Detailed review by Q____
Ich wollte mit den Kindern eines Freundes einen interessanten Ausflug gestalten, welcher alle Beteiligten, 2 Erwachsene / 2 Kinder (8 + 9 Jahre), ansprechen würde.
Wir entschieden uns für das Museum König.
Wir sind mit der U-Bahn hingefahren, um der lästigen Parkplatzsuche zu entgehen. Es bestehen in den umliegenden Straßen nur begrenzte Parkmöglichkeiten, dagegen verfügt das Museum sogar über eine eigene U-Bahnhaltestelle.
Am Empfang bezahlten wir für alle zusammen schmale 9 Euro Eintritt und wurden von einem netten jungen Mann auf das aktuelle Gewinnspiel für Kinder hingewiesen.
Die Beiden bekamen je einen Fragebogen mit diversen Aufgaben. Diese waren unterteilt in Altersstufen, dadurch hatten die Kinder unterschiedliche Bögen und Fragen zu beantworten und kamen sich nicht in die Quere.
Wir waren an einem Samstag da, dennoch war es nicht übermäßig voll und wir konnten ganz in Ruhe durch das Museum gehen. Die Fragebögen waren so gestaltet, dass man automatisch durch das Museum und von einer Abteilung in die nächste geführt wurde.
Angefangen bei der Savanne in der die Tiere in eine Wüstenlandschaft integriert waren, wodurch die Exponate sehr lebendig und echt wirkten. Man bekommt dadurch auch einen schönen Eindruck von den Zusammenhängen zwischen den Tieren und Größenverhältnissen. Vor jeder Gruppierung sind Schautafeln, welche die Ausstellung erklären und sowohl die deutschen, als auch die lateinischen Namen der Tiere angeben. Damit nicht genug werden auch Lebensraum, Nahrung und besondere Lebensumstände wie Nacht- oder Tagaktivität erläutert.
Von der Savanne ging es in die erste Etage, dort gibt es eine große Vogelausstellung. Die verschiedenen Vogelarten und ihre Lebensräume werden erklärt. Der Schaukasten mit den Vogelrekorden hat die Kinder besonders interessiert. Das größte und das kleinste Ei der Welt, der schnellste und der größte Vogel waren zu bestaunen.
Die Fragebögen führten uns dann in den Keller zum Vivarium. Dort sind in diversen Aquarien und Terrarien Schlangen, Fische, Eidechsen, Warane und Geckos zu finden. Aus dem Vivarium waren die Kinder kaum wegzubekommen, schließlich gab es massenhaft zu bestaunen und zwischen den Sträuchern und Blättern zu entdecken. Der Pfeilgiftfrosch wurde von uns besonders lange gesucht....,
aber wir durften das Vivarium ja nicht verlassen, bevor der Frosch nicht gefunden wurde. ;-)
Vom Keller ging es dann in den ersten Stock nach Mitteleuropa. Die Ausstellung umfasst sowohl die heimischen Tiere des Waldes, als auch die der Stadt. Gerade durch diese Gegenüberstellung wird der Eingriff des Menschen in den Lebensraum der Tiere deutlicher. Im Bereich Mitteleuropa gibt es mehrere Dioramen, so werden die Schaukästen genannt in denen vor einem perspektivischen Hintergrund der Übergang zum Kasten und den Tieren fliessend gestaltet wird und die Tiere auch in einer möglichst natürlich wirkenden Umgebung ausgestellt werden. Diese Zusammenstellungen wurden von Alexander König entworfen und wirken auch heute noch sehr echt.
Vom ersten Stock ging die Reise in das Erdgeschoss zum Regenwald. Diese Ausstellung konnte uns leider nicht lange fesseln, da die Tiere als einfache Exponate ausgestellt waren und nicht, wie in den anderen Sälen als Gruppierung und vor dem entsprechenden Hintergrund.
Die Kinder wollten nach Beantwortung ihrer Fragebögen also schnell weiter in die Arktis/Antarktis.
Diese ist durch einen Vorhang abgeschlossen und mittels Klimaanlage etwas kühler eingestellt. Dadurch entsteht ein Effekt, als würde man tatsächlich in eine kältere Region gehen. Man kann sich so gedanklich super auf diese Klimazone einstellen. In dieser Ausstellung fanden wir alle insbesondere das Walross aufgrund seiner Größe beeindruckend. Keiner von uns hatte einen solchen Koloss erwartet.
Mir hat in der Arktis / Antarktis der Eingangsbereich bereits besonders gut gefallen, dort wird dem Besucher bereits sehr anschaulich und auch für Kinder verständlich erklärt, warum es an den Polen so viel Kälter ist und warum dort tagelang die Sonne nicht auf oder nicht unter geht.
Fazit:
Der Besuch hat uns gut gefallen und wir sind alle ein bisschen schlauer heraus als herein gekommen. Die Exponate sind schön gruppiert und zum Teil sehr realistisch dargestellt. Leider war einzelnen Exponaten ihr Alter anzusehen, dafür gab es Punktabzug. Das Museum war super sauber und die Mitarbeiter alle sehr freundlich. Die Zusammenstellung in die verschiedenen Lebensräume erschien mir sehr stimmig und logisch. Der lebensechte Eindruck wurde durch Hintergrund und Gruppierung extrem verstärkt.
Besonders passend finde ich, dass dieses Museum in einem auch architektonisch schönen, historischen Gebäude untergebracht ist.
Es wurde zwar von Alexander König als naturkundliches Museum geplant, wurde jedoch nach seiner Fertigstellung 1914 zunächst als Kaserne und später zu diversen anderen Zwecken genutzt. Erst 1934 konnte es als Museum eingeweiht werden. Auch in den Jahren 1949 1957 wurde das Gebäude zweckentfremdet als Amtssitz des Kanzlers und zur Unterbringung div. Ministerien.
Zoological Research Institute and Alexander König Museum9
Ratings
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Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Architecture
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Concept
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Exhibits
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Relevance