des starken Schneefalls nicht gut präpariert, weil die Pistenraupen aufgrund der vielen Leute auf den Pisten gar nicht mehr spuren konnten.
- Das Wetter war mehr als mies: Nebel und Schneefall, so daß man kaum die Hand vor Augen sah.
- Die Hälfte der Pisten war wegen Lawinengefahr gesperrt.
Kurzum: ein mehr als besch... Skitag. :-(
Aber ich werde dennoch keine miese Meinung darüber schreiben, denn ich hatte den Einruck, daß es sich beim Sonnenkopf unter normalen Bedingungen doch um ein nettes kleines Skigebiet handeln kann.
Zuerst einmal die Fakten: Das Skigebiet erstreckt sich von 1.000 bis 2.300 m.ü.M. Von der nur wenigen Minuten von der Autobahn entfernten Talstation gelangt man mit einer modernen 8er-Gondel über eine Mittelstation hoch zur Bergstation im eigentlichen Skigebiet. Oben sorgen ein 4er-Sessel, 2 2er-Sessel und 4 Schlepper dafür, daß sich die Skifahrer auf den rund 40 km Pisten verteilen. Man findet am Sonnenkopf eigentlich nur blaue und rote Abfahrten, nur eine einzige schwere Skiroute. Insofern kann man das Gebiet schon als Anfänger-Skigebiet bezeichnen. Oberhalb der Bergstation fährt man in hochalpinem Gelände, unterhalb gibt es eine schöne lange Talabfahrt (mit Möglichkeit, an der Zwischenstation wieder in die Gondel zu steigen), die durch den Wald führt.
Wie gesagt, das Skigebiet ist nicht wirklich groß, aber ich denke, daß es für 1 oder 2 Tage durchaus ausreichend ist. Für einen längeren Skiurlaub würde ich es nicht unbedingt empfehlen, da es dann doch schnell langweilig werden kann.
Neben den eigentlichen Pisten und den Liftanlagen ist auch ansonsten die notwendige Infrastruktur vorhanden. Es gibt 2 Restaurants und 1 Schneebar im Skigebiet. An der Talstation befindet sich ein Verleih-Center, wo man nebenbei auch den Skiservice durchführen lassen kann.
Die Tageskarte kostet für Erwachsene recht günstige 31,50 EUR, für Kinder 18,50 EUR. Für 2 Tage zahlt man 54,40 bzw. 31,50 EUR.
Als Apres-Ski-Tipp ist die KELO-Bar, ein uriges Holzhaus direkt an der Talstation, zu empfehlen. Für durchaus erschwingliche Preise kann man dort nach dem Skifahren noch ein bisschen feiern.
Informationen zum Skigebiet gibt es unter www.sonnenkopf.com, zur KELO-Bar unter www.kelobar.at sowie zum Skiverleih an der Talstation unter www.milanovic.at.
Mein Fazit lautet, daß das Skigebiet Sonnenkopf ein eher kleines, für Anfänger geeignetes Skigebiet ist, welches für einen längeren Aufenthalt vermutlich weniger als für einen Kurztrip geeignet ist. Positiv zu erwähnen ist auf jeden Fall die gute Anfahrt über die unmittelbar an der Talstation vorbeiführende Autobahn Innsbruck-Bregenz.
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Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Number of Slopes
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Ski-Lodge