Museum/ Exhibition/ GalleryLouisiana Museum of Modern Art > Review
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Es ist zwar schon ein paar Jahre her, da sich das letzte Mal im Louisiana war, aber es war ein bemerkenswertes Erlebnis und wenn ich könnte, würde ich das Museum sofort wieder Besuchen!
ERREICHBARKEIT
Wir sind damals aus Kopenhagen mit einem gemieteten Bus angekommen, für den, ebenso wie für zahlreiche Pkws unzählige Parkplätze direkt vor der Haustür vorhanden sind.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, mit der Bahn oder dem öffentlichen Bus anzureisen, dabei liegt das Museum nördlich von Kopenhagen und ist im Ort ausgeschildert, so dass man es nicht verfehlen kann. Wer mit der Bahn kommt, sollte am Schalter ein Kombi-Ticket, das gleich mit für das Museum gilt, verlangen, was einem vergünstigten Eintritt gleich kommt. Der Bahnhof Humlebæk/Louisiana an sich ist etwa zehn Minuten Fußmarsch vom Museum entfernt.
BUDGET-FREUNDLICHKEIT
Wir waren damals eine Kunstkursgruppe und konnten das Museum zum ermäßigten Preis besichtigen, wie teuer das damals genau war, weiß ich leider nicht mehr. Heute zahlt man als Erwachsener 90 dkk, was ich aber in Anbetracht der Größe des Museums und der Qualität der dort ausgestellten Kunst als sehr günstig und überhaupt nicht teuer bezeichnen würde.
Die Preise in der Museumscafeteria warn typisch dänisch, also teurer als in Deutschland, aber das ist Dänemark generell alles und daher nicht als negativ zu bewerten. Das schöne ist, man kann auch einfach selber Essenssachen mitbringen und entweder im Museumspark oder auf dem Strand davor ein Picknick veranstalten, braucht also nicht unbedingt etwas in der Cafeteria zu kaufen.
ARCHITEKTUR
Die Architektur ist wirklich bemerkenswert, alle wirkt luft- und lichtdurchflutet, fast so, als wäre die Kunst um die Architektur herum entstanden. Selbst ein Treppenaufgang wird durch einen Wasserfall und Schlingpflanzen selber schon zu Kunst, und so ist es eigentlich mit allen Räumen des Museums ebenso wie mit dem Park, in dem man zahlreiche moderne Skulpturen findet, die toll in der Weite in Szene gesetzt wurden.
Teile des Museums befinden sich unterirdisch und sind trotzdem auf so geschickte Art und Weise mit natürlichem Licht versorgt, das man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt und man sich nicht unwohl fühlt, trotz dass man weiß, das sich über einem noch reichlich erde des Parks befindet.
Die Architektur des Museums ist so geschickt angeordnet, dass man ohne es wirklich zu bemerken, auf einen Rundgang geschickt wird, auf dem man neben der Kunst in den Räumlichkeiten auch immer wieder Blicke auf geschickt platzierte Kunst im Garten werfen kann.
Ursprünglich bestand das Louisiana aus einer alten Villa, die aber im Laufe der Zeit im mehr erweitert wurde und seit 1998 befindet sich das Museum im heutigen Zustand. Es gibt Räumlichkeiten, in denen die Dauerausstellungen gezeigt werden sowie Bereiche, in denen die Ausstellungen wechseln, einen Bereich für Kinder, eine Konzerthalle, das Museumscafe und einen Museumsshop.
KONZEPT
Das Museum ist ein Museum für moderne Kunst der Gegenwart. Die Dauerausstellungen zeigen dabei Exponate relevanter Künstler dieser Stilepoche, die durch wechselnde Sonderausstellungen ergänzt werden. Schön fand ich, das man keinen Audioguide brauchte, sondern bei jedem Kunstobjekt durch kleine Tafeln alles Wissenswerte wie Künstler, Titel, Entstehungsjahr und ein paar Bemerkungen dazu ganz in Ruhe lesen konnte, ohne die Wirkung der Bilder und Objekte durch Beschallung zu zerstören. Dadurch entwickelt jeder beim Rundgang eine ganz eigene Dynamik und folgt nicht wie Schafe dem Audioguide.
Schön fand ich auch die Kunst zum Anfassen und mitmachen, da das Louisiana kein steriles Museum ist und sein will, es gab zahlreiche anfass- und begehbare Installationen, die man auch erleben musste, um sie wirklich auf sich wirken zu lassen. Ein Schwerpunkt des Mitmachens liegt dabei im Kinderflügel, wo täglich verschiedene Aktivitäten für die kleinen Besucher angeboten werden, die hier auch nicht still und leise sein müssen, sondern aktiv und laut durch die Räumlichkeiten turnen können, sprich moderne Kunst auf einem äußerst positiven Weg kennen lernen können!
Außerdem bietet das Museum selbstverständlich Führungen an, die durch Seminare zu den Ausstellungen ergänzt werden.
Wir waren damals mit unseren Kunstkurslehrern da und hatten den Besuch durch Kataloge und Referate vorbereitet, weshalb wir an keiner Führung teilnahmen, sondern jeder für sich in Ruhe das Museum entdecken durfte.
EXPONATE
Bis heute ist das Louisiana mit seinen Exponaten das Museum, was mich bisher in meinem Leben am stärksten beeindruckt hat. In keinem anderen Museum fand ich bisher die Ausstellungsstücke so behutsam und geschickt in Szene gesetzt. Dabei beginnt die Ausstellung kurz nach dem 2. Weltkrieg und entwickelt sich dann bis in die heutige Zeit fort.
Wunderschön waren die Warhol-Bilder, die ich in Echt noch tausend Mal schöner fand, gleiches galt auch für die einfach nur tollen Bilder von Roy Lichtenstein. Aber auch die gezeigten Bilder dänischer Künstler sind bemerkenswert und man fragt sich beim Betrachten, warum sie einem vorher noch nicht bekannt waren. In Erstaunen haben mich damals auch die filigranen Skulpturenkunstwerke von Giacometti versetzt, denen relativ weit am Anfang zu Recht ein eigener Raum gewidmet ist. Auch deutsche Künstler wie Beuys, Max Ernst und Immendorf sind vertreten.
Dabei ist wirklich jedes Kunstwerk, das gezeigt wird, ein bemerkenswertes Exponat und einem wird ein toller Überblick über die moderne Kunst sowie ihre Entwicklung geboten.
Eigentlich kann man fast schon das gesamte Museum mit seiner Anlage als übergeordnetes Exponat bezeichnen, in dem versteckt viele kleine und große Exponate auf die Besucher warten!
BEDEUTUNG
Ich würde das Louisiana einfach mal ganz keck als das bedeutendste Museum für moderne Kunst in Nordeuropa bezeichnen, wenn nicht sogar in ganz Europa, da ich nirgendwo sonst bisher so eine breit gefächerte und abwechslungsreiche Sammlung dieser Stilart gesehen habe.
Sonst liegt der Schwerpunkt häufig auf ein oder zwei großen Künstlern und vom Rest gibt es ein Bild oder eine Skulptur, hier ist aber alles irgendwie größer und mehr, eben einfach bemerkenswert! Auch der Stellenwert der Ausstellungsstücke ist einzigartig hoch bei der Menge, denkt man doch wirklich häufig, huch, das kenne ich!
MUSS MAN GESEHEN HABEN
Als Fan moderner Kunst sollte man in seinem Leben wenigstens einmal dieses wirklich wunderbare Museum besichtigt haben. Für mich war es, als würde ich beim gesamten Rundgang aus dem Staunen und Bewundern gar nicht mehr herauskommen und man ist gespannt, was einen in jedem weiteren Raum erwartet. Dabei ist alles so fesselnd, das man gar nicht merkt, wie groß das Museum und wie wirklich lang der Rundgang durch die Ausstellungen ist.
Und selbst, wer bisher keinen großen gefallen an der Moderne gefunden hat, läuft in Gefahr hier dank der einzigartigen Gestaltung der Räume und Exponate sich nicht länger einem gewissen Reiz entziehen zu können.
Ich hoffe, das ich es bald wieder schaffe, das Louisiana zu besuchen und sollte dies im Sommer der Falls ein, dann wird eich auch einen Badeanzug mit einpacken, kann man doch den trockenen Besuch der Kunst mit einem kleinen Bad in der Ostsee kombinieren und hinterher weiter durch die Hallen schreiten!
ERREICHBARKEIT
Wir sind damals aus Kopenhagen mit einem gemieteten Bus angekommen, für den, ebenso wie für zahlreiche Pkws unzählige Parkplätze direkt vor der Haustür vorhanden sind.
Es gibt aber auch die Möglichkeit, mit der Bahn oder dem öffentlichen Bus anzureisen, dabei liegt das Museum nördlich von Kopenhagen und ist im Ort ausgeschildert, so dass man es nicht verfehlen kann. Wer mit der Bahn kommt, sollte am Schalter ein Kombi-Ticket, das gleich mit für das Museum gilt, verlangen, was einem vergünstigten Eintritt gleich kommt. Der Bahnhof Humlebæk/Louisiana an sich ist etwa zehn Minuten Fußmarsch vom Museum entfernt.
BUDGET-FREUNDLICHKEIT
Wir waren damals eine Kunstkursgruppe und konnten das Museum zum ermäßigten Preis besichtigen, wie teuer das damals genau war, weiß ich leider nicht mehr. Heute zahlt man als Erwachsener 90 dkk, was ich aber in Anbetracht der Größe des Museums und der Qualität der dort ausgestellten Kunst als sehr günstig und überhaupt nicht teuer bezeichnen würde.
Die Preise in der Museumscafeteria warn typisch dänisch, also teurer als in Deutschland, aber das ist Dänemark generell alles und daher nicht als negativ zu bewerten. Das schöne ist, man kann auch einfach selber Essenssachen mitbringen und entweder im Museumspark oder auf dem Strand davor ein Picknick veranstalten, braucht also nicht unbedingt etwas in der Cafeteria zu kaufen.
ARCHITEKTUR
Die Architektur ist wirklich bemerkenswert, alle wirkt luft- und lichtdurchflutet, fast so, als wäre die Kunst um die Architektur herum entstanden. Selbst ein Treppenaufgang wird durch einen Wasserfall und Schlingpflanzen selber schon zu Kunst, und so ist es eigentlich mit allen Räumen des Museums ebenso wie mit dem Park, in dem man zahlreiche moderne Skulpturen findet, die toll in der Weite in Szene gesetzt wurden.
Teile des Museums befinden sich unterirdisch und sind trotzdem auf so geschickte Art und Weise mit natürlichem Licht versorgt, das man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt und man sich nicht unwohl fühlt, trotz dass man weiß, das sich über einem noch reichlich erde des Parks befindet.
Die Architektur des Museums ist so geschickt angeordnet, dass man ohne es wirklich zu bemerken, auf einen Rundgang geschickt wird, auf dem man neben der Kunst in den Räumlichkeiten auch immer wieder Blicke auf geschickt platzierte Kunst im Garten werfen kann.
Ursprünglich bestand das Louisiana aus einer alten Villa, die aber im Laufe der Zeit im mehr erweitert wurde und seit 1998 befindet sich das Museum im heutigen Zustand. Es gibt Räumlichkeiten, in denen die Dauerausstellungen gezeigt werden sowie Bereiche, in denen die Ausstellungen wechseln, einen Bereich für Kinder, eine Konzerthalle, das Museumscafe und einen Museumsshop.
KONZEPT
Das Museum ist ein Museum für moderne Kunst der Gegenwart. Die Dauerausstellungen zeigen dabei Exponate relevanter Künstler dieser Stilepoche, die durch wechselnde Sonderausstellungen ergänzt werden. Schön fand ich, das man keinen Audioguide brauchte, sondern bei jedem Kunstobjekt durch kleine Tafeln alles Wissenswerte wie Künstler, Titel, Entstehungsjahr und ein paar Bemerkungen dazu ganz in Ruhe lesen konnte, ohne die Wirkung der Bilder und Objekte durch Beschallung zu zerstören. Dadurch entwickelt jeder beim Rundgang eine ganz eigene Dynamik und folgt nicht wie Schafe dem Audioguide.
Schön fand ich auch die Kunst zum Anfassen und mitmachen, da das Louisiana kein steriles Museum ist und sein will, es gab zahlreiche anfass- und begehbare Installationen, die man auch erleben musste, um sie wirklich auf sich wirken zu lassen. Ein Schwerpunkt des Mitmachens liegt dabei im Kinderflügel, wo täglich verschiedene Aktivitäten für die kleinen Besucher angeboten werden, die hier auch nicht still und leise sein müssen, sondern aktiv und laut durch die Räumlichkeiten turnen können, sprich moderne Kunst auf einem äußerst positiven Weg kennen lernen können!
Außerdem bietet das Museum selbstverständlich Führungen an, die durch Seminare zu den Ausstellungen ergänzt werden.
Wir waren damals mit unseren Kunstkurslehrern da und hatten den Besuch durch Kataloge und Referate vorbereitet, weshalb wir an keiner Führung teilnahmen, sondern jeder für sich in Ruhe das Museum entdecken durfte.
EXPONATE
Bis heute ist das Louisiana mit seinen Exponaten das Museum, was mich bisher in meinem Leben am stärksten beeindruckt hat. In keinem anderen Museum fand ich bisher die Ausstellungsstücke so behutsam und geschickt in Szene gesetzt. Dabei beginnt die Ausstellung kurz nach dem 2. Weltkrieg und entwickelt sich dann bis in die heutige Zeit fort.
Wunderschön waren die Warhol-Bilder, die ich in Echt noch tausend Mal schöner fand, gleiches galt auch für die einfach nur tollen Bilder von Roy Lichtenstein. Aber auch die gezeigten Bilder dänischer Künstler sind bemerkenswert und man fragt sich beim Betrachten, warum sie einem vorher noch nicht bekannt waren. In Erstaunen haben mich damals auch die filigranen Skulpturenkunstwerke von Giacometti versetzt, denen relativ weit am Anfang zu Recht ein eigener Raum gewidmet ist. Auch deutsche Künstler wie Beuys, Max Ernst und Immendorf sind vertreten.
Dabei ist wirklich jedes Kunstwerk, das gezeigt wird, ein bemerkenswertes Exponat und einem wird ein toller Überblick über die moderne Kunst sowie ihre Entwicklung geboten.
Eigentlich kann man fast schon das gesamte Museum mit seiner Anlage als übergeordnetes Exponat bezeichnen, in dem versteckt viele kleine und große Exponate auf die Besucher warten!
BEDEUTUNG
Ich würde das Louisiana einfach mal ganz keck als das bedeutendste Museum für moderne Kunst in Nordeuropa bezeichnen, wenn nicht sogar in ganz Europa, da ich nirgendwo sonst bisher so eine breit gefächerte und abwechslungsreiche Sammlung dieser Stilart gesehen habe.
Sonst liegt der Schwerpunkt häufig auf ein oder zwei großen Künstlern und vom Rest gibt es ein Bild oder eine Skulptur, hier ist aber alles irgendwie größer und mehr, eben einfach bemerkenswert! Auch der Stellenwert der Ausstellungsstücke ist einzigartig hoch bei der Menge, denkt man doch wirklich häufig, huch, das kenne ich!
MUSS MAN GESEHEN HABEN
Als Fan moderner Kunst sollte man in seinem Leben wenigstens einmal dieses wirklich wunderbare Museum besichtigt haben. Für mich war es, als würde ich beim gesamten Rundgang aus dem Staunen und Bewundern gar nicht mehr herauskommen und man ist gespannt, was einen in jedem weiteren Raum erwartet. Dabei ist alles so fesselnd, das man gar nicht merkt, wie groß das Museum und wie wirklich lang der Rundgang durch die Ausstellungen ist.
Und selbst, wer bisher keinen großen gefallen an der Moderne gefunden hat, läuft in Gefahr hier dank der einzigartigen Gestaltung der Räume und Exponate sich nicht länger einem gewissen Reiz entziehen zu können.
Ich hoffe, das ich es bald wieder schaffe, das Louisiana zu besuchen und sollte dies im Sommer der Falls ein, dann wird eich auch einen Badeanzug mit einpacken, kann man doch den trockenen Besuch der Kunst mit einem kleinen Bad in der Ostsee kombinieren und hinterher weiter durch die Hallen schreiten!







































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