Detailed review by Martini05
Man stelle sich vor: seit morgends um sechs auf den Beinen, zwei mehrstündige Meetings auf einem dichtbesuchten Messegelände, Taxifahrt im Stau, überfüllter Flughafen, zwei Stunden im Flugzeug, dann Passkontrolle, noch mal eine Stunde im Taxi und schliesslich kurz vor Mitternacht im Hotel. Normale Reaktion: direkt ins Bett, alles andere kann warten bis morgen.
Nicht im Golden Sands Penang.
Da war nämlich in der Lobbylounge noch Livemusik. Die Lounge öffnet sich im Halbkreis zum Garten mit Palmen und Pools, ist fensterlos und sorgt für Kühlung durch mehrere Deckenventilatoren. Bequeme Sessel laden ein zum faulen Rumlümmeln, und bei der Brise die direkt vom 50 Meter entfernten Meer kommt, wirkt ein Drink zusammen mit der Schlummermusik für wohltuende Entspannung. Und das immerhin bis nachts um halb eins.
Der check-in vorher verlief schnell, alle Daten waren schon da, brauchte nur noch zu unterschreiben, und wenige Minuten später auf dem Zimmer. Das Zimmer war auf den ersten Blicken etwas enttäuschend, weil nicht so gross wie die anderen Shangri La Hotels die ich vorher besucht hatte. Vor allem das Badezimmer ist eher klein geraten, wie auch der Schreibtisch.
Aber hier verbringt man eigentlich weniger Zeit im Zimmer, und zum Arbeiten stimmt die allgemeine Atmosphäre irgendwie nicht.
Ansonsten alles wie gewohnt sehr sauber, in gutem Zustand und mit einem Balkon von dem man einen wahrhaft traumhaften Blick auf Pools und Meer hat. Alles stimmt: Palmen, Strand, Brise, ein para Inseln am Horizont. Und etwa die Hälfte der Zimmer hier hat diesen Blick, alle haben Balkons mit Holzmobiliar, einige davon (an den Ecken des Gebäudes) sogar ausgesprochen grossflächige).
Mineralwasser gibt es umsonst, die Minibar ist leer mit dem Vermerk: Anruf genügt und wir füllen sie mit den gewünschten Getränken. Daneben ein Teller mit verschiedenen Obstsorten und einigen Keksen.
Das Bett schön gross und sehr bequem, eher hart als weich. Daneben eine Art Diwan mit Kissen und Leselampe.
Frühstück
Das Frühstücksbuffet wird ebenfalls im Erdgeschoss in einem offenen, fensterlosen Restaurant serviert, mit Deckenventilatoren. Meerbrise gibt es umsonst dazu.
Das Restaurant ist sehr geräumig, war allerdings praktisch voll besetzt als ich ankam. Zwei Hotelangstellte verständigen sich per Walki-Talki um freie Tische zu orten und die Neuankömmlinge dann dorthinzubegleiten. Es geht geschäftig zu, aber stressfrei. Auf Wunsch wird auch koffeinfreier Kaffee gereicht. Das Speiseangebot ist sehr vielfältig und nett angerichtet, es gibt etwa ein Dutzend verschiedene tropische Früchte, mehrere Säfte, ein grosses Angebot an Backwaren, und natürlich warme Speisen, asiatisch und europäisch.
Am zweiten Morgen war es allerdings weniger idyllisch. Es war anscheinend eine grössere Gruppe von Frühaufstehern zum Frühstück erschienen, und nach deren Abreise wurden die Tische erstmal nicht abgeräumt. Der Koch an der Eiertheke hatte sich auch eine Verschnaufpause gegönnt, und Kaffee gab es nur als Selbstbedienung. Mehrere Sachen am Buffet waren leergegessen und es war noch nicht nachgelegt worden, und das änderte sich auch in der folgenden halben Stunde nicht. Lediglich zwei Hotelangestellte kümmerten sich so gut es ging um die Gäste, waren aber hauptsächlich bemüht, zu kassieren.
Das dürfte eigentlich in einem Shangri La Hotel nicht passieren.
Strand
Vom Hotel gelangt man direkt an den Strand, der praktisch nur von den Hotelgästen benutzt wird, daher gibt es keinen Platzmangel. Der Strand macht einen sehr sauberen Eindruck, fällt allerdings zum Meer hin etwas steil ab und daher zum Schwimmen nicht unbedingt ideal. Der Strand ist nicht übermässig breit aber relativ lang. Direkt am Hotel wird Massage am Strand angeboten, sowie verschiedene Wassersportarten (Parasailing, Speedboat, Bananaboat), Handlesen und Pferdereiten am Strand lang. Wenn man darauf keine Lust hat, reicht es ein freundliches may be later zu sagen, dann wird man nicht weiter behellligt.
Miniclub
Das Hotel bietet in einem Extra Abschnitt in zwei Holzbauten (im traditionellen malayischen Stil) einen Kinder Club an, mit Beschäftigungsprogramm von morgens 9:30 bis abends um 6. Gegen einen geringen Preis von umgerechnet knapp 3 Euro können die Kinder auch zum Mittagessen dableiben. Das Programm wechselt täglich und zumindest auf dem Papier sieht es spannend aus.
Pool und Aussenanlagen
Zwei schön geformte nicht allzugrosse Schwimmbecken, max. 1,50m tief, sowie noch ein kleineres Becken mit einer Rutsche für Kinder. Umgeben von einem grossen Garten mit vielen Palmen, der zum Strand hin offen ist. Es gibt reichlich Liegestühle, selbst bei vollem Haus ist Panik fehl am Platz. Handtücher bekommt man gratis am Pool, es gibt auch mehrere Tische mit Strohdach, da kann man im Schatten essen oder lesen.
Über das Gelände verstreut gibt es Ständer mit roten Fähnchen. Damit kann man nach der Bedienung winken wenn man zu faul ist, sich vom Liegestuhl zu erheben und selbst bis zur Poolbar zu laufen.
An der Poolbar gibt es einfache Gerichte (Satay, Hamburger, etc.) und Getränke, zwar nicht gerade billig, aber noch im Rahmen des Vertretbaren.
Gastronomie
Das Frühstücksrestaurant dient zu den anderen Tageszeiten als Buffetrestaurant. Sonst hat man noch die Möglichkeit im Sigis by the sea zu essen. Hier gibt es Tische im Innenbereich mit Klimaanlage oder aber sonst draussen, fast direkt am Strand. Als ich da war, gab es ein Buffet mit überwiegend spanischen Gerichten, die soweit ganz gut schmeckten, darunter frisch gegrillte Langusten und Garnelen sowie eine Riesenauswahl an Nachspeisen.
Umgebung
Vor dem Hotel verläuft die Hauptdurchgangsstrasse von Batu Ferringhi, eher eine Art Dorfstrasse mit vielen kleineren Geschäften und Restaurants links und rechts, darunter ein Nightbazaar dessen Stände täglich ab 21 Uhr öffnen.
An- und Abreise mit dem Taxi
Noch ein para Worte zum Taxi: Am Flughafen von Penang gibt es ein Kouponsystem, d.h. man bezahlt einen festen Preis, in diesem Falle 60 MYR (etwa 12 EUR) und wird relativ schnell und unkompliziert zum Hotel gebracht. Es sind alerdings keine normalen Taxis mit Uhr sondern die etwas teureren Limousinen. Normale Taxis mit Uhr können am Flughafen nicht laden.
Auf dem Rückweg vom Hotel zum Flughafen ergibt sich die folgende Situation: Vor dem Hotel stehen etwa ein Dutzend normale Taxis, aber keiner will die Uhr einschalten und der Preis ist Verhandlungssache. Diese Praxis wird vom Hotel auch unterstützt. Ausgangsangebot ist 60 bis 80 MYR zum Flughafen, was man aber auf etwa 40 bis 45 MYR drücken kann, das ist dann immer noch etwas mehr als mit eingeschalteter Uhr, aber man hat wenig Alternativen.
Fazit
Hier kann man es schon mal ein paar Tage aushalten, vielleicht sogar zwei Wochen, wenn man sich in erster Linie in der Sonne und am Wasser aufhalten will.
Das Hotel ist ok und sauber, die Anlage sehr schön, und die Restaurants in der unmittelbaren Umgebung des Hotels können für Abwechslung sorgen. Sonstige Ausflugsmöglichkeiten sind eher begrenzt, es sei denn man nimmt sich einen Mietwagen und erkundet die Umgebung auf eigene Faust.
Würde ich bei einem Wochenendaufenthalt in Penang wieder in Betracht ziehen.
Shangri-La Golden Sands Resort9
Ratings
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Room
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Size
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Cleanliness
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Features
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Room Condition
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Design
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Bed/Mattress
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View
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Room Service
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Hotel facilities
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Appearance/Architecture
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Lobby Atmosphere
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General Condition
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Front Desk
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Staff (Friendliness/Service)
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Variety of Restaurants
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Guests
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Hotel Bar
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Pool & Outdoor Facilities
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Sports facilities
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Spa Facilities
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Activities
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Relaxation Value
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Childcare
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Food & Beverages
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Food Variety
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Food Quality
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Food Arrangement
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Dining Area Ambiance
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Service
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Location
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Landscape/Scenery
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Transportation Connection
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Shopping Opportunities
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Night Life
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Quiet Location
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Sports facilities
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Beach (Size)
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Beach (Cleanliness)
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Beach (Space)
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Water Quality