DagSonja
Berlin, Germany97%
Das letzte des Dreierpaketes an Hotels, das wir für den Sommerurlaub geschnürt hatten, liegt mitten in der Stadt Burg Stargard.
Zu finden ist die Stadt südlich von Neubrandenburg, fährt man da Richtung Neustrelitz, liegt es genau auf der Strecke. Von der B 96 aus geht es dann links ab. Das Hotel ist leicht zu erreichen. Gleich am Markt, neben einer Eisdiele und einem Supermarkt liegt das Hotel Zur Burg auf der linken Seite. Der Parkplatz dort ist allerdings nur für Restaurantbesucher, für Hotelgäste wurden hinter dem Hotel in Richtung der Burg rechts durch einen kurzen Tunnel hoteleigene Parkflächen hergerichtet.
Im Hotel
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In das Hotel gelangen wir durch einen separaten Eingang, der in das Foyer führt. Von dort aus geht es geradezu die Treppe hoch zu den Zimmern, auf der rechten Seite kann das Restaurant von innen betreten werden. Der Restaurant-Eingang für Gäste ist vom Markt aus ebenfalls möglich.
Im Foyer gibt es eine Sitzecke, viele Blumen, die Theke mit Informationsmaterial und neben dem Kamin eine Ritterrüstung, die in der Ecke steht und an den Namen der Stadt erinnert: Burg Stargard. Denn nicht weit vom Hotel zu Fuß zu erreichen ist die Burg, die auch eine Turm, einen Kräutergarten sowie ein Heimatmuseum, das auch an die alte Ritterzeit erinnert, beinhaltet.
Aber zurück zum Foyer. Die Kellnerin, die zugleich für unsere Anmeldung verantwortlich ist, nimmt uns in Empfang und übergibt uns den Schlüssel für unser Zimmer. Wir gehen zur Treppe, die zwei Etagen hoch geht. Im ersten Stock ist dann unser Zimmer. Die Treppe ist mit Geländer aus Holz und Glas, die Stufen bestehen aus weißbraunem Marmor. Im Treppenhaus gibt es einen Bewegungsmelder, der jedes Mal das Licht anschaltet, wenn wir uns blicken lassen. Die Zimmer sind durch eine Glastür zu erreichen. Der Treppenflur ist mit Grünpflanzen geschmückt und in der ersten Etage steht es eine Schuhreinigungsanlage. Das Licht erscheint hell und freundlich, dadurch erhält das Treppenhaus eine strahlende Atmosphäre zusammen mit seiner baulichen Gestaltung. Wer früh bis dahin noch nicht munter ist, der wird es spätestens an dieser Stelle.
Das Zimmer
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Es erwartet uns ein Zimmer, von dem innen das Bad abgeht, einen externen Korridor gibt es hier nicht. In der Dusche fällt mir ebenfalls wieder die strahlende Helligkeit auf. Sie wird ausgelöst durch einen Spiegel, der eine ganze Wand ausmacht, die weißen Möbel darin, einen Hocker und eine Grünpflanze.
Das Mobiliär macht einen gemütlichen Eindruck. Ein runder Tisch umgeben von 2 Sesseln, die allerdings unterschiedlich sind. Doppelbett und Schränke sind im warmen Braun gehalten, die Auslegware ist grün und passend dazu weiße Stores. Auch hier sind wieder Grünpflanzen verteilt und bilden Harmonie im Raum. Einen Spiegel gibt es noch mal in der Garderobe, die Bügel für die Jacken sind etwas versteckt (wie bei einer spanischen Wand) hinter einem Möbelstück untergebracht. Mit dem Telefon war es möglich, sich am Morgen wecken zu lassen, so stand es in der Information daneben. In Anspruch genommen haben wir es nicht.
In diesem Hotel gab es Schokolade zur Begrüßung, kleine Seifen und ein Tablett stand da, das zur Begrüßung eine Flasche Mineralwasser und zwei Gläser (Weingläser) enthielt. Bei der Inspizierung der Schränke fanden wir ein Schuhputztuch und Nähzeug vor. Eine Mappe mit einer Liste von Sehenswürdigkeiten in und um die Stadt lag auf dem Schreibtisch, ebenso wie eine Auflistung der Fernsehsender, die zu empfangen waren.
Hier ist zum Fernsehen noch etwas Besonderes zu erwähnen: es gab einen hauseigenen Sender, der von Neubrandenburg kam und nur über diese Region informierte. Der hatte einen bestimmten Namen, den ich jetzt vergessen habe, ich glaube es war neubrandenburg-tv, aber nicht der normale halt, sondern wirklich nur intern und begrenzt für diese eingeschränkte Region. Dort kam eine Art eigener Videotext, den man lesen konnte und dahinter wurde Musik gespielt. Ein Programm in dem Sinne gab es nicht.
Das ganze Hotel und Restaurant hat immer geblitzt, es war auch immer jemand da. Toiletten und Dusche wurde jeden Tag gereinigt, wie auch das Zimmer Staub gesaugt. Der Putzfrau sind wir einmal begegnet und sie war ebenso freundlich wie das gesamte andere Personal. Die Rezeption war bis 23.00 Uhr besetzt.
Restaurant
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In den Gasträumen des Restaurants war alles modern eingerichtet, allein die Theke machte eine ganze lange Wand aus. Tische waren teilweise auf einem Podest verteilt, am Fenster oder auch im Innenraum. Vom normalen Restaurant kam man hinaus auf die Terrasse, die immer offen war und von der aus man von außen vom Hotelparkplatz her wir auch das Restaurant betreten konnten.
Es wurde in allen Räumen bedient, auch draußen. Wenn viele Gäste waren, wurde die flexible Wand noch geöffnet, danach erschloss sich ein ebenso großer Raum wie der erste Restaurantteil.
Die Speisekarte war hier kurios. Die Gerichte enthielten zwar Hausmannskost, hatten aber Namen, die mit Rittern und der Burg zu tun hatten. Zum Beispiel Ritterschmaus, großer Raubritter-Teller, Böllerkugeln, usw. Dazu kam noch, dass dazu Utensilien gereicht wurden, die dazu passten. Bei den Böllerkugeln handelte es sich um Frikadellenbällchen, die in einer Kanone gereicht wurden. Und so in der Richtung. Schade, dass man so eine Speisekarte nicht mit nach Hause nehmen kann, dann hätte man sich die Bezeichnungen noch besser einprägen können.
Vom Personal her verlief alles professionell. Es gab Azubis, die meist die Getränke und die Vorspeise servierten, der Kellner nahm die Gerichte auf und brachte sie dann auch. Die Atmosphäre war freundlich, manchmal schmunzelnd, immer zuvorkommend und korrekt, mit einem Lächeln des Oberkellners auf den Lippen, der auch zu Scherzen bereit war. Als ich mal Lamm bestellt hatte und dieses so hübsch angerichtet war und es mir leid tat (klingt blöd, ich weiß) meinte ich: Schade, um das schöne Lämmchen., da sagte der Kellner och, sie haben es doch nicht gekannt!
Beim Frühstück gab es auch hier Büffet, wo alles, was sich zum früh essen eignete, angeboten wurde: verschiedene Wurstsorten, Käse, Eier, Müsli, Obst zu Mitnehmen, teilweise Fisch und Lachs, verschiedene Brötchen. Das Personal passte immer auf, ob alles noch da war und füllte Milch, Saft oder auch andere Beilagen nach.
Kaffe wurde an den Tisch gebracht, nachdem der Kellner bei Ankunft im Restaurant uns immer begrüßte und fragte, was wir trinken wollen. Auch Tee wurde auf Wunsch aufgebrüht und gereicht. Das andere war Selbstbedienung. Ich habe auch gesehen, dass eine Frau Rührei bekam, also auch das war möglich.
Vom Preis her habe ich wieder keine Zimmerpreise parat, da wir über Daydreams gefahren sind. Das Frühstück kostet pauschal 10 Euro, Essen 20 Euro pro Tag und Person. Die Menge der Gerichte ist aber sehr reichlich, so dass diese Preise auf jeden Fall angemessen sind und die auf Ritterart kreierten Zugaben rechtfertigen das auch.
Der Aufenthalt in diesem Hotel hat uns auch gefallen, wir merkten nicht, dass es sich mitten in der Stadt befand, denn es war ruhig. Von dem Verkehr, der hinter dem Markt praktisch anfing, haben wir nichts bemerkt und dahinter war der Parkplatz. Lediglich die kleine Gasse, die hinter in Richtung Burg führte, hatte ein paar Autos am Tag. Da diese aber Einbahnstraße war, hielt sich das auch in Grenzen.
Die Sparkasse ist nicht weit, Supermarkt und Eisdiele mit Cafe neben dem Hotel. Gegenüber kann man sich in der Touristinformation andere Fragen beantworten lassen, die man noch hat. Zum Bahnhof sind es maximal 1 Kilometer, dort sind wir oft vorbeigefahren, als wir aus der Stadt fuhren. Der Tollensesee ist nicht weit, es sind nur zwei drei Orte, bis dorthin und Bus fährt auf jeden Fall. Von Neubrandenburg aus kann man ebenfalls zum Tollensesee gelangen, auf diesem ist es möglich eine Schifffahrt rund um den See zu machen.
Eure DagSonja