Detailed review by Hoernchen123
Hoernchen123
Berlin, Germany87%
Unser Besuch in der vergangenen Woche war wohl der letzte in der Tobewelt. Es ist kalt, ziemlich schmutzig und vor allem nicht kindersicher. Wie diese Anlage durch den TÜV gekommen ist (und angeblich sind sie TÜV-geprüft) wundert mich...oder diese Prüfung war, als noch nicht so viel kaputt war. Ich habe bisher in noch keinem Indoorspielplatz soviele Kinder weinen sehen, weil sie sich irgendwo weh getan haben. Ich vermute, der Besitzer der Tobewelt hat keine Kinder, denn sonst wären im die vielen komischen Gegebenheiten aufgefallen...nämlich, dass man sein Kind hier nicht allein spielen lassen kann, weil man immer genau aufpassen muss....dass es keine Kindertoiletten gibt...dass der Handtuchtrockner zum Kinder erschrecken geeignet ist und dass literweise Cola und sogar Bier nicht unbedingt auf die Speisekarte in einem solchen Spielpatz gehören....Zugegeben, die Kinder haben hier trotzdem immer Spaß, aber künftig gehen wir wieder in einen anderen Indoorspielplatz.
Tommys Turbulente Tobewelt2
Ratings
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Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Die und sonst keine andere Tobewelt...das war das Motto der besten Freundin meiner Tochter oder vielleicht ihrer Mutter. Und so sind wir schon ein paar Mal in Tommys Turbulenter Tobewelt zu Gast gewesen obwohl es meiner Meinung nach in Berlin bessere Indoorspielplätze gibt.
Die Tobewelt liegt in Weißensee, recht gut versteckt hinter einem Baumarkt und einer etwas alt aussehenden Tennishalle. Mit dem Auto ist die Tobewelt problemlos zu erreichen, aber in Richtung Weißensee gibt es sehr oft Staus, was schon recht nervig ist, aber natürlich nicht Schuld der Tobewelt. Vor dem Indoorspielplatz gibt es einen ausreichend großen, kostenfreien Parkplatz. Auch mit dem Bus kann man zur Tobwelt gelangen, aber es fährt nur eine eher selten fahrende Linie hieher. Mit anderen Worten...die Tobewelt ist schon einigermaßen gut erreichbar, aber liegt nicht zentral. Ist bei einem Indoorspielplatz aber auch nicht unbedingt so wichtig.
Die Tobewelt ist unter Woche täglich ab 13:30 geöffnet, aber man kann, wenn man nett fragt, auch schon um 13 Uhr rein. Vormittags ist für Kita-Gruppen etc. geöffnet. Am Wochenende öffnet die Tobewelt um 10 Uhr ihre Tore. Abends ist um 19:30 Schluss, es sei denn, es ist Lange Tobenacht. Dann kann die Kinder hier in einer Art riesiger Kinderbetreuung abgeben und sie übernachten dann dort bis zum nächsten Morgen um 9 Uhr.
An der Kasse wird man dann erstmal einen recht üppigen Betrag los. Genau wie in vielen anderen Indoorspielplätzen auch wird auch hier Eintritt von den Eltern verlangt. Aber ohne Eltern erhalten Kinder unter 8 keinen Einlass. Unter der Woche sind pro Kind ab 2 Jahren 5,90 fällig, am Wochenende ein Euro mehr. Erwachsene zahlen immerhin nur“ 3 Euro. Trotzdem kommen fast 20 Euro zusammen, wenn man mit 2 Kindern hergeht. Es ist also schon eher ein richtiger Ausflug und nichts was man mal eben am verregneten Sonntagnachmittag im Herbst und Winter macht. Mit Familienpass bekommt man übrigens einmal im Jahr Rabatt...immerhin! ;)
Hinter dem Eingang kommt ein Bereich mit Fächern. Hier werden die Schuhe abgestellt (alle müssen barfuß in die Tobewelt), Jacken werden auch einfach hingehängt. Bisher ist uns zum Glück noch nix geklaut worden, aber wohl ist mir nicht dabei, die Sachen in einem absolut unbeaufsichtigten und nicht einsehbaren Bereich zu lassen. Seine Tasche kann man hier natürlich nicht lassen. Also muss man sie mitschleppen. Will man aber mit dem Kind mitklettern (was nötig ist, worauf ich noch eingehen werde, muss man seine Tasche mitnehmen oder noch einen anderen Erwachsenen dabei haben, der aufpasst.
Das Personal an der Kasse ist nett, aber es sind wohl (fast?) alles 400 Euro-Kräfte und das merkt man leider auch. Das Personal macht neben der Kasse auch noch die Arbeit im Bistro, das zur Tobewelt gehört. Das hat zur Folge, dass es vor allem beim Bistro schnell zu längeren Wartezeiten kommt, eh überhaupt mal jemand an den Tresen kommt und eine Bestellung aufnimmt. Dies liegt aber meist nicht an der überfüllten Kasse (die ist nie voll), sondern daran, dass das Personal auch noch in der Küche rumwuselt. Bestellt man etwas warmes (im Angebot ist überwiegend ungesundes, aber beliebtes wie Pommes ;)) wird man, wenn das Essen fertig ist, ausgerufen. Etwas komisch, beim ersten Besuch habe ich mich gewundert, wieso immer mal wieder Nummern durch die Halle gebrüllt werden...aber das hat seine Richtigkeit...
Die Tobewelt bietet auf 2000qm Spiel und Spaß...so die Werbung. Ich gebe zu, ich habe die Halle nicht vermessen, aber ich vermute, dass sie die gesamte Hallengröße angeben und dabei sollte man beachten, dass ein recht beachtlicher Teil der Halle vom Bistro eingenommen wird. Hier stehen jede Menge Tisch mit Stühlen für Erwachsene, es gibt kleine Tische für Kinder und an vielen Tischen ein Stuhl, der aussieht wie ein Thron und von Langnese gesponsert wurde. Die Sitzmöbel werden für Geburtstagsfeiern genutzt. Ganz ehrlich...ich find das potthässlich.
Die Preise im Bistro sind erstaunlich günstig. Eis und Slash gibt es für einen Euro, Bionade für 2 Euro...eine ganze Literflasche Cola (!) für 3 Euro. Wasser gibt es auch, aber geht anscheinend nicht so gut weg...ich habe mal eine Flasche gekauft und die hatte fast das Haltbarkeitsdatum erreicht!! Das muss man bei Wasser erstmal schaffen!! Wasser ist wohl nicht so populär hier... Und für die Eltern wird auch gesorgt...es gibt Bier!! Ehrlich gesagt, finde ich das noch schräger als Literweise Cola in einem Indoorspielplatz, in dem überwiegend Vorschulkinder spielen.
Herzstück des Spielplatzes ein Kletterbereich mit mehreren Rutschen (Wellen- und Röhrenrutsche), der eigentlich gut abgepolstert ist. Eigentlich. An sehr vielen Stellen sind die Styroporverkleidungen um die Stahlrohre ab, mit denen das Gerüst zusammengebaut wurde. So wird da natürlich nichts abgepolstert. Auch die Polster der Bretter“ auf den man langläuft und klettert sind oftmals schon kaputt und an den Kanten merkt man das harte Holz. Wer da mit Schwung drauffällt, hat mit etwas Pech einen Zahn weniger... Weiteres Manko ist die Ballschiess-Anlage...Zum einen find ich die Idee an sich schonmal nicht so prickelnd, dass man Bälle auf die darunter befinde Dreirad und Kettcar-Strecke schiessen kann, aber die Kanonen funktionieren eh nie. Was mich aber echt stört, ist, dass um die Kanonen als Sichererung nur ein Netz ist, das auch schon kaputt ist. Ein kleines Kind würde da durchpassen und entweder hängen bleiben oder wirklich runterfallen...ca. 3 Meter tief auf den Boden. Andere Spielbereiche, die sicher mal gut gedacht waren, wie ein Hangelbereich“ über einem angedeuteten Krokodilteich funktioniert auch nicht, nicht mal Erwachsene bekommen das Seil in Schwung.
Die Wellenrutsche ist toll und riesig, aber vorn nicht gesichert. Andere Indoorspielplätze lassen Rutschen ja oft in Bällebädern enden, die mit Netz umspannt sind, das ist hier nicht so. Man rutscht also mit recht beachtlicher Geschwindigkeit nach unten und raus auf ein paar Matten. Dort krabbelt auch schon mal ein Baby vorbei...und würde, wenn genau dann ein Kind angerauscht kommt, heftig umgenietet werden. Wir haben einmal gesehen, wie eine Mutter in Windeseile ihr Baby noch schnell dort weggerissen.
Gut...ich male vielleicht den Teufel an die Wand, aber man weiß nie, wie wild Kinder toben und so ein Kletterbereich MUSS kindersicher sein. Eigentlich so sicher, dass man als Eltern die Kinder einfach machen lassen kann und entspannt daneben sitzen! In anderen Indoorspielplätzen kann ich das, hier aber überhaupt nicht. In der Tobewelt bin ich immer permanent am Hinterher-Kraxeln, weil ich immer Angst habe, dass meine Tochter sich verletzt und ich es nicht mitbekomme. Bei unserem letzten Besuch hat sich meine Tochter auch verletzt. Sie ist eine der Matten im Kletterbereich untergerutscht, an der ein Seil zum Hochklettern war...Ergebnis: eine blutige Schürfwunde am Hals :-O!!!
Neben dem Kletterbereich gibt es eine Sommerrodelbahn. Hier kann man mit einem Schlitten auf Metallröhren runterrutschen. Umgeben ist das ganze von einer Art Hüpfburg. Super Idee, auch superschnell, aber es muss immer ein Elternteil dabei stehen, das aufpasst, dass hochkletternte Kinder, die seitlich neben der Bahn einen Schlitten hochschleppen, nicht umgenietet werden, von welchen die gerade runterfahren. Am Ende der Bahn sammeln sich dann die Schlitten...und jemand muss sie wegräumen, wenn die Kinder, die vor einem dran waren, es nicht selbst tun. Leider ist auch dieser Teil nicht komplett zu Ende gedacht.
In einer Ecke steht eine Art Hüpfburg in Form eines Tigermaules. Man kann es erklettern, darin herumrutschen und alle paar Minuten pustet sich das Maul auf und alle Kinder werden in den Rachen des Tigers reingerutscht....Am Ende des Rachens geht es dann nochmal ein ganzes Stück (ca. 1 m im freien Fall runter...wenn man sich nicht genug festhalten kann). Dieser Tiger ist ganz sicher eher für große Kinder, ist aber laut Aufschrift ab 3 Jahre. Immerhin ist der Tiger so schwierig zu erklettern, dass es ganz kleine Kinder nicht schaffen, es sei denn, sie werden von Älteren hochgezogen/geschoben ;-)
Ansonsten gibt es noch Trampoline, bei denen es keinerlei Beschränkungen gibt wie, dass pro Trampolin nur einer hüpfen darf. Komisch. Und zum Hüpfen ist auch der Wabbelberg, eine Art gigantischer Hüpfeberg. Nett, tausendfach schon geflickt und auch eher was für große Kinder, von denen aber eigentlich nicht so viele in der Tobewelt sind.
Unter dem Kletterbereich ist eine kleine runde Bahn mit Kettcars, Dreirädern und Bobbycars. Alles nicht mehr im schönsten Zustand und es ist auch doof, dass ein Ausgang des Kletterbereichs auf der Bahn (!) endet.
Für Kleinkinder bis 2 Jahre gibt es einen gesonderten Bereich mit kleiner Rutsche, kleinem Bällebad und Rutsche. Daneben befinden sich 2 Spielcomputer.
Im Sommer gibt es draußen noch ein Trampolin und einen Teich! Ja, einen Teich! Und zwar einen ungesicherten Teich. Ganz ehrlich, ich find das geradezu unglaublich.
Die Halle ist sehr sehr hell erleuchtet mit recht kaltem Neonlicht. Unsere Bekannten finden das super, da ihre Tochter Angst vor dem Dunklen hat und ok...man sieht auch besser alles. Aber in den Kletterbereich kann man eh nicht gut reinschauen, es ist zu verwinkelt gebaut.
Und kalt ist es in der Halle leider auch. Letzte Woche haben wir Erwachsene alle mächtig gefroren. Gut, es ist sicher schwer, eine große Halle im Winter zu beheizen, aber man sollte keine Eisfüße bekommen, wenn man am Tisch sitzt und eine heiße Schokolade trinkt.
Auch mit der Sauberkeit nimmt man es leider nicht so genau, aber vielleicht ist es auch schwer, den Teppichboden sauber zu lassen, wenn hier permanent Saft verschüttet wird etc... Aber es macht alles schon einen recht runtergespielten“ Eindruck.
Die Toiletten sind sauber und ordentlich. Was mich wundert, ist, dass es zwar Waschenbecken auf Kinderhöhe, aber keine kleinen Toiletten gibt. Natürlich auch keine Töpfchen...Dabei sind die Zielgruppe doch auch Eltern mit ganz kleinen Kindern. Was mich neulich etwas gewundert hat, ist das Teil zum Händeabtrocknen. Es ist neu und vermutlich hochmodern..ein Gerät mit Aussparungen für die Hände..sobald man die Hände hineinsteckt, fahren die Außenseiten zusammen/enger an die Hände und ein Föhn geht an. Ich fand es sehr lustig, aber sowohl meine Tochter als auch ihre Freundin (fast 6) fanden das Teil beängstigend.
Das Publikum ist der Gegend entsprechend. Die Plattenbauten von Hohenschönhausen sind nicht weit. Ich denke, mehr braucht man dazu nicht zu sagen....