Events / FestivalsApassionata - Galanacht der Pferde

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Apassionata - Galanacht der Pferde
DagSonja
DagSonja (44)
Berlin, Germany
98%
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perfection!

Zauberhafte Pferde - glänzend in Szene gesetzt

Schon zweimal haben wir die Galanacht der Pferde, die Apassionata mit ihrem Programm verfolgt, die jedes Jahr in der Max-Schmeling-Halle vorgeführt wird. Jede Veranstaltung steht unter einem anderen Thema. Nun möchte ich über die beiden Events berichten, die in den Jahren 2006 und 2007 stattfanden.


Zunächst zum allgemeinen Konzept der Pferdeshows
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Ganz anders als beim Zirkus werden die Pferde präsentiert und behandelt, denn es passiert geschmeidiger und nicht dressurbetont. Das sieht man bei jeder Darbietung zwischen den vorführenden oder auch reitenden Personen mit dem Pferd. Jeder einzelne Showteil bildet zwischen Mensch und Tier einen einzigartigen Einklang. Keine Peitsche wird hinzugezogen, keine schrillen Töne erfolgen, keine Befehle werden gegeben - alles geschieht mit kleinen Gesten, Augenkontakt, geschmeidigen Bewegungen der Hände und des Körpers.

Die Reitbewegungen erscheinen fließend und keinesfalls ruckartig. Leichtfüßig gleiten die Pferde auf dem Sand, bilden mit dem Reiter darauf eine Einheit. Man hat das Gefühl, eine gewisse Seelenübereinstimmung zu spüren, die die Person und das Tier jeweils ausstrahlt.

In den Schaubildern werden Geschichten erzählt, die wie ein Film nachvollzogen werden können. Dazu braucht es nicht vieler Worte - auch wenn der Moderator einen gewissen Einblick in das laufende Programm gibt. Jedes einzelne Bühnenbild mit seinen Akteuren und ausgesuchten edlen Pferden spricht für sich.



Hommage Apassionata VERANSTALTUNG 2006
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- was soviel heißt wie: die Verneigung des Menschen vor den edelsten Pferden der Welt.

Der erste Teil, den ich gleichzeitig als Einführungsteil bezeichnen würde, bestand darin, ein Wildpferd zu zähmen und es einen Freund des Menschen werden zu lassen. Dieser Teil nannte sich: Hommage (Die Begegnung).

Dabei stand ein Pferd ohne Sattel auf einer Wiese, im Hintergrund auf der Videowand dementsprechende wilde Landschaft.
Der Reiter näherte sich nun langsam dem Pferd und so langsam bewegten sie sich ganz zart aneinander, bis das Pferd es sich gefallen ließ, sich den Sattel über den Rücken streifen zu lassen. Sodann ritten sie gemächlich davon.

Was mich dabei faszinierte, war, dass die ganze Szene ja gespielt war. Denn es war ja nicht wirklich eine neue Zusammenführung zwischen Wildpferd und Mensch. Das alleine zeigt, welche Leistungen - auch schauspielerischer Natur - ein Pferd kann. Diese Szene geschah außerdem ganz sanft und zart, so auf eine zerbrechliche Art und Weise, bei der man einfach gebannt war.


Im weiteren Verlauf der Show kamen dann viele Episoden an die Reihe, die genauso schön gestaltet waren. Dabei waren viele ausländische Pferde wie auch Menschen im Einsatz. Jeder Komplex stand unter einem anderen Zeichen bzw. Thema oder auch von dem Land her, was seine Eigenheiten an Pferden und Leuten hatte.

Einzelne Vorführungen standen unter den Titeln:

Feria de Jerez - Doma Vaquera, Doma Clasica und Alta Escuela
Wild West & Cowboys - Longhorns und Reining
Jailhouse Break - People Cutting
Viva Mexiko - Trick Roping
Portugal: ein klassisches Pas de Deux
Iberisches Finale

Danach kam der Hallensprecher wieder auf die Bühne, wie auch nach jedem Komplex, in diesem Fall sagte er eine 20minütige Pause an.

Ragnarök - Island - das Land der sagenumwobenen Gottheiten
The Rumble - Streetgang-Fight
Das Fest der Berber - Die Araber - Trickreiterei
Black & White - Weltsensation - Friesen-Kapriole
Louis XIV - Am Hofe des Sonnenkönigs

Hommage (Die Freiheit)
Sozusagen der 2. Teil zur Begegnung, in diesem Fall war es so, dass dem Wildpferd der Sattel wieder entfernt wurde und es wieder in die Freiheit entlassen wurde.

Finale. - Die Show OHNE Pause ging 2 Stunden und 5 Minuten.


Während der Feria de Jerez gab es ein Zigeunerlager, an dem die Leute saßen und die Pferde, die dabei waren, sprangen herum. Das war schon mal ein schöner Anfang der Veranstaltung, der gleich Lust und Laune machte.

Innerhalb der Wild West & Cowboys lieferten sie sich einen schönen Zweikampf, es kamen Peitschen, die knallten, zum Einsatz. Die Kulisse wurde wie in den Westernfilmen gestaltet.

Viva Mexiko hatte auch ein paar Einlagen von Mensch und Tier parat. Je nachdem, was zu dem jeweiligen Land mit seinen Eigenheiten passte, waren auch die Schrittfolgen und die Menschen präsent.

Portugal - zwei Pferde - zwei Reiter - fast wie im Ballett - wie der Name schon sagt Pas de Deux, das ist ein Ballet für zwei. Nur dass es sich diesmal um zwei Pferde handelte, die allerdings von ihren Reitern obenauf dirigiert wurden.

Bei Ragnarök - Island - haben die Pferde im Riverdance-Stil eine wunderschöne Choreografie gezeigt, fast konnte man sagen, sie hätten getanzt zu den Rhythmen und Tönen. Während der Island-Darbietung kam vorher noch ein Wikingerschiff, also auch hier die Kulisse sehr schön angepasst.

Auch sehr beeindruckend waren Pferde, die über brennende Fackeln und andere Hindernisse springen mussten, sie zeigten auch absolut keine Scheu und auch das Klatschen des Publikums irritierte sie nicht.

Die Araber - Seile, die die Reiter erst ohne - dann mit Pferden bedienten, dazu noch ein paar andere Kunststücke bis hin zum Stehen auf den Pferden mit Seil. Was ich hier bewundert habe, waren die Pferde, die sehr ruhig waren und still hielten.

Herausragend wurde extra angekündigt, dass ein Friese eine Kapriole zum Besten geben wollte/sollte, bei dem alle vier Beine in der Luft sind. Dieses Pferd muss also hochspringen, die Beine spreizen, eine Weile so bleiben und auf allen Vieren zum Stehen kommen.

Analog dazu kam noch ein ganz kleines Pony zum Einsatz, das das Gleiche vorführte und ebenfalls das Publikum auf seiner Seite hatte. Denn es sah doch recht putzig aus. Dieses Pony war kleiner als ein normaler Hund. Die genaue Bezeichnung des Ponys habe ich leider vergessen.

Eine besondere Attraktion war auch die Gestaltung von Louis XIV. Da gab es eine Pferdekutsche, Hof-Volk, Fahnen und Wachpersonal. Inmitten dieser ganzen Szene dann die Pferde, die natürlich wieder nach einer Choreografie fungierten.


Die Musikgestaltung insgesamt war immer zu dem jeweiligen Land ausgesucht und zusammen mit dem Bühnenbild konnte man immer nachvollziehen, um was es gerade ging. Es handelte sich teilweise um Geschichten oder auch nur um das Leben der Pferde und Menschen zum jeweiligen Thema bzw. Land.

Während des Pas de Deux sang sogar eine Opernsängerin, denn bei dieser Darbietung handelte es sich um klassische Musik. Auch bei der isländischen Vorführung sang eine Frau, diesmal aber solche Rhythmen zum Land.

Bei den anderen Teilen war es mehr der ureigendste Stil und Rhythmus, den die Musik in dem Moment annahm, so dass man sich dort auf das gerade Dargebotene einlassen konnte. Rechts und links von der Leinwand gab es zwei Nischen, dort nahmen manchmal Sänger und auch Trommler Platz, die die Musik unterstützten und live mit gestalteten.

Wie gesagt, auch Videos an manchen Stellen verstärkten den Eindruck noch. Zum Beispiel auch bei der Kapriole des Friesen.

Die Schrittfolgen der Pferde sowie die Bilder, die die Pferde auf die Arena malten, waren durchdacht und ebenfalls an die jeweiligen Themen angelehnt. Fast dachte man wirklich, man sei dort. Doch beim nächsten Land bzw. Thema sah das wieder ganz anders aus. Dabei wurden die Sägespäne mit verschiedenen Farben und Mustern angestrahlt.

Insgesamt nahmen 4 Ponys, 38 Pferde (die ausgetauscht wurden) und drei Kühe an der Veranstaltung teil. Diese kamen aus verschiedenen Ländern, also Mexiko, Island, Portugal, zum Beispiel. Alle besonderen Namen und Rassen habe ich mir nicht gemerkt.

An welcher Stelle die Kühe dabei waren, kann ich jetzt gar nicht mehr sagen, mir fällt das Thema laut meinem Programmheft nicht ein. Es war aber sehr amüsant, zu sehen, dass ein Pferd drei Kühe auf der Arena bändigen wollte. Diese fügten sich aber dann doch dem, was das Pferd wollte. Ich glaube bei Wild West

In der Pause wurde die Arena-Fläche, die mit Sägespänen ausgelegt war, frisch gefegt, dazu fuhr ein traktorähnliches Gefährt mit einem Gestell auf der rechteckigen Fläche hin und her, um die Sägespanfläche zu glätten. (siehe Foto)

Beim Finale übrigens (das hatte ich fast vergessen), kamen alle Darsteller noch einmal in die Arena und die Leute durften nach der Veranstaltung auch an die Pferde, um sie zu streicheln, das kostete auch kein Geld.

Während der Veranstaltung durfte man essen und fotografieren. Rauchen war in der gesamten Halle verboten wegen den Pferden.

Ich habe ein paar Fotos gemacht, ich weiß nicht so recht, ob ihr damit etwas anfangen könnt, mir sagen die Szenen natürlich mehr, weil ich dabei war. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass die Veranstaltung sehr schön war und mich die Möglichkeiten der Pferde und ihre Grazie schon beeindruckt haben.

Ich hatte auch den Eindruck, dass es den Pferden Spaß gemacht hat und sie nicht nur dressiert waren. Sie kamen mir gut gepflegt und gesund vor und wirkten so, dass sie Freude an den Schrittfolgen und Darbietungen hatten.

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Nachdem uns nun 2006 Jahr die Veranstaltung "Hommage - Apassionata" sehr gut gefallen hat, war klar, dass wir auch die Folge-Gala der Pferdeshow anschauen wollten. Diese hiess


Apassionata - Vier Jahreszeiten VERANSTALTUNG 2007
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Die Apassionata stellt die erfolgreichste Pferdeshow Europas dar. Schon einige solche Veranstaltungen wurden zusammengestellt, die jedes Mal wieder einen guten Anklang beim Publikum finden. Seit 04.11.06 sind sie nun schon unterwegs und noch bis zum 12.05.2007 wird die Tournee "Vier Jahreszeiten" andauern. Gleichzeitig sind sie auch noch mit "Die Galanacht der Pferde" unterwegs.


Beim Programm "Vier Jahreszeiten"


gab es viele verschiedene Schaubilder zu sehen, die jeweils unter einem bestimmten Namen standen und auch die vier Jahreszeiten präsentierten:

Zunächst begannen hinter weißen Vorhängen kleine und große Pferde hin- und her zu laufen, dadurch sahen wir Zuschauer diese als Schattenspiele. Das schaffte eine mystische und traumhafte Atmosphäre, mit der die Apassionata erwartungsvoll begonnen wurde. Plätschernd und ruhig dazu die Musik: Sie passte wunderbar zum Rhythmus des Laufens der Pferde und verstärkte dadurch die Erwartungshaltung des Mysteriösen - des Besonderen der Veranstaltung. Dieser Programmpunkt, der sich PREGBENING (so steht es im Prospekt, kann sein, dass das Wort PREBEGINNING heisst) nannte, stimmte also in diese Gala der Pferde ein.

Während des PROLOGs zeigen sich einige Pferde, die kraftvoll erscheinen und die älteste Pferdelinie darstellen. Erst ein Tier, dann zwei, dann drei - verschmelzen mit den Bewegungen des Vorführers, laufen mal nach vorn, nach hinten, nach rechts, nach links - von einem unsichtbaren Faden gelenkt.

Dieser Teil macht Lust, weiter zu schauen, nachdem nun die ersten Pferde auf dem Sand erschienen sind. Sie präsentieren sich im ganzen Rund, man spürt den Stolz und die Ungestümtheit während sie vorpreschen, laufen und zum Stehen kommen. Je nachdem, was der "Mensch" vorgibt.



Im FRÜHLING erscheinen Tänzer mit Fächern auf dem Rücken im Bühnenbild. Sie folgten einer schönen Choreografie. Die Fächer fungieren dabei als Blüte, die erwacht. Daneben erwacht ein Pferd mit einem Reiter, die dann beide mit in den Tanz einfließen. Dieser führt dann eine FREIHEITSDRESSUR vor.

Im zweiten Teil dieser Jahreszeit erscheint unter der Bühne hängend, eine Art Kokon, gebildet aus weißem Tuch, aus der eine Frau im Engelsgewand zum Vorschein kommt. Ähnlich wie im Zirkus zeigt sie akrobatische Vorführungen. Ein Reiter mit einem weißen Schimmel kommt hinzu und umgarnt sie ganz langsam und immer näher kommend. Er ergreift das Tuch, es entwickelt sich ein gemeinsamer Tanz aus Akrobatik, Anmut, Engelhaftigkeit, Reinheit und Schönheit des Pferdes im Einklang mit dem Reiter und der Frau im Tuch. Daraus resultiert auch der Name des Teiles: ELFENZAUBER.


Der SOMMER beginnt mit einer SOMMER-STRAND-PARTY, in dem mit spanischen Klängen und einer Gruppe fröhlich angezogener Leute der Tanz eröffnet wird. Hinzu kommen eine Reihe Pferde, die mit geschmeidig wirkenden Schrittfolgen in den Rhythmus einfließen. Es macht richtig Spaß, zuzuschauen, mit welcher Leichtigkeit die Pferde tanzen, den spanischen Sphären folgen, die Schrittfolge beherrschen, so als hätten sie nie etwas anderes in ihrem Leben gemacht.

Während der SOMMER-REPRISE bewegt sich ein Esel mit einem mobilen Eisstand auf die Fläche. außerdem fährt ein Pony mit dem Auto in den Urlaub, dieses ist auf zwei Räder montiert und es sieht putzig aus, wie es da wie selbstverständlich hinter dem Pony hergezogen wird.

Einen besonderen Höhepunkt bildet danach der SOMMERNACHTSBALL. Zwei Reiterinnen mit hoher Schule stolzieren nach ruhigen Klängen innerhalb der Fläche auf den Sand und zeigen Dressurkunst der Pferde in verschiedenen Figuren und Schrittfolgen. Dabei werden sie umrahmt von Wasserspielen, die an den Rändern der Bühnenfläche aufgerufen werden. So wurde von den Veranstaltern ein Schlossgarten gestaltet, in dem die beiden Reiter mit ihren edlen Pferden wandeln.
Dazu Frack in Schwarz und ebenso edel und konservativ gekleidet, majestätisch die Tiere in ihrer Ausstrahlung.


Der HERBST beginnt mit vier schwarzen schweren Kaltblutpferden, auf denen vier Hexen sitzen. Sie treffen sich zum Reigen zu HALLOWEEN. Schwermütig und doch leichtfüßig folgen sie einer eigenwilligen Choreografie, bei der die Besonderheit dieser Pferde voll zur Geltung kommt. Die 4 Hexen sehen aus wie kostümiert, jede etwas wuchtiger wie die andere - und damit gut zu den Pferden passend.

Ebenfalls etwas Besonderes in diesem Teil bildet das FEUERINFERNO. Zunächst kommen einige Pferde mit Reitern in die Arena, bei denen sich jeder der Teilnehmer vorstellt. Dabei hat jeder diverse Kunststücke parat, die zunächst einen kleinen Einblick schaffen. Dann wird ein Feuerkreis entfacht und nun ist jeweils immer einer dran, der sich präsentiert. Dabei zum Beispiel auch der Teufel mit rot-schwarzem Gewand und Hörnern, oder auch mit anderen Kostümen. So entsteht ein Tanz der Teufel, die um und durch das Feuer gehen mit den Pferden und dabei zirkusähnliche Akrobatik zeigen. Leute mit Fackeln bewegen sich zwischen den Zuschauern.

Nach dieser Darbietung erscheinen auf dem Bühnenbild noch einmal die Hexen mit ihren schwarzen rassigen Pferden, die dann den SIEG DES GUTEN bilden. Sie trampeln nun das Böse nieder, indem sie sich mit ihren Pferden und ihrer Wuchtigkeit, entschlossenen Schritten noch einmal stark präsentieren.


Der WINTER beginnt mit einem Mädchentraum. Ein weißes Pferd, eine weiße Lounge, eine Frau, ein Mann, ein Kind. Die Frau begegnet praktisch ihrem Traumprinzen, der sich für sie auf dem Pferd märchenhaft präsentiert und halsbrecherische Figuren vorführt. Die Frau führt das Pferd an der Lounge, während der Mann und das Pferd um sie herum laufen und ständig die Kunststücke verändern. Auch ein Mädchen wird mit hochgezogen und bildet somit ein Teil der Vorführung. Das Ganze geht langsam und stetig vonstatten, dadurch erhält diese Nummer seinen Reiz. Dazu gibt es noch Schnee von oben, der unterschiedlich angestrahlt wird. Eine wahrlich zauberhafte Nummer. Ungefährlich ist sie nicht. Genannt wurde sie WINTERMÄRCHEN. Geschmeidig die Bewegungen der Menschen, leichtfüßig und stetig dabei das Pferd.

Nun aber beginnt der Advent. Mit dem WEIHNACHTSSCHLITTEN fährt ein Schimmel mit dem Weihnachtsmann ein, dahinter ein Riesenpaket. Aus diesem entspringt später noch ein Pferd, als sie ihre Runden auf der Fläche drehten. Hinzu kommen dann noch andere Leute, die mit Capriolen, Courbetten und Pesaden, die allesamt "Schulen über der Erde" präsentieren sollen.
Ebenso ein Höhepunkt des Winters bildet ein weißes Pferd, das sich aus einer großen Trommel erhebt und in eine Levade geführt wird. Wunderschön anzusehen, mit welcher Leichtigkeit auch hier wieder die Pferde zu ihren Figuren geführt werden.

Eine lustige Episode, die ebenfalls zum Winter gehört, ist die RETTUNG IM SCHNEESTURM. Ein Esel mit rotem Kreuz-Zeichen wird zu einem anderen Mann geholt, das im Schnee stecken und liegen geblieben ist. Der Retter als Mensch schleppt dabei sogar noch seinen Esel auf dem Rücken. Gemeinsam bringen sie ihn wieder zum Beleben und die WINTER-REPRISE ist zu Ende.


An dieser Stelle tritt ein Spezial-Gast auf. Mit seinem so genannten Ausnahmekaltblut führt er etwas Einzigartiges vor: Zunächst erscheint er mit seinem Pferd in der Arena. Dann gibt es in Form eines Filmes kongruent dazu einen Widersacher. Dieser fordert ihn mit seinem Pferd heraus.

In Folge dessen sieht man nun den einen und den anderen entweder im Film auf der Leinwand oder auf der Fläche der Arena. Perfekt abgestimmt die Bewegungen und die Story, die gemeinsam mit den Vorführungen auf dem Sand eine Einheit bilden. Perfekt außerdem die ruhigen und unmerklich einstudierten Schritte des Pferdes.


Eigentlich sind schon längst alle vier Jahreszeiten durch. Aber die Show hält noch eine weitere bereit: die fünfte Jahreszeit.

So geschieht nun auf der Fläche im Sand ein CARNEVAL DE VENICE - venezianischer Karneval. Dabei bieten die Veranstalter alle Varianten von Pferden, Ponys, Reitkunst, Schrittfolgen geben verschiedene Darbietungen. Kostümierte Tänzer in bunten und schrillen Farben wuseln dazwischen und es singt die Stimme der Apassionata in Operntönen: Arndis Halla. Dieser Teil weist schon fast auf das bevorstehende Finale hin.

Auch Clowns haben in der Apassionata ihren Auftritt. Pferde mit Clowns und auch welche ohne Tiere lassen sich einige Scherze einfallen, die das Publikum schmunzeln lassen. Pfeifen und schrille Töne, bunte Kostüme und Masken, ein Geigenspieler und nicht ungefährliche Streiche erreichen die Zuschauer. Ein Clown mit Schiern wird von einem Pferd hinterher gezogen.

Etwas stiller wird es nun vor dem Finale - aber nicht weniger lustig. Es erfolgt eine ESEL-WIEDERBELEBUNG, bei der sich der Besitzer von ihm einiges einfallen lässt, um ihn zum Aufstehen zu bewegen. Der Esel liegt dabei auf dem Rücken, alle Viere von sich gestreckt. Der Clown versucht alles Mögliche, kitzelt ihn, zerrt an den Beinen, hängt seine Perücke daran auf, streichelt ihn, redet mit ihm usw. bis er endlich aufsteht. Um ihn herum Engel in Kostümen, die die Atmosphäre unterstreichen.


Im Finale werden alle Tiere und Leute noch einmal in die Arena gerufen, die in der Gruppe, dann wieder allein, ungeordnet und wieder in Choreografie, lustig, ernst, fröhlich und majestätisch, also scheinbar in Lust und Laune und doch einstudiert - jeder noch einmal ihren Auftritt haben. Fast könnte man glauben, sie zeigen sich noch einmal mit ihren schönsten Darbietungen.

Dazwischen noch einmal die Stimme der Apassionata - wie sie genannt wird, mit schönen Melodien untermalt, die hell und laut über der Arena zu hören ist. Die Musik ist teilweise spanisch, dann wieder klassisch, je nachdem, welcher Part der Pferde mitsamt Reitern noch einmal zum Einsatz kommt.

Insgesamt nehmen wir wieder wunderschöne Eindrücke von der Veranstaltung mit nach Hause, die einerseits die Schönheiten der verschiedenen Pferderassen, die Zauberhaftigkeit und Leichtigkeit der Vorführungen, die Liebe zum Tier und den Einklang mit der Natur wiederspiegeln. Einfühlsam die Leute, die die Pferde führen, kein Gedanke an Dressur, wenn man all die Bühnenbilder und Schrittfolgen, Tänze, Choreografien verfolgt hat. Was bleibt ist die Zauberhaftigkeit der Vorführung der edelsten Pferde in der Gala der Apassionata.

Die Tiere sind gepflegt, zeigen Freude, Leichtfüßigkeit und verstehen sich mit den Reitern ebenso wie mit den vorführenden Leuten. Die Verständigung erfolgt lautlos, fast unmerklich, zwischen Mensch und Tier. Da können sich viele der Dresseure im Zirkus eine Scheibe abschneiden. Denn hier geht es auch nicht um besonders Beifall erheischende Nummern, sondern um den Einklang der Seelen.

Die Bühnenbilder waren nicht überfrachtet, sondern passten sich der jeweiligen Atmosphäre an, die dargestellt werden sollte. Alles hatte seinen Platz und seine Berechtigung. Jedes Thema wurde anschaulich umgesetzt und erzeugte eine besondere Wirkung auf die Zuschauer. Es herrschte Stille einerseits und Begeisterung andererseits. Die Atmosphäre der Veranstaltung erzeugte ein Knistern.

Durch die Ruhe und Gelassenheit auf der Fläche war kein Pferd scheu und es brauchte demnach auch kein Schutz für die Zuschauer installiert werden. Die Bühne war immer frei beim Schauen, die Effekte des Wassers sowie des Schneetreibens kamen gut zur Geltung und passten zur Gestaltung des Bühnenbildes.

Ein wirklich faszinierendes Erlebnis, das ein besonderes Verhältnis zwischen den Menschen und den Pferden darstellt. Billig ist diese Veranstaltung nicht, aber sie lohnt sich. Es gibt Abstufungen in den Preisen, die ihr auf der Seite http://www.apassionata.de nachlesen könnt. Nicht nur für Pferdenarren, sondern auch Kinder wie auch Erwachsene, die sich an schönen Tieren und gelungender Choreografie erfreuen wollen ein zauberhaftes Erlebnis.

Unsere Veranstaltung ging von 15.00 Uhr - 17.45 Uhr - dabei waren 20 Minuten Pause. Ich werde mit Sicherheit bei der Veranstaltung 2008 wieder dabei sein.


Eure DagSonja


  • 90/100
    Accessibility
  • 100/100
    "Must See"-Factor
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    Budget Friendliness
  • 100/100
    Ambiance
  • 90/100
    Suitable for Children

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Comments to this review

  • Bea_32
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    Bea_32, 08.11.2007 00:15 o'clock


    Interessant, das kannte ich noch gar nicht :-(. Wäre was für meine Tochter .Kühe zwischen Pferden :-) ? LG!
  • frankensteini
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    frankensteini, 04.11.2007 18:37 o'clock


    ansonsten im skeptisch bei solchen Veranstaltungen, hier scheint es lt deinem Bericht wirklich harmonisch zwischen Mensch und Tier zu sein. lg