leo56
(52)
Rosenheim, Germany
Wir waren auf unserer Sumatra Rundreise drei Nächte im Hotel Pasir Panjang Permai, bis wir ab Padang über Singapur und Frankfurt zurückflogen. Da mein Mann sich auf einem Ausflug zu den Hinakoinseln (ohne eine sichtbare Wunde) am Bein eine böse Infektion zuzog, können wir die wunderschöne Gegend kaum genießen, sondern fahren meist nur durch die Gegend, um die tägliche Infusion zu erhalten. Die übrige Zeit verbringen wir am herrlichen Maninjausee auf der Hotelterrasse. Die Eigentümer geben sich Mühe, aber eine Herzlichkeit wie auf Nias gibt es hier nicht. Wir sind allerdings mit dem Aufenthalt hier zufrieden, würden jedoch für einen längeren Aufenthalt als drei Tage empfehlen, ein anderes Hotel zu suchen.
Cleanliness
90 out of 100
Room Condition
80 out of 100
Room Service
80 out of 100
Für asiatische Verhältnisse war dieses Zimmer sauber und ausreichend groß. Die eher einfache und nüchterne Einrichtung des Zimmers erinnert eher an eine Jugendherberge und steht im Widerspruch zu dem äußerlich recht ansprechenden Haus im Minangkabaustil mit den geschwungenen Büffelhörnern ähnelnden Dächern. Erst nachdem wir angekommen sind, werden die Zimmer gereinigt und hergerichtet, obwohl bereits Monate vorher gebucht war. Das Bad ist in Ordnung, jedoch klein. Ungeziefer haben wir nicht gesehen oder gespürt. Unsere Zimmer haben einen Balkon, aber das ist eine Ausnahme.
General hotel amenities
(moreless)
86 out of 100
Appearance/Architecture
100 out of 100
Lobby Atmosphere
70 out of 100
Staff (Friendliness/Service)
100 out of 100
Am Ende des Zimmertraktes (es sind hier mehrere Zimmer nebeneinander) befinden sich nette Terrassen zur allgemeinen Nutzung. Glücklicherweise sind wir die einzigen Gäste, die länger als eine Nacht bleiben und können daher die vier vorhandenen Liegen nutzen. Leider scheint die Sonne in diesen Tagen nur ein einziges Mal. Gleichzeitig können hier lediglich 10-12 Personen wohnen, auch das winzige Restaurant gibt nicht mehr her. Die Rezeption besteht aus einem Stehpult und befindet sich direkt am Restaurant.
Die Dächer des Hotels sind im Stil der Minangkabau erbaut. Sie haben das Haus mehrgiebelig gebaut mit einem mehrfach geschwungenes Satteldach, das dem Gehörn eines Wasserbüffels ähnelt. Auch hier in Sumatra gibt es Sagen. Allerdings ist hier natürlich nicht der übermächtige König aus Sumatra der Gegner, sondern irgendein undefinierter Mächtiger. Eine Sage erzählt also, dass: "vor langer, langer Zeit eine große und übermächtige Armee anrückte, die viele starke Wasserbüffel besaß. Die Minangkabau erkannten, dass sie keine Chance hatten gegen diese Übermacht. Da kam ein listiger Krieger der Minangkabau auf die Idee, die Kälber der eigenen Wasserbüffel hungern zu lassen. Dann wurden auf die Hörner der Büffelkälber scharfe Eisenspitzen gesteckt, bevor sie gegen die feindlichen Reihen getrieben wurden.
Hungrig wie sie waren, stürzten sich die Kälber auf die Büffelkühe und versuchten, an deren Milch heranzukommen. Damit entstanden bei den Kühen erhebliche Verletzungen und die hierdurch wiederum entstandene Verwirrung nutzten die Minangkabau zum Sieg. Daher stammt auch der Name Minangkabau" (Minang heißt Sieg; Kabau heißt Büffel).
Food & Beverages
(moreless)
89 out of 100
Food Variety
80 out of 100
Food Quality
100 out of 100
Food Arrangement
90 out of 100
Range of Beverages
90 out of 100
Dining Area Ambiance
70 out of 100
Da wir nun in einer islamischen Gegend sind, gibt es ein wenig Abwechslung zum bisherigen Essen. Das Essen schmeckt gut, besonders die Suppen. Schweinefleisch wird nicht angeboten, da die Besitzer Muslime sind, dafür aber gibt es etwas Rindfleisch. Das Frühstück wird auf der gemütlichen (überdachten) Terrasse serviert und besteht aus Toast, Ei und Kaffee. An Getränken werden außer einem gut schmeckenden Bier nur nichtalkoholische Getränke serviert. Das Restaurant selbst ist klein und wirkt sehr vollgestellt und total ungemütlich.
Nach dem Essen beobachten wir die Fischer in der Nähe des Hotels. Einer der Fischer holt Muscheln herauf. Ein anderer Fischer kommt mit seinem Boot näher und wir erkennen, dass er einen Affen mit sich führt. Wir sehen hier mehrmals Menschen, die offensichtlich Affen als Haustiere halten und hoffen, dass diese es besser haben als der arme Affe, der am Tobasee in einem viel zu kleinen und schmutzigen Käfig gehalten wurde. Auch die Kinder helfen heute mit beim Fischen; es ist ja Sonntag. Das Paddel der Fischer ähnelt in seiner Form einem Spaten, aber sie kommen damit schnell voran.
Adi fliegt plötzlich ein großer Schmetterling zu und er fängt ihn auf. Leider verliert er dabei einen Teil seines linken Flügels und kann nicht mehr weiterfliegen. Bei seinen verzweifelten Flugversuchen fällt er ins Wasser und ertrinkt. Wir trösten uns damit, dass er wahrscheinlich schon vorher Flugprobleme hatte. Warum sonst fliegt ein in der Spannweite mindestens 30cm großer Schmetterling direkt einen Menschen an? Er ist hellbraun mit dunkelbrauner Maserung und erinnert uns in seiner Form beinahe an Nachtfalter, was natürlich unmöglich ist, da es heller Tag ist. Der Fischer und seine Frau legen Netze aus und fahren heim.
Location and surroundings
(moreless)
90 out of 100
Landscape/Scenery
100 out of 100
Transportation Connection
100 out of 100
Shopping Opportunities
80 out of 100
Quiet Location
100 out of 100
Beach (Size)
80 out of 100
Beach (Cleanliness)
80 out of 100
Beach (Space)
80 out of 100
Water Quality
100 out of 100
Wir fahren von Padang über Padang Panjang und dann weiter zur wohl schönsten Stadt West-Sumatras, Bukittinggi. Das Hochland um Bukittinggi (übersetzt "Erhabener Berg") zählt mit seinen Vulkanen, tiefen Schluchten und Kraterseen zu den reizvollsten Landschaften Indonesiens. Es ist nicht nur fruchtbar, sondern auch angenehm kühl. Wir sind (mit einem ziemlich Kranken) nicht so recht in der Stimmung, uns den Ort anzusehen und fahren daher gleich weiter von Bukittinggi auf der östlichen Seite zum Maninjau - See. Zwischen Bukittinggi und Maninjau geht es in 49 sehr sehr steilen Haarnadelkurven bergab. In einer dieser Kurven sitzen einige Javaneser - Affen und schauen uns an. Sie sind überhaupt nicht scheu und laufen erst dann ein Stück zurück, als ich zum Fotografieren aus dem Auto aussteige. Erst in den letzten Kurven haben wir ab und zu einen wunderschönen Blick auf den Maninjau - See.