Detailed review by mydreamworld
mydreamworld
Berlin, Germany98%
Letztes Jahr suchten wir für ein Jugendprojekt noch Unterkünfte für die Betreuer. Es sollte unbedingt in Laufnähe zu unserem Projektort sein, aber auch sehr günstig und trotzdem keine "Absteige".
Nach kurzer Recherche stießen wir auf das Amstel House. Dies und 3 andere Hotels, waren die einzigsten die wirklich so nah lagen, dass man laufen konnte. Von den 3 anderen war eines eine Pension, wo schon die Fotos im Internet gruslig aussahen (Aaberna), das 2. war bedeutend zu teuer, das 3. hatte nichts frei und so blieb das Amstel House.
Lage:
Das Haus liegt mitten in Moabit, keine gute Gegend. Schockierend für die Betreuer war der Dreck auf der Straße, alles voll Müll, Scherben und Hundefäkalien. Schräg gegenüber des Amstel House gibt es eine Minigrünfläche mit ein paar Bänken und Bäumen. Leider waren diese Bänke Tag und Nacht belagert von Obdachlosen.
In der Straße gibt es Kneipen und Kioske. An der nächsten Ecke befindet sich die Markthalle, dort ist leider kaum noch etwas los, da 2/3 der Fläche leer steht. Es gibt aber einen Schlecker und einen Lebensmittelladen. Zur Turmstraße läuft man etwa 3 Minuten, dort finden sich zahlreiche Geschäfte. Man merkt gleich, dass man sich in Moabit befindet und hier nicht nur die Arbeitslosigkeit sehr hoch ist, sondern auch etwa 30% der Bewohner einen Migrationshintergrund haben. 80% der Kinder unter 15 Jahren leben von Hartz 4. Das merkt man schon an allem, an den Ramschläden und den vielen "Sportsbars", Dönerständen usw., die Menschen hier haben einfach wenig Geld. Die Gegend ist absolut keine Touristengegend - im Gegenteil. Als Tourist würde ich auf keinen Fall in diese Gegend fahren.
Die nächste U-Bahnhaltestelle heißt "Turmstr." - bis dahin läuft man etwa 8 Minuten. Busse fahren in etwa 4 Minuten Entfernung.
Leider kommt man nachts nicht so gut hier her. Die letzte U-Bahn vom Kurfürstendamm fuhr um kurz vor 1 Uhr. Clubs oder Discos gibt es keine die Fußläufig erreichbar wären.
Das Haus:
Das Haus sieht von außen wunderschön aus. Ein altes Jugendstilhaus, das richtig auffällt durch seine wunderschöne Bemalung. Es hat etwa 6 Geschosse. Gegenüber befindet sich ein Zentrum wo Arbeitslose so genannte Kurse absolvieren müssen um vermittlungsfähig zu sein. Da ist also immer viel los.
Im Erdgeschoss befindet sich die Reception und eine gemütliche, große Lobby.
Mit einem Aufzug geht es dann in die jeweiligen Stockwerke.
Die Straße ist ziemlich eng, es fahren immer mal wieder große Reisebusse vor um Jugendgruppen abzuladen oder abzuholen. Das Wendemanöver dauert immer ewig, so sind Fenster nach vorne raus nicht so toll.
Publikum:
Das Haus wird zum größten Teil von Jugendgruppen gebucht. Wir trafen etliche Klassen die auf Klassenreise waren. Dementsprechend war auch der Lärmpegel im Haus. Viele waren zum ersten Mal allein von zu Hause weg. Abends wird natürlich in den Zimmern gefeiert, die Kids rennen von Zimmer zu Zimmer, Türen knallen, Musik wird lauter gedreht usw. also es ist ganz schön was los.
Anreise:
Bei Anreise mussten wir erstmal ewig warten bis wir endlich dran waren. Dummerweise war wohl kurz vor uns eine Gruppe Jugendlicher angekommen. Leider nahm man uns nicht kurz vor. Also warteten wir etwa 30 Minuten. Dann ging es aber recht schnell. Als wir die Zimmertüren aufschlossen waren wir doch etwas enttäuscht.
Die Zimmer:
Es gibt verschiedene Zimmer: Einzelzimmer, Doppelzimmer, Vierbettzimmer und Schlafsäale.
Es gibt Zimmer mit Etagenbad und welche mit eigenem Badezimmer.
Ein Doppelzimmer mit Dusche und WC kostet 52 Euro/Nacht. Wir haben das als zu teuer empfunden.
Das Zimmer bestand aus einem hellen Raum in dem sich ein Etagenbett aus Holz befand, also damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet(sondern mit normalen Betten)! Neben dem Bett 2 Spinte für die Kleider, diese waren schon etwas abgenutzt.
Die Betten waren nicht bezogen, das mussten wir selbst machen. Handtücher waren nicht vorhanden. Auf Nachfrage hieß es, dass diese extra kosten würden. Bei einem Preis von 52 Euro empfanden wir das schon als unverschämt.
Wir konnten auch einen Blick in einen sogenannten Schlafsaal werfen. In einem Raum von etwa 18 qm standen doch echt 4 Stockbetten(Metallbetten) , also 8 Betten, dazu noch Schließfächer für die Klamotten. Sah sehr ungemütlich aus, keinerlei Deko, weiße Wände, PC-Boden, furchtbare Beleuchtung.
Sauber war es in unserem Zimmer absolut. Die Etagenbäder sahen allerdings grausig aus. Eigentlich waren sie in gutem Zustand, sahen auch ziemlich neu aus, nur hygienisch - au weia. Aber das liegt halt auch an den Gästen.
Sonstiges:
Frühstücken kann man auch im Hotel, dies hätte jedoch je 2 Personen etwa 12 Euro extra gekostet und das ist echt zu teuer. In der Nähe gibt es reichlich Frühstückscafes.
Ich empfehle das Hotel für Jugendgruppen, Klassenreisen und Backpacker die in Gruppen reisen. Für Leute die günstig übernachten wollen sind nur die Schlafsääle, denn für ein DZ 52 Euro, ist nun echt nicht günstig. Allerdings ist auch der Schlafsaal nicht günstig: für 4 Personen zahlt man 48 Euro(da kommen dann noch fremde Leute dazu!) für ein 4-Bettzimmer sogar 72 Euro! Also für diesen Preis gibt es schon herrliche Ferienwohnungen hier in der Gegend als auch in der Nähe des Kurfürstendamm.
Amstel House Hostel Berlin5
Ratings
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Room
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Size
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Cleanliness
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Features
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Room Condition
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Design
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Bed/Mattress
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View
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Hotel facilities
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Appearance/Architecture
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Lobby Atmosphere
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General Condition
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Front Desk
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Staff (Friendliness/Service)
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Location
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Location (City)
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Transportation Connection
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Shopping Opportunities
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Cultural Opportunities
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Night Life
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Quiet Location