Theatre / OperaFriedrichstadtpalast

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Friedrichstadtpalast
DagSonja
DagSonja (44)
Berlin, Germany
95%
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excellent

Eine historische Stätte - neuer Glanz

Travel date: May 2002
Schon oft war ich im Friedrichstadtpalast Berlin zu Gast und habe verschiedene Veranstaltungen dort besucht. Auch als das vorhergehende Gebäude an anderer Stelle noch da war. Denn dieser Veranstaltungsort ist nicht neu, er hat eine lange Odyssee hinter sich:

Es gibt den Friedrichstadtpalast ja nun schon das zweite Mal, das erste Gebäude wurde aber abgerissen und dafür ein neuer gebaut. Der heutige Friedrichstadtpalast steht in der Friedrichstrasse 107 in Berlin, das ist in Berlin Mitte und viele andere Sehenswürdigkeiten haben in diesem Stadtbezirk auch ihren Platz. Zum Beispiel ist es nicht weit zum Berliner Dom, zum Alexanderplatz, der neuen Wache oder auch zum Pergamonmuseum mit Museumsinsel zu gelangen.

Geschichte


Der erste Friedrichtstadtpalast wurde bereits 1867 gebaut, damals war es noch eine Markthalle, die sich aber nicht bewährte. Deshalb wurde aus diesem Gebäude im Jahre 1873 eine Zirkusarena gemacht. Darin hatten insgesamt 5000 Leute Platz. Dort gaben dann einige renommierte Zirkusunternehmen ihr Gastspiel.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde nun wieder umgebaut nun wurde aus dem vorhandenen Gebäude ein Schauspielhaus, in dem 3000 Menschen Platz hatten. Bis zum Jahre 1945 stieg nun das Grosse Schauspielhaus, wie das Gebäude genannt wurde, in ein von Revuen und Künstlern gut bestücktes Haus auf. Unter anderem wurden viele Operetten, Musicals aufgeführt. Es traten Marlene Dietrich und Claire Waldoff auf. Die Operette Frau Luna wurde insgesamt 400 Mal gegeben. Allerdings hiess es da schon wieder anders: Theater des Volkes wurde das Haus nun genannt.

Leider wurde das Gebäude im Jahre 1945 also im zweiten Weltkrieg ausgebombt, so dass das Haus nun wieder neu aufgebaut werden musste. Es entstanden nun einige kleinere Säle, für Variete, Girlreihe, Ballett und Kinderensemble.

1947 wurde das Haus umbenannt in Friedrichstadtpalast und er gehörte nun der Stadt Berlin und wurde nicht mehr privat geführt. Der damalige Magistrat hatte jetzt die Hand darauf. Es traten weltweit anerkannte Firmen auf, wie zum Beispiel das Bolschoi- oder das Indische Ballett und auch der Russische Staatszirkus und viele andere.

Ausserdem wurde in diesem Haus auch oft die Fernsehsendung Ein Kessel Buntes aufgeführt und mitgeschnitten. In dieser Zeit kommen viele internationale Stars auf diese Bühne und der Friedrichstadtpalast war ein gefragter Standort für anerkannte Künstler der ganzen Welt.

Im Jahre 1980 wurde nun das Gebäude endgültig geschlossen, weil die Bausubstanz bröckelte.

Nachdem in 39 monatiger Bauzeit das Gebäude neu entstanden war, eröffnete er unter gleichem Namen am 28. 4. 1984 seine Türen und er war nun wieder ein sehr moderner und gefragter Veranstaltungsort in Berlin.

Als die Wende im Osten kam, blieb das auch für die Mitarbeiter des Friedrichstadtpalastes nicht ohne Folgen und die Besucherzahlen gingen zurück. Ausserdem waren sich die Mitarbeiter über ihre Zukunft der Arbeitsplätze nicht sicher. Aber als dann im Jahre 1993 ein neuer Intendant kam, ging es wieder bergauf.

Bis zum heutigen Tage ist er nun aber wieder ein sehr gefragter Veranstaltungsort der verschiedenendsten Möglichkeiten und zu 90 % ausgelastet. Ausserdem ist er auch eine landeseigene GmbH, also fast selbständig in der Führung, so dass den Betreibern freie Hand bleibt, um Revuen, Konzerte oder andere Events zu organisieren und durchzuführen.

In den heutigen Friedrichstadtpalast gehen 1895 Menschen hinein und der grosse Saal nennt sich Grosse Revue. Dieser Saal besteht aus Parkett, Hochparkett und Rang recht und links. Ausserdem gibt eine noch eine kleine Revue, das ist ein intimes Galerietheater.

Beim Aufgang zum Parkett, der mit einer Mitteltreppe zu erreichen ist, kommt man auf die Mitteletage zu einem Foyer. Dort ist an der rechten und linken Seite eine Bar, bei der man in der Pause kleine Snacks und auch hochwertige Getränke kaufen kann. Ausserdem bestehen dort auch Sitzplätze um das Ess- und Trinkbare einzunehmen. Man kann auch vor der Pause schon dort bestellen. Viel Wartezeit dafür besteht aber nicht.

Toiletten sind ebenfalls im Mittelteil für Herren und Damen getrennt vorhanden. Aber auch unten im Parterre sind noch einmal Toiletten zu finden und auch die Garderobe. Für einen Mantel oder Jacke bezahlt man 1,60 €. Auch hier haben wir beim Bringen und Holen ganz wenig Wartezeit gehabt.

Die Autogrammstunde von Juliane Werding und ich denke , auch bei anderen Künstlern ist das so - fand im Haupteingang zum Parkett-Zuschauerraum statt, dafür wurde ein grosser Tisch mit rechts und links angrenzenden zwei kleineren Tischen zusammengestellt.
Dort nahm die Künstlerin dann Platz und ein paar Leute waren als eine Art "Beschützer" oder Assisten noch um sie herum.



Ausser, dass Konzerte im Friedrichstadtpalast stattfinden, werden immer wieder Revuen einstudiert, es kann auch eine Eisbühne herausgehoben werden oder ein Wasserbassin, womit auch Veranstaltungen stattfinden.

Es ist immer ein Erlebnis, bei solchen Events dabei zu sein und ich werde auf jeden Fall egal bei welcher Veranstaltung einmal wieder in den Friedrichstadtpalast kommen.

Zu erreichen ist er ganz einfach: Wir fahren von Berlin-Hellersdorf mit dem Auto von der Landsberger Allee aus, später heisst diese Moll- und dann Torstrasse und von dort ab später links in die Friedrichstrasse hinein. Auf der linken Seite ca. nach 200 Metern ist er dann zu sehen. Er ist durch seinen festlichen Bau kaum zu verfehlen. Mit der U-Bahn-Linie 6 muss man nur bis Station Oranienburger Tor fahren und kann in 5 Minuten Spaziergang vor ihm stehen. Auch mit der S-Bahn ist er gut zu erreichen. Dazu benötigt man ebenfalls nur 5 Minuten Fussweg von der Station Friedrichstrasse aus. Die Buslinien 147 und 157 sowie die Strassenbahnlinien 1 und 50 bringen euch auch dahin. Je nachdem, wo ihr herkommt, ihr werdet sicher euren Weg finden.


Eure DagSonja

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    Accessibility
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    Budget Friendliness
  • 100/100
    Ambiance
  • 90/100
    Architecture
  • 90/100
    Programming Variety
  • 90/100
    Catering
  • 70/100
    Suitable for Children
  • 90/100
    Ensemble

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