Wenn schönes Wetter ist, dann zieht es uns oft hinaus ins Grüne. Bei unserem letzten Ausflug haben wir uns die Pfaueninsel angeschaut, über die ich euch nun einiges erzählen möchte.
Zunächst müssen wir von Berlin-Hellersdorf aus ca. 1 ½ Stunden mit dem PKW fahren. Die Pfaueninsel befindet sich genau auf der anderen Seite der Stadt, am Wannsee. Das ist grob gesagt, in Richtung Potsdam. Auch der Bus 218 hält in der Nähe.
Parken und Fußweg
------------------------- -----
Nachdem wir unseren PKW auf einen der dort vorhandenen Parkplätze abgestellt haben, laufen wir nun in Richtung Fähre. Dazu geht es an der Gaststätte Blockhaus Nikolskoe vorbei die Treppen hinunter. Danach führt ein Weg am Ufer entlang bis zum Anlegeplatz der Fähre.
Während wir den ca. 1 km bis zum Anlegeplatz entlang spazieren, kommen wir an der Kirche St. Peter und Paul vorbei, die sich oberhalb dieses Weges befindet. Diese weist eine Besonderheit auf. Zu jeder Stunde gibt es nicht nur den Glockenschlag zu hören, sondern auch ein Glockenspiel, das ca. 3 Minuten dauert.
Kurz vor Eintreffen an der Anlegestelle der Fähre befindet sich noch eine Gaststätte, in die man einkehren kann oder auch sollte. Denn auf der Pfaueninsel sind keine Restaurants oder andere Lokalitäten vorhanden. Wer Hunger oder Durst hat, der sollte also dort schnell noch etwas essen oder trinken. Möglich ist aber, Flaschen mit Getränken mit auf die Insel zu nehmen.
Fähre und Info
--------------------
Neben dem Anlegesteg für die Fähre gibt es noch einen zweiten. Dieser ist der Stern-und-Kreisschifffahr t Berlin vorbehalten, von dieser Anlegestelle gehen verschiedene Rundfahrten zu unterschiedlichen Zeiten ab, die ausgeschrieben sind.
Die Überfahrt zur Pfaueninsel mit der Fähre kostet für Erwachsene 2 Euro, mit Rückfahrt also 4 Euro. Auch Geländepläne können dort mit erworben werden. Die kleine Ausführung kostet dabei 1,50 Euro, das große Heft 3 Euro. Kinder bis zu 6 Jahren fahren kostenlos auf der Fähre mit. Dafür gibt es keinen Zeitplan, sie setzen über, wenn genügend Leute auf der jeweiligen Seite zusammen gekommen sind.
Besucheranlagen
------------------------
Auf der Insel treffen wir auf das Fährhaus. An der Front werden wir darüber informiert, dass wir uns als Besucher der Pfaueninsel in einem Landschafts- und Naturschutzgebiet befinden. Eine große Tafel weist darauf hin, die Wege nicht zu verlassen, keine Pflanzen abzupflücken, nicht zu rauchen und keine Lautsprecher zu benutzen. Es herrscht auch das Verbot, die Wiesen zu betreten, bis auf einen Platz, der direkt als Liegewiese ausgeschildert ist.
Sanitäre Anlagen gibt es auf der Insel, die sich einmal in der Mitte und zum anderen im ehemaligen Stallgebäude befinden. Sie sind sauber und ordentlich und entsprechen dem normalen Standard.
Die Insel und ihre Besonderheiten
------------------------- ---------------------
Nun wollen wir also die Insel erkunden. Es gibt keinen vorgeschriebenen Rundgang, wir können also wählen, ob wir zunächst nach Links gehen, wo uns alsbald das Schloss erwartet oder ob wir nach Rechts in Richtung Rosengarten und Vogelvoliere gehen.
Wir entscheiden uns, im Uhrzeigersinn zu laufen. Wir wenden uns also nach Links, dort erwartet uns ein wunderschön angelegter Garten, der aus dem Jahre 1824 stammt und rund angelegt wurde. Danach ist das Schloss zu sehen. In das Schloss kann man nur mit Führung gehen, diese kostet 3 Euro für Erwachsene und 2,50 für Ermäßigte. In dem Schloss sind die Einrichtungsgegenstände und verschiedene Ausstellungsstücke noch im Original anzuschauen, so wie es in den Jahren 1794 war. Wer sich für die Geschichte und die Leute von Damals interessiert, der wird auf seine Kosten kommen. Was in ihm steckt, sieht man dem Schloss von außen nicht an. Von außen ist auffällig, dass die Ziegelsteine auf die weiße Farbe gemalt worden sind, deshalb erscheint das Ganze plastisch und malerisch, noch dazu inmitten der grünen und bunten Landschaft, die die Pfaueninselatmosphäre mit sich bringt.
Der Rundgang über die Insel ist weitläufig und erstreckt sich über verschiedene Wege und Weggabelungen, die einerseits in das Innere führen und andererseits auch außen entlang. Wir streifen verschiedene historische Gebäude, wie zum Beispiel das Kastellanhaus, die Holländische Küche, den Palmenhausschuppen, das Kavalierhaus, das Schweizer Haus.
Zu sehen sind weiterhin u.a. eine Gewächshausanlage, der ursprüngliche und der Ergänzungs-Rosengarten, der Lama-Brunnen, ein Wasservogelteich mit Wasserfall, das Winterhaus für fremde Vögel, ein ehemaliges Stallgebäude, ein Kunckelstein, 3 historische Holzbrücken, der Beelitzer Jagdschirm, ein Venustempel, die Kuhbucht, die Erdzunge, der Parschenkessel.
Besonders erwähnen möchte ich noch die große Vogelvoliere, in der sich verschiedene Arten von Vögeln befinden. Die Voliere hat ein geschwungenes Dach, das wie eine große Zeltplane aussieht. Ähnlich auch das Winterhaus, dieses ist jedoch nicht ganz so attraktiv gestaltet.
Die Meierei ist ebenfalls ein besonderes Gebäude, das malerisch wirkt und mit als ein erwähnenswertes Element auf der Insel darstellt. (Foto). Es hat eine imposante Erscheinung, denn es ist stufenförmig gebaut und hat an den Rändern Zacken.
Bei der großen Fontäne mit rundem Brunnen und Reservoir kommt man sich wirklich wie an einem Märchenbrunnen vor. Dieses Arrangement bildet ebenfalls ein Höhepunkt innerhalb der Pfaueninsel. (Foto)
Weil ich gerade den Namen nenne, es gibt viele Pfauen, die frei und zahlreich durch den Park laufen und nicht scheu gegenüber den Menschen sind. Streicheln kann man sie zwar nicht. Aber wer langsam und geräuschlos durch die Pfaueninsel spaziert, kann die Schönheit dieser Tiere auf jeden Fall bewundern. Wir haben es auch geschafft, ganz nah bei einem Pfau zu sein, der soeben sein Rad geschlagen hatte (Fotos).
Ein Fuchs kreiste in dem Park herum, der ebenfalls nicht scheu war und uns auch nicht angriffslustig erschien. Alles ähnelt einer Idylle, die man sonst nicht oft vorfindet.
Die Wege sind ideal zum spazieren gehen. Sie befinden sich teilweise im Schatten, wozu auch die unterschiedlichen Baumarten sorgen. Viele verschiedene Pflanzenarten säumen den Weg und an mancher Stelle sind auch unabhängig von den angelegten ausgewiesenen Rabatten wie der runde Garten oder Rosengarten Blumen gepflanzt. Auch glaube ich einige seltene Pflanzen dort entdeckt zu haben.
Auch idyllisch anzuschauen sind die Segel-Schiffe, die sich über
den gesamten Wannsee verteilt, befinden. Viele kleine aber auch mittelgroße Boote in verschiedenen Formen sind zu sehen, auch größere Schiffe umkreisen den See. Besonders hervorheben möchte ich das Schiff Moby Dick, das einen Wal darstellt, mit Zähnen und Flosse. Dieses bringt den Besuchern die Insel auf dem Wasserwege nahe.
Normalerweise ist der Besuch der Insel von 9.00 bis 17.00 Uhr möglich, es kann aber passieren, dass sie bei schlechtem Wetter gesperrt wird.
Ansonsten macht es einfach Spaß durch die Landschaft dort zu schlendern. Zusammen mit Sonne und guter Laune kann man den Alltag vergessen lassen und sich einfach nur wie auf einer gut gepflegten Märcheninsel fühlen.
Ich würde auf jeden Fall wieder dort hinfahren, ich denke, sie ist zu jeder Jahreszeit attraktiv und sichtlich gut zum Entspannen, Relaxen und Schlendern. Eine Wanderung im Einklang mit der Natur mit Pflanzen UND Tieren.
Eure DagSonja