Ja nun als Berliner habe ich mich selbst recht lange vor diesem Ort verschlossen, was allerdings eher nicht am Vergessen der Zeit 1933-1945 lag, sondern eher an der Tatsache mich nicht mit tausenden von Touristen in der U-Bahn rumplagen zu müssen. Für Touristen zählt das Stelenfeld eben wegen seiner ausgezeichneten Lage in der Nähe des Brandenburger Tors, Sichtweite des Potsdamer Platzes und direkt hinter dem Hotel Adlon zu einem der Ausflugsziele in Berlin. Mich schreckte das einfach ab, mich diesem Ort der Erinnerung und Information zu widmen. Nun hatte ich aber einmal die Möglichkeit einen Morgen das Denkmal zu betrachten und da war absolute Ruhe, die nicht von Touristengruppen, Kindergeschrei oder auf den Stelen hüpfenden Kulturbanausen unterbrochen wurde. Nebenbei sei erwähnt die verkehrstechnische Anbindung der BVG ist logischerweise ausgezeichnet, auch wenn zu bestimmten Zeiten diese Verkehrsmittel etwas überfüllt sein können.
Aber nun zu dem Mahnmal, welches sich wie schon gesagt direkt in der City über einen recht großen Platz erstreckt. Als ich nun davor stand fragte ich mich, ob es nicht auch ein Denkmal getan hätte und ohne meine Ausführungen vorweg nehmen zu wollen, eine klare Antwort: Nein hätte es nicht! Eigentlich ist das Feld sogar bei objektiver Betrachtung nicht besonders schön, auch wenn sich die Stelen wellenförmig über den Platz schwingen. Das wirkliche Erlebnis ist aber ein Gang durch die Stelen. Zu Beginn kann man immer noch über diese schauen, doch je weiter man in das Feld geht um so höher werden diese. So wirken die Stelen immer erdrückender und dank der Höhe wird es auch immer ruhiger und man kann seinen Gedanken nachgehen. Nach einiger Zeit des Laufens beschlich mich ein Ungutes Gefühl, denn auch wenn man eigentlich sich dort nicht verlaufen kann, so sieht man nicht immer die Straße, welche auch gleichzeitig den Ausgang säumt.
Nachdem ich also einige Zeit durch dieses Stelenfeld gelaufen bin, bleibt eigentlich nur noch den Raum der Information zu besuchen. Dieser berichtet über den Holocaust und hat vor allem eine mahnende Aufbauweise. Letztendlich ist das sicher ein interessanter Ort, aber ich muß sagen davon war ich ungleich weniger beeindruckt als von der Idee des Stelenfeldes.
Also zum Abschluss bleibt zu sagen ich fand den Besuch des Holocaust Denkmal sehr interessant und kann nur empfehlen einen Abstecher dahin zu machen bei der üblichen Sightseeing Tour durch Berlin. Ich muß aber auch sagen, man sollte morgens dorthin kommen, um die erhoffte Wirkung zu erzielen. Am Tage ist einfach zuviel los und Ruhe ist was anderes.
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Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Condition
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Historical Significance