HotelHersonissos Palace

87 out of 100 (3 Sources)
You can change the rating with a click
Hersonissos Palace
Sophrolaeliocattleya
Sophrolaeliocattleya (34)
F., Germany
93%
very good

Nur schlafen oder wohnen?

Travel date: May 2002
Beach holiday
Half board
10-14 days
Spouse/Partner
[Sophrolaeliocattleya, 17.01.2005] Die Buchung:

Ausgewählt hatten wir das Hotels aufgrund eines ansprechenden Fotos in einem Neckermann-Reiseprospekt, allerdings war uns natürlich klar, dass einige Bilder dieser Kataloge nicht halten was sie versprechen, nichtsdestotrotz muss man ja manchmal im Leben Vertrauen haben, einfach weil man ja sonst kein weiteres Entscheidungskriterium hat. In der Beschreibung wurde vollmundig versprochen, dass das Hotel sich in unmittelbarer Strand- und Stadtzentrumsnähe befände. Hat eigentlich jemand schon einmal etwas anderes in einem Reisekatalog gelesen? Das Hotel hat 4 Sterne. Der Preis betrug für zwei Wochen auf Kreta im Mai ab Basel pro Person mit Frühbucherabatt 800 Euro, ich denke das ist üblich, da ich kaum Angebote gesehen habe die billiger waren.

Das Hotel:

Nach einem unstressigen Flug und einer einstündigen Busfahrt von Heaklion aus wurden wir an unserem Hotel abgeladen. Von außen wirkte es wie ein typischer Betonbunker auf einer Ferieninsel und ich war etwas enttäuscht, hoffte aber zumindest auf ein Zimmer mit Meeresblick, da ich in meinen bisherigen Urlauben leider immer nur Hinterhöfe in verschiedenen Variationen zu Gesicht bekommen hatte. Die mit Marmorfußboden und eleganten Sesseln ausgestattete Rezeption befindet sich im zweiten Stock des Hauptteils und war schnell von uns gefunden, das Aushändigen des Schlüssels funktionierte reibungslos, die Essenszeiten wurden uns freundlich mitgeteilt und sogar auf einen Zettel notiert (Frühstück von 7.00 Uhr-9.30 Uhr und Abendbuffet von 18.30 Uhr bis 21 Uhr). Ein Hotelpage schnappte sich unsere Koffer und brachte uns zu unserem Zimmer, dass sich nicht im Hauptteil des Hotels befand, sondern in einem etwa 100 m entferntem Nebengebäude. Das Zimmer war im dritten Stock, natürlich gab es auch hier einen Aufzug der allerdings ziemlich rumpelte, aber nach zwei Wochen hatte man sich dran gewöhnt und realisierte dieses am Anfang beunruhigende Geräusch kaum mehr.

Als wir ins Zimmer eintraten, war ich erst mal baff, es war wirklich schön ausgestattet und vor allem geräumig. Der Page erklärte uns kurz noch die Bedienung der Klimaanlage und verschwand. Meine Blicke wanderten umher und entdeckten einen großen Schrank mit Innentresor (diesen konnte man an der Rezeption mieten, der Preis war recht hoch, er betrug 25 Euro für zwei Wochen), einen Fernseher (hier stellt e sich später heraus dass man als deutsches Programm nur RTL empfangen konnte, wer kann es uns verdenken, dass wir da lieber BBC oder einen polnischen Sender schauten, dieser hatte einen überraschend hohen Unterhaltungswert) einen Radio und ein Telefon, ein großes Bett, hier stellte sich aber später leider heraus, es waren zwei zusammengeschobene Betten, mit dünner Bettdecke und zwei Nachttischchen, einen Stuhl sowie Schreibtisch und die obligatorische Minibar, ein nettes Bild an der Wand rundete das angenehme Ambiente ab.

Das Bad hatte einen Riesenspiegel, einen integrierten Fön sowie eine Badewanne und war weiß gekachelt, die Lampen waren ziemlich grell, im Badezimmer sicherlich nicht unbedingt ein Nachteil.

Wermutstropfen waren der Balkon, der auf den Hinterhof zeigte, von Meer keine Spur weit und breit, dafür konnte man in die Hotelzimmer anderer einen Blick werfen, etwas worauf ich persönlich eher weniger Wert lege. Außerdem befand sich sehr viel Staub im Zimmer, vor allem unter dem Bett.

Der Zimmerservice:

Es wurde jeden Tag geputzt und aufgeräumt, wenn auch nur sehr oberflächlich, die Bettwäsche wurde jeden zweiten Tag gewechselt. Frische Handtücher gab es selbstverständlich jeden Tag. Alles in allem zufriedenstellend, unsere Bedürfnisse wurden befriedigt aber herausragend war der Service nicht..

Die Lage:

Tatsächlich lag das Hotel mitten im Zentrum von Chersonnisos, dieses war läppische drei Minuten zu Fuß entfernt , trotzdem war es dort angenehm ruhig und auch ein Strand war nicht weit weg, diesen haben wir allerdings nie besucht, da er uns zu klein und überfüllt war und wir ja schließlich auch etwas von der Insel sehen wollte.

Frühstück und Abendessen:

Der Speisesaal der sich im Hauptgebäude befand war riesig, trotzdem gab es Gott sei Dank keine typische Kantinenatmosphäre wie das in einigen Hotels ja durchaus üblich ist.

Das Frühstücksbüffet war enorm, von Wurst, Rühreiern und Käse bis zu frischem Obst und mehreren Müslisorten war wirklich alles geboten, die Sachen waren immer absolut frisch. Auch optisch machte das vielfältige Buffett einiges her und der absolute Hammer war der Kaffee, der von überaus netten und zuvorkommenden Kellnern serviert wurde, er schmeckte himmlisch und hatte echte Wachmacherqualitäten. Zu trinken gab es den landesüblichen Orangensirup, sicherlich nicht nach jedermanns Geschmack, nach meinem übrigens auch nicht, frischgepressten Orangensaft musste man mit 2 Euro extra bezahlen, dies hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, da die kretischen Orangen ein sehr vollmundiges Aroma besitzen.

Das allerbeste war aber auf jeden Fall das Abendessen, das wir übrigens nur drei Mal widerwillig ausfallen ließen, weil wir unterwegs waren. Für eine Vegetarierin wie mich war es das Paradies. Kartoffeln, Nudeln, Reis, Suppen, Salate, Schafskäse, Gemüse en masse und für griechische Verhältnisse wenig Fleisch, alles absolut wohlschmeckend zubereitet. Die Dessert (oft etwas mit Blätterteig oder kleine Cremetörtchen) verführten mich jeden Abend zu Nachschlag und ich denke zwei Kilo Gewichtszunahme in einem zweiwöchigen Urlaub sprechen eine deutliche Sprache. Wasser und Wein mussten natürlich extra bezahlt werden, eine Flasche eines mittelmäßigen Weißweines kostete allerdings stolze 18 Euro, wir tranken abends meist das griechische Bier Mythos, dieses war schmackhaft, bekömmlich und vor allem bezahlbar.

Pools und Fitnessraum:

In unserem Nebengebäude befand sich eine Art Miniplanschbecken, das trotzdem regelmäßig mit sich auf Liegestühlen sonnenden Menschen umzingelt war, der Pool im Hauptteil war recht groß, es gab sogar eine Poolbar. Der Fitnessraum im Untergeschoss des Hotels war mit einigen Geräten, Hanteln sowie Fahrrädern ausgestattet, wir haben ihn allerdings nie benutzt, da wir lieber draußen Sport gemacht haben, z.B. sind wir im Meer geschwommen, am Strand bei Sonnenuntergang entlang gejoggt und einige Male Fahrrad gefahren.

  • 74/100
    General hotel amenities [more]
  • 80/100
    Appearance/Architecture
  • 80/100
    Lobby Atmosphere
  • 94/100
    Food & Beverages [more]
  • 100/100
    Food Variety
  • 100/100
    Food Quality
  • 84/100
    Location and surroundings [more]
  • 80/100
    Landscape/Scenery
  • 90/100
    Transportation Connection

    Do you think this review is helpful?

    Comments to this review

    You can leave comments to the author or the photographer. Do you like what you see? Do you have more questions? He/she looks forward to your message.