In Nordamerika ist sie quasi eine Institution, die Restaurantkette TONY ROMAS. In mehr als der Hälfe der US-Bundesstaaten findet man Niederlassungen dieser Kette, außerdem gibt es mehr als 30 Standorte in Kanada.
Seit geraumer Zeit ist TONY ROMAS nun auch in Deutschland vertreten, genauer gesagt in der Bundeshauptstadt Berlin. War man dort zuerst im Neuen Kranzler-Eck im Westteil der Stadt, unweit des Bahnhofs Zoologischer Garten, vertreten, so wechselte man irgendwann in die Neue Mitte, in den Bereich des Potsdamer Platzes. Heute findet man das Restaurant unter folgender Adresse:
TONY ROMAS
Marlene-Dietrich-Platz 3
10785 Berlin
Fon: 030/25295831
Fax: 030/25295832
Web: http://www.tonyromas-mms. com/Restaurants%20folder/ berlin.folder/berlin.html .
Das Restaurant befindet sich direkt gegenüber vom Musicaltheater am Potsdamer Platz (derzeit Spielstätte der Blue Man Group) bzw. vom Kasino. Wer mit dem PKW anreist, kann sein Auto problemlos in einem der vielen Parkhäuser rund um den Potsdamer Platz abstellen. Auch eine Anreise per ÖPNV ist problemlos möglich, da sowohl U- und S-Bahnen als auch Busse in unmittelbarer Nähe halten.
Betritt man das Restaurant, so findet man im Erdgeschoss eine kleine Bar, an der man, sofern oben im Speisesaal kein Platz frei sein sollte, bei einem Drink warten kann, bis man vom durchweg freundlichen Personal zu seinem Platz geleitet wird. Diese Sitten Drink an der Bar zur Überbrückung der Wartezeit soweit Platzierung durch das Personal zeigen deutlich, dass es sich bei TONY ROMAS um eine amerikanische Kette handelt. Ebenfalls sehr amerikanisch ist die Sitte, dass es sich um ein reines Nichtraucher-Restaurant handelt. Für Raucher mag das zwar hart sein, aber dafür ist es für Nichtraucher um so angenehmer.
Hat man sich an seinem Platz niedergelassen, beginnt die Qual der Wahl. Die Speisekarte beinhaltet primär Fleischgerichte, aber auch solche Sachen wie Seafood oder Baked Potatoes. Als Hauptattraktion kann man aber guten Gewissens die Spareribs nennen. TONY ROMAS wirbt mit dem Slogan "Famous for ribs". Insofern ist es naheliegend, dass diese auch den größten Teil der Speisekarte füllen. Es gibt dort Spareribs in vier verschiedenen Variationen, die alle unterschiedlich mariniert sind: St. Louis-Style, Blue Ridge Smokies, Red Hots und Carolina Honeys. Um einen Überblick über alle Varianten zu bekommen, empfiehlt es sich, Tony Romas Star-Studded Sampler zu bestellen. Dann bekommt man alle vier Sorten serviert allerdings sei angemerkt, dass die Portion dann so groß ist, dass man sie kaum noch packen kann, vor allem wenn man bedenkt, dass dazu noch Coleslaw (ein amerikanischer Krautsalat) sowie eine Beilage nach Wahl (Baked Potato, Pommes Frites, gebackene Bohnen, Reis oder Maiskolben) serviert werden.
Die Ribs schmecken allesamt sehr lecker. Das Fleisch ist total zart; es lässt sich ohne große Probleme mit der Gabel von den Knochen lösen, so dass die beim Sparerib-Essen sonst weit verbreiteten fettigen Finger hier der Vergangenheit angehören. Ich habe es noch nirgendwo anders erlebt, dass das Fleisch der Spareribs so zart ist, dass es förmlich auf der Zunge zergeht. Die Köche von TONY ROMAS beherrschen wirklich ihr Handwerk. Gratulation dazu!
Anzumerken ist noch, dass man vor seiner Hauptmahlzeit ungefragt Baguette und Kräuterbutter auf den Tisch gestellt bekommt. Diese Kräuterbutter scheint selbstgemacht zu sein. Sie schmeckt deutlich besser als jene Industrie-Kräuterbutter, die man üblicherweise im Lebensmitteleinzelhandel erwerben kann.
Das Personal bei TONY ROMAS ist freundlich und zuvorkommend. Regelmäßig wird nachgefragt, ob noch etwas gewünscht wird und ob man zufrieden ist. In der Servicewüste Deutschland ist ein solches Verhalten heute fast schon unbezahlbar.
Apropos unbezahlbar: unbezahlbar ist ein Essen bei TONY ROMAS sicher nicht, auch wenn die Preise durchaus nicht niedrig sind. Für eine gemischte Platte mit den verschiedenen Sparerib-Varianten zahlt man in Verbindung mit einem Getränk durchaus zwischen 20 und 25 Euro. Allerdings muss man dazu anmerken, dass die Portion dann wirklich riesig ist und man wirklich Probleme haben wird, alles zu packen. Aber auch zur Lösung dieses Problems hat man sich dort etwas einfallen lassen, denn man wird, wenn noch größere Reste auf dem Teller liegen, direkt gefragt, ob man sich die nicht einpacken lassen will. Typisch amerikanisch eben, denn dort sind Doggy Bags durchaus üblich.
Mein Gesamturteil über TONY ROMAS in Berlin fällt total positiv aus. Man findet dort leckeres Essen und guten Service zu Preisen, die zwar nicht billig, aber durchaus angemessen sind. Wer gerne Spareribs vertilgt, sollte dort unbedingt einmal reinschauen.
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Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Ambiance
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Guests
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Food
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Service