Detailed review by Iloenchen
An meinem letzten Tag in Kapstadt hatte ich noch viel Zeit und nichts geplant. Ich lief mehr oder weniger ziellos durch die Stadt, und stolperte dabei über das District Six Museum. Ein Blick in den Reiseführer überzeugte mich, dass ein Besuch lohnenswert sein würde.
Ich gestehe ganz ehrlich, dass ich bis zu meinem Besuch im District Six Museum nicht viel über den Stadtteil wusste. Umso mehr hat mich die Ausstellung begeistert, die mir auch ohne Vorkenntnisse die Geschichte des District Six nähergebracht hat. 60.000 Menschen wurden in den 60er und 70er Jahren zwangsumgesiedelt. Das Museum hat Fotos, Zeitungsausschnitte und Berichte von Zeitzeugen gesammelt. Besonders letztere haben mir sehr gut gefallen, da ich so am besten verstehen konnte, was passiert war.
Zudem gibt es Nachbildungen von Gebäuden des District Six, die den Rundgang auflockern.
Ich bin froh, durch Zufall auf das District Six Museum gestoßen zu sein.
District Six Museum9
Ratings
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Architecture
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Concept
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Exhibits
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Relevance
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Muss man gesehen haben: Wer sich auch nur im Geringsten für die Geschichte Südafrikas interessiert, wird sich hier wohlfühlen. Das District Six Museum ist ein wunderbarer Platz, um das Schicksal der Zwangsumgesiedelten nachzuvollziehen, und über die Ungerechtigkeit zu lernen, die den Menschen wiederfahren ist.
Budget-Freundlichkeit: Wenn ich mich richtig erinnere, hat der Eintritt 15 Rand gekostet. Teuer fand ich das nicht für das Museum.
Architektur: Das District Six Museum ist in einem Haus untergebracht. Im Inneren gibt es zwei Etagen, wobei der zweite Stock ein Rundgang ist, von dem man einen freien Blick auf den Boden des ersten Stocks hat. Das Ganze ist nett aufgebaut, denn von oben kann man eine Karte sehen, die den Fußboden des ersten Stocks bedeckt.
Konzept und Exponate: Wie schon gesagt, gibt es im District Six Museum viele Fotos und Berichte von Zeitzeugen. Zudem hat man Orte des ehemaligen sechsten Viertels nachgebaut. Auf diese Art und Weise wird selbst Besuchern, die noch nie vom District Six gehört haben, die Geschichte nähergebracht. Insgesamt entsteht eine lockere Mischung, die man sich entspannt angucken kann. Es ist nicht zu anstrengend, aber es werden immer noch genug Informationen herübergebracht.
Bedeutung: Nachdem der District Six für "weiß" erklärt wurde, siedelte die Apartheid-Regierung 60.000 Menschen um. Ihre Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht. In keinem anderen Museum in Kapstadt kann man ihre Geschichte so gut nachvollziehen. Das District Six Museum liefert meiner Meinung nach einen wichtigen Beitrag, um das Schicksal der Zwangsumgesiedelten nicht zu vergessen. Ich kann den Besuch nur jedem empfehlen, der nach Kapstadt kommt.