Das Museum befindet sich auf dem Gelände der Charité an der Schumannstr120-122..Direk t vor der Gelände hält die Buslinie 147.Geöffent ist es täglich, außer Montags, von 10-18Uhr, Mittwochs sogar bis 19 Uhr.
Bei der Charité angekommen ist man zunächst etwas verwirrt, da sich auf dem Gelände viele Gebäude befinden und auf den Wegweisern nur Sachen wie "Hautklinik", "Nervenklinik", "Erste Hilfe" oder "Pathologie" befinden. Und genau dort muss man hin, zur Pathologie...Das ganze ist, wie fast jedes Charité-Gebäude, ein uraltes Backsteingebäude, eigentlich ist dort wohl wirklich die Pathologie des Krankenhauses, aber in einem Nebeneingang geht es dann ins Medizinhistorische Museum.
Am Eingang zahlt man den Eintritt in Höhe von 4 Euro (ermässigt 2 Euro) und man kann sich Broschüren nehmen oder Bücher, die sich mit der Geschichte der Medizin beschäftigen kaufen. Bereits im Flur geht es los mit den ersten Ausstellungsstücken. Ein alter Zahnarztstuhl und ein noch älterer OP-Tisch ,der für OPs am Brustkorb genutzt wurde. Im Flur befinden sich auf noch ein paar Stühle vor einer Leinwand, hier kann man Filme anschauen und es gibt Schaukästen mit alten, teilweise bereits angerosteten Operationsbestecken. Viele Sachen sehen sehr brutal aus und man fragt sich, ob die Leute damals die Operationen überhaupt überlebten...Aber wahrscheinlich sehen die heutigen Knochensägen auch nicht viel angenehmer aus...
Seitlich geht der eigentliche Austellungsraum ab. An der Wand steht der Schreibtisch von Rudolf Virchow, der Rest des Raumes besteht aus Glasregalen,in denen sich zahlreiche Exponate befinden. Das meiste sind Gläser mit Formalyn, in denen Babys mit Misbildungen und kranke Organe dauerhaft haltbar gemacht wurden. Die Exponate sind zum Teil schon aus dem 18. und 19.Jahrhundert.
Wer die Ausstellung Körperwelten eklig fand, sollte auf keinen Fall in dieses Museum gehen, denn was man hier sieht, verursacht ein wirklich ein flaues Gefühl im Magen. Da wären z.B. Kinder, die statt 2 Augen nur eins haben und das in der Mitte vom Kopf, Kinder mit offnem Kopf oder Rücken, Wasserköpfe, siamesische Zwillige und noch schlimmere Dinge. Für Schwangere dürfte dieses Museum eher ungeeignet sein, denn man sieht wirklich schockierende Dinge.
Neben den Babys und Föten gibt es zahlreiche erkrankte Organe und Skelette/Skelettteile (eingeschlagene Schädel aus einem Krieg im vorletzten Jahrhundert zum Beispiel) zu sehen.
Die allermeisten Beschreibungen sind leider auf Latein, so dass man selten überhaupt erahnen kann, was man da sieht. Es steht zwar manchmal auch was in Deutsch da, aber es ist eher die Ausnahme. Ich hatte ein wenig den Eindruck, die Ausstellung ist mehr für Medizinstudenten und Ärzte gedacht, als für Medizinlaien.
Alles in allem ist dieses Museum durchaus interessant und sehenswert, aber man sollte sich auf einiges gefasst machen, wenn man dorthin geht.
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Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Architecture
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Concept
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Exhibits
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Relevance