Vor kurzem machte mich eine Freundin mit einem Restaurant bekannt, das bei mir einen bleibenden Eindruck hinterließ. Eigentlich gehe ich NIE in Charlottenburg weg, aber diesmal machte ich eine Ausnahme, die sich durchaus als gut herausstellte und ich vermute, das ich das NU sicherlich doch noch das ein oder andere Mal besuchen werde.
ERREICHBARKEIT
Wir sind mit dem Auto angereist und fanden in relativ kurzer Zeit einen Parkplatz nah am Restaurant, dessen Nachteil aber durch die Nähe zum Kurfürstendamm seine Kostenpflichtigkeit war, wie überall dort. Je später der Abend wurde, umso schwieriger scheint es in der Gegend aber auch mit der Parkplatzsuche zu werden, weshalb ich beim nächsten Mal mit Sicherheit lieber mit den dort reichlich vorhandenen öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen werden. Kurz um die Ecke befinden sich die U-Bahnstation Adenauerplatz ebenso wie die S-Bahnstation Savignyplatz und diverse Bushaltestellen und man kommt dort auch sehr gut zu später Stunde wieder weg.
ATMOSPHÄRE
Das Restaurant ist in klaren Formen und gedämpften Farben eingerichtet, für den einen oder anderen vielleicht ein wenig zu kühl, ich mag diese klare Formensprache aber sehr gerne und war beim Eintreten positiv überrascht. Sitzen kann man entweder an großen quadratischen Tischen für neun Personen oder an kleinen Zweiertischen, gesessen wird auf Hockern ohne Lehne, was mir nach einiger Zeit nicht mehr ganz so gut gefiel, dafür aber gut aussieht. Hinten gibt es einen loungeartigen Bereich, wo man umgeben von Lichteffekten und loungiger Musik sitzen und essen kann. Außerdem sind auch Plätze an der Bar vorhanden.
Wir bekamen, ohne dass wir reserviert hatten, einen netten Zweiertisch an einer die Farben wechselnden Lichtwand. Im Weiteren Verlauf des Abends stellte sich der Platz als extrem günstig heraus, hatten wir doch alles und alle gut im Blick.
Die Lautstärke der Musik war äußerst angenehm, konnte man sich doch problemlos unterhalten, dies war auch noch möglich, als sich das Restaurant immer mehr füllte.
PUBLIKUM
Beim Betreten des Restaurants dachte ich im ersten Moment nur, oh, Du hättest Dich nach dem Kongress doch noch ein bisschen schick machen müssen, fühlte mich dann aber doch pudelwohl, da zwar viele junge schöne Menschen da waren, aber alle nicht allzu schick waren und vor allem auch noch andere Gäste querbeet durch Alter und Stil mit uns im Restaurant saßen. Klar, die Zielgruppe ist schon jung und schick, man kann sich da aber auch als normaler Mensch in normaler Kleidung äußerst wohl fühlen und wird auch vom Rest der Besucher nicht komisch angeguckt!
SERVICE
Ich bin lange nicht mehr so freundlich und offen in Berlin bedient wurden, das NU hat einen Service, der einem absolut das Gefühl des Willkommenseins vermittelt und sich alle Mühe gibt, das man sich dort Wohl fühlt. Außerdem waren die Damen echt auf zack, auch noch, als das Restaurant immer voller wurde und der Service sonst immer ein bisschen nachlässt, so war es hier aber nicht.
KÜCHE
Ich bin panasiatischen Restaurants gegenüber immer recht zweiflerisch eingestellt, da ich finde, da sich viele von denen in ihrer Speisekarte verlieren und zwar Quantität bieten, die Qualität aber auf der Strecke bleibt. Nicht so verlief es im NU, die Karte ist nicht zu groß, bietet trotzdem eine schöne panasiatsche Reise durch Vorspeisen, Salate, Suppen, Hauptgerichte und Desserts. Wir hatten zwei verschiedene Vorspeisen, dabei waren die Thunfisch und Lachsspieße mit leichter Sojasauce extrem gut auf den Punkt gegrillt, butterzart und durch die Soße extrem schmackhaft. Meine Bekannte hatte in irgendwelche Blätter eingepacktes und lecker mariniertes Hähnchenfleisch, das leider aber etwas zäh und trocken war, sonst aber gut schmeckte.
Mein Hauptgericht orderte ich mutig in der großen Variante und war dann doch zuerst leicht entsetzt, als es vor mir stand, war es doch wirklich reichlich, ergänzt mit einer Kugel Duftreis. Ich hatte ein Gericht bestehend aus Hähnchenbrust, Kürbis, Zitronengras und roter Currysoße, was sich als absolut leckere und gelungene Kombination herausstellte. Nur der Reis hätte etwas weniger knusprig sein können, hatte aber auf den guten Geschmack keinerlei Einfluss. Erstaunlicher Wiese schaffte ich die Portion, war hinter aber auch wirklich so satt, dass ich auf das Dessert dankend verzichtete. Meine Bekannte hatte etwas in dunkler Soße, ich weiß zwar nicht mehr was es war, es schmeckte ihr aber ebenso vorzüglich wie mir meins.
Die Getränkekarte ist sehr umfangreich, da nicht nur diverse warme und kalte Getränke angeboten werden, sondern auch noch diverse Cocktails angeboten werden. Wir hatten zum essen jeder einen Tee, wobei der grüne Tee wunderbarer Weise mit Stückchen frischem Ingwer gereicht wurde, was ein wirklich wunderbares Geschmackserlebnis war, da der Ingwer die Säure des Tees zu absorbieren schien. Auch sehr lecker war der Mangolassie, der erfreulicher Weise nicht so übersüß serviert wurde, wie häufig bei vielen Indern. Er war hier frisch und fruchtig, eben sehr gut!
Nach dem Essen gönnten wir uns noch jeder einen Cocktail, wobei einige dieser Mixgetränke durchaus asiatisch angehaucht daherkommen. Ich genoss einen Litschimartini, der wirklich gut nach Litschi schmeckte und dabei den herben Charakter des Martinis bewahrte. Meine Bekannte hatte einen wirklich leckeren Mojito, mit dem sie mehr als zufrieden war.
BUDGET-FREUNDLICHKEIT
Sagen wir es mal so, das NU ist kein asiatischer Stehimbiss, von daher sind die Preise sicherlich nicht besonders günstig, ich empfand sie aber als durchaus angemessen. Jeder von uns bezahlte für den ganzen Abend etwa 30 Euro, was mir für die gebotene Qualität als o.k. erschien. Die Hauptgerichte variieren im Preis je nach Größe und Fleisch, das man sich selber dazu wählen kann, sie liegen alle so rund um 14, 15 Euro, was absolut passend ist. Auch die Cocktails waren preislich in Ordnung, allerdings gibt es diese zu weitaus besserer Qualität in so manch lobenswerter Cocktailbar, dort dann aber häufig auch für einige Euros mehr.
MUSS MAN?
Man kann, würde ich sagen, gerade, wenn man gerne asiatisch isst, sich dabei aber nicht immer gleich auf ein Land festlegen möchte. Dann ist das NU eine wirklich gute Alternative z.B. zum Panasia in Mitte. Allerdings ist das Restaurant nichts für Liebhaber kitschig eingerichteter Chinarestaurants, diesen würde das NU sicherlich zu kühl erscheinen, wobei das genau das ist, warum ich es immer vorziehen würde, nur die Hocker könnten irgendwie ein kleines bisschen bequemer sein, der Rest ist wirklich schön gemacht. Ich werde dort nicht jede Woche hingehen, aber doch bestimmt noch so manches Mal! In diesem Sinne guten Appetit!
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Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Ambiance
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Guests
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Food
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Service