Der Freischwimmer befindet sich in der Schlesischen Str. in Kreuzberg, gleich am Flutgraben. Man erreicht ihn recht gut mit dem Auto, wo man allerdings bedenken sollte, dass man nur schwer einen Parkplatz bekommt, vor allem, wenn Veranstaltungen im Freischwimmer sind.
Ansonsten kann man auch mit der U- Bahn hinfahren, dann muss man mit der U1 bis Schlesisches Tor fahren, oder aber man fährt mit der S Bahn bis Treptower Park und läuft die Puschkinallee herunter bis dahin wo sie dann Schlesische Str. heißt. Gleich neben einer Aral-Tankstelle befindet sich dann der Freischwimmer, erkennbar an der Leuchtschrift und der Figur einer Schwimmerin.
Der Freischwimmer ist ein nur wenige Meter breites, dafür aber recht arg in die Länge gezogenes Restaurant, direkt am Wasser. Bei manchen Veranstaltungen wird diese günstige Lage am Wasser geschickt genutzt, nämlich zum Kanu fahren. Der Freischwimmer hat dazu einen eigenen Bootssteg, der sich auch prima zum "Draufherumsitzen&qu ot; eignet...
Im Prinzip stehen überall Tische und Stühle, nur ganz hinten, in der allerletzten Ecke ist eine ca. 10x3m große Tanzfläche. In der Mitte zwischen Tischen und Stühlen ist eine Art langen Gang, den man nutzen kann, um immer hin-und herlaufen kann, zwischen den verschiedenen Teilen des Freischwimmers.
So gibt es 2 Bars, ein Restaunrant, eine schwimmende Bühne, auf der bei Veranstaltungen verschiedene Bands auftreten und eben eine Tanzfläche. An 2 DJ-Pulten, eins an der Tanzfläche, eins in der Nähe der Bühne, kann man DJs lauschen oder zu der von ihnen aufgelegten Musik tanzen, was aber relativ wenig genutzt wird.
Hauptsächlich ist der Freischwimmer ein Restaurant und so findet man die meisten Leute eben auch an Tischen, manche, aber eigentlich verhältnismässig wenige, essen, viele trinken etwas und geniessen den Abend am Wasser.
Das Publikum ist bunt gemischt, vorwiegend findet man hier Leute ab 25 meist in geselliger Runde mit vielen Freunden.
Wir waren bisher auch fast ausschließlich bei Veranstaltungen im Freischwimmer und haben einfach nur etwas an der Bar getrunken. Aber einmal begaben wir uns an einem Sommerabend auch einfach mal so in den Freischwimmer...
Zunächst einmal fiel, dass die Kellner recht überfordert schienen, sie übersahen einen einfach, waren hektisch beschäftigt und wenn man was bestellen wollte, musste man mitunter mehr als einmal auf sich aufmerksam machen, damit man überhaupt erstmal eine Speisekarte bekam. Die gibt allerdings recht wenig her, kaum warme Speisen vor allen Dingen. Ein bißchen mehr gibt es auf der Tageskarte, die man an der Wand neben der einer der Bars lesen kann.
Das meiste ist asiatisch angehaucht, es gibt viel Hühnchen, Gerichte mit Kokosmilch und asiatischen Gewürzen. An und für sich mag ich das ja total gern, nicht aber im Freischwimmer, denn hier bekommt man das mit dem asiatisch kochen so gar nicht hin...Aber dazu später mehr. Die Preise sind durchschnittlich, ein Hauptgericht ist ab 7 Euro zu haben, Softdrinks ab 3 Euro, ein halber Liter Bier kostet 3,10 Euro.
Als wir dort waren, war es zunächst recht schwer, überhaupt an dem warmen Sommerabend einen Platz zu finden, da es sehr voll war. Gefunden haben wir schlussendlich zwar was, aber das genau am Gang, wo ständig jemand am Tisch lang streifte. Nun ja, was solls, Hauptsache ein Tisch. Warum da noch ein Stuhl quer, praktisch im Gang stand, war uns zwar schleierhaft, aber gut, wenn sie meinen....Später ärgerte mich der Stuhl furchtbar, denn jedesmal wenn die Kellnerin vorbei lief, schob sie mit Schwung den Stuhl an den Tisch heran, um sich Platz zum Laufen zu schaffen und zimmerte mir den Stuhl so immer wieder gegens Knie...
Wir bestellten, als die Kellnerin uns endlich sah; ein Gericht von der Tageskarte, Hühnchen in Kokosmilch und Asia-Gemüse. Sie müssen das schon auf Vorrat gehabt haben, denn das Essen stand binnen weniger Minuten vor uns.
Da sich die Kokosmilch als dünnflüssige Suppe entpuppte, gab es das Essen in hohen, länglichen Tellern, der Kellner, der das Essen brachte, hielt meinen Teller schräg, Kokosmilch-Soße ergoss sich auf den unbenutzten Stuhl am Gang, den Tisch und zum Glück nur in geringem Maße auch auf meinen Rock....
Der Kellner merkte es aufgrund der schlechten Beleuchtung nicht, erst als wir ihn drauf hinwiesen, stellte er schnell die Teller ab und lief los, um Tücher zum Säubern zu holen....
Das Essen schmeckte dann aber leider auch nicht, irgendein Gewürz, ich würde sagen es war Koriander, war in viel zu grosser Menge drin und versaute mehr oder minder den gesamten Geschmack :-/ Seit diesem Tag ist bei uns "Freischwimmer" ein Synonym für "zuviel Gewürz" ;-)) Wir assen dennoch brav auf und als die Kellnerin die Teller wieder abholte, fragte sie nicht einmal, ob es uns geschmeckt habe. Wir sagten daraufhin von uns aus was, was sie aber eher gereizt aufnahm und uns auch erst beim 2. Anlauf verstand, denn es ist im Freischwimmer ja durch die Musik auch recht laut. Dass sie dann kein Trinkgeld bekam, nahm sie dann mehr oder minder mit einem Zähneknirschen hin.
Tja, so eine schöne Location, da könnte man glatt öfter essen gehen und dann schmeckte es gleich beim ersten Versuch so scheußlich und der Service war so enttäuschend, dass wir beschlossen, zum Essen dort nicht mehr hinzugehen.
Aber zum Hinsetzen und etwas trinken an einem warmen Sommerabend ist der Freischwimmer prima geeignet, da es eben doch eine recht ungewöhnliche, schöne Location inmitten der Großstadt ist.
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Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Ambiance
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Guests
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Food
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Service