Detailed review by thokla
thokla
Nähe Braunschweig, Germany97%
Der Name dieses Hotels scheint im ersten Moment etwas deplatziert, vermutet man doch in der badischen Region weniger eine innige Partnerschaft mit dem Freistaat Bayern, wie es die Eigenbezeichnung "Bayerischer Hof" suggerieren könnte. Doch hat dieses im frühen 18. Jahrhundert gegründete Haus zumindest deutlich historische Wurzeln aufzuweisen. In diesem wahrlich mondän wirkenden Kurort wirkt vieles, im positiven Sinne, erinnernd an alte und glamouröse Zeiten.
LAGE
Es ist fast nicht möglich, sich eine noch verkehrsgünstiger gelegene und zentralere Lage eines 3-Sterne Hotels wünschen zu können. Wie der Beiname zum Hotel schon aussagt, liegt es direkt vis à vis zum prunkvollen und monumental wirkenden Festspielhaus von Baden-Baden. Insbesondere Besucher dieser Veranstaltungsstätte werden die Vorteile des kurzen Fusswegs zu schätzen wissen, wenn beispielsweise eine dort stattfindende Aufführung mit einem kooperienden Kurzaufenthalt in besagtem Hotel kombiniert werden soll. Doch auch der Fussweg zur nahegelegenen, anheimelnden Fussgängerzone sowie dem Bäderviertel und den einschlägigen Einrichtungen eines Kurortes (Kurhaus, Trinkhalle, Casino, ...) ist zügig und zeitnah zu bewältigen.
Die Anfahrt mit dem Auto, von der Autobahn A 5 kommend, ist auch für Ortsfremde ein Einfaches, braucht man doch nur dem Verlauf der Bundesstrasse B 500 folgend Richtung Zentrum zu fahren und sich an den allgegenwärtigen Hinweisschildern zum Festspielhaus orientieren. Einzig prekär ist in diesem Zusammenhang die Parkplatzsituation des Hotels Bayerischer Hof. Zwar hält das Haus löblicherweise etwa fünf reservierte Parkplätze vor, die das Heck des Fahrzeugs jedoch zu einem Viertel auf den Fussweg ragen lassen, doch reicht dies eben nur bei einer geringen Zimmerbelegung aus. Parkplätze in der direkten Umgebung sind dünn gesät und, weiterhin durch verschiedene Einbahnstrassenregelungen erschwert, im Grunde fast ausschliesslich für Anwohner gedacht. Eine Alternative wäre das Abstellen des eigenen Kraftfahrzeugs im Parkhaus des Festspielhauses, das jedoch bei stattfindenden Veranstaltungen für weiteren, externen Verkehr nicht nutzbar ist.
Nutzer öffentlicher Verkehrmittel haben beim Besuch dieses Hotels gleichwohl leichtes Spiel, da der Stadtbus direkt gegenüber des Eingangs eine Haltestelle bedient.
ERSTER EINDRUCK
Der schon eingangs erwähnte Charme altherrschaftlicher Zeiten schlägt sich natürlich auch im äusseren Erscheinungsbild des Hotels nieder, das, abgesehen von der etwas unpässlich erscheinenden Gebäudeteilung mit einem asiatischen Restaurant, angenehm wirkende Architekturelemente der geschichtsträchtigen Umgebung aufgreift. Beim Gang zur Eingangstür über einen rustikalen Laufteppich auf den Aussenstufen wird in gewisser Weise sogleich Neugier auf das Innere geweckt. Bedingt durch räumliche Zwänge existiert hier keine Eingangshalle, sondern ein nett und modern anzuschauender Gang in Richtung der Rezeption. Bei plötzlich in grösserer Zahl anreisenden Gästen könnte es jedoch dadurch zu etwas Gedränge führen, was bei der überschaubaren Anzahl von Zimmern (knapp 30) jedoch eher selten passieren wird.
Der Eincheckvorgang ist schnell vollzogen, der Empfang durch eine freundliche Mitarbeiterin bzw. einen Mitarbeiter geht auch für hochdeutsch sprechende Gäste verständlich klaglos vonstatten. Moderne Türöffnungssysteme in Form von Magnetkarten werden hier zwar nicht geboten, doch gehört zum Zimmerschlüssel weiterhin ein Schlüssel zur Öffnung der Haupteingangstür - sollte der spätheimkehrende Gast erst nach 0 Uhr Einlass wünschen.
ZIMMER
Gebucht war ein Einzelzimmer mit Frühstück zu einem annehmbaren Preis. Der Zugang zu ebendiesem erfolgt mittels des zwar kleinvolumigen, aber zweckmässigen Fahrstuhls. Beim Aussteigen erwartet den Gast eine zwar frisch und mediterran anmutende Farbgebung der Flurwände und des scheinbar neuen, dunkelblauen Teppichs, doch könnte hier und da noch ein wenig Feinarbeit bezogen auf das optische Finish den Eindruck verbessern helfen.
Beim Betreten des ausreichend grossen, hohen, aber nicht riesigen Zimmers fällt zuallererst das zentrale Bett ins Auge, das, auch ohne zu grosses Gedränge hervorzurufen, für zwei Personen als Schlafstatt dienen könnte. Die Zimmerbeleuchtung wirkt im ersten Moment etwas provisorisch, lässt doch der neben der Tür platzierte Schalter einen seitlich stehenden Deckenfluter den Raum erhellen. Zumindest liessen jedoch die bei meinem Besuch an der Decke endenden Kabel darauf schliessen, dass an eine Umrüstung gedacht ist. Für die Abendlektüre sind aber zwei weitere Wandlampen am Kopfende des Bettes vorhanden, die ein erneutes Aufstehen überflüssig machen.
Als technisches Equipment steht auf einem der Nachttische ein Telefon zur Verfügung, ein an der Wand angebrachter Fernseher bietet sich mit seinen über 20 Programmen in ausreichender Qualität als Einschlafhilfe an. Für Gäste, die nur mit gebügelten Hosen das Haus verlassen wollen, steht gar ein elektrischer Hosenbügler bereit. Ein kleiner Schreibtisch mitsamt Stuhl ist zwar etwas gedrängt vor dem Fenster positioniert, reicht aber natürlich aus, um den kleinen Schriftverkehr zu regeln - in Ermangelung eigenen Papiers auch notfalls mittels der bereitliegenden Schreibutensilien. Sollte zu später Stunde Durst aufkommen, stehen auf der von mir nicht näher inspizierten Minibar auch Wasserflaschen und badischer Wein bereit. Der Letztgenannte möchte mit 5.- EUR für 0,25 Liter bei der Abreise bezahlt werden.
Der zur Disposition stehende Schrank ist mit Sicherheit gross genug für die Utensilien einer Person und beinhaltet zusätzlich die mittlerweile allüblichen, diebstahlsicheren Kleiderbügel. Dass eine der Schranktüren sich mangels oberer Führung nicht schliessen liess, halte ich für einen vorübergehenden Mangel - ebenso wie die bei meinem Besuch nicht funktionierende Heizung, die mich in einer Art Kühlbox hausen liess ...
Das hinter einer Tür liegende Badezimmer mitsamt separater Dusche ist als grosszügig dimensioniert zu bezeichnen, hat aber, trotz erkennbarer Pflege, eher den Charme der Braunton-Ära aus den 80er Jahren zu bieten. Komplett eingerichtet ist es dennoch und bietet neben einem Haartrockner samt löblich hervorzuhebender Extrasteckdose für eigenes Trockengerät auch Kosmetiktücher, einen Handseifespender, einen Rasierspiegel und eine ausreichende Zahl an herrlich weichen Handtüchern. An der Beleuchtung liesse sich noch ein wenig feilen, wirkt doch der Deckeneinbau der Halogenstrahler etwas heimwerkermässig und unausgewogen.
FRÜHSTÜCK
Im Übernachtungspreis eingeschlossen ist üblicherweise die Nutzung eines bereitgestellten Frühstücks in Buffetform, das in einem wiederum geschichtliche Gedanken hervorrufenden Nebenraum Nahe des Eingangs angerichtet wird. Ein sehr nettes Ambiente in hellen Farben, stuckverzierter Decke, Säulen und Sitzgelegenheiten im Look eines französischen Bistros lockt den Gast, hier auch etwas länger zu verweilen. Das Buffet enthält alles in einem 3-Hotel übliche, so wurde auch an Rührei mit Speck sowie Obst und eine kleine Auswahl von Cerealien gedacht. Schon beim Betreten des Raumes lockt der Duft von warmen und frischen Brötchen als auch von Croissants, von denen der Frühaufsteher ab 7 Uhr (Sonntags ab 8 Uhr) am ehesten profitieren kann. Kaffee wird in Form von Kännchen frisch gebrüht jedem Gast zur Verfügung gestellt, die Aussicht durch die grossen Scheiben hinüber zum Festspielhaus lässt wiederum die Gedanken schwelgen ...
FAZIT
Ein klassisch wirkendes und familiär geführtes Haus mit nicht unangenehmem Flair, das sich, bedingt durch die exponierte Zentrallage, sicher gut für Kurzaufenthalte in Baden-Baden anbietet. Den Zimmern fehlt zwar der gewisse Pfiff, was aber durch den Einrichtungsstil des Frühstücksraumes und dem Look des Eingangsbereiches wieder wett gemacht wird. Das Preis-/Leistungsverhältni s ist für das Gebotene als gut zu bezeichnen, bei einer Hotelbuchung mittels der schon mehrfach von mir genutzten Plattform "HRS" (Hotel Reservation Service) gar als sehr gut.
DATEN und PREISE
Hotel Bayerischer Hof am Festspielhaus
Langestr. 92
76530 Baden-Baden
Tel. +49 (0)7221/9355-0
Fax. +49 (0)7221/9355-55
Eine hoteleigene Website samt Preisliste, Zimmeranfrage- und Buchungsmöglichkeit sowie diversen Arrangementangeboten ist ebenso verfügbar unter ...
www.hotel-bayrischerhof.d e
EZ: 70 bis 105.- EUR pro Übernachtung (incl. Frühstück)
DZ: 95 bis 150.- EUR (2 Personen) pro Nacht (incl. Frühstück)
Kurtaxe (Pflichtabgabe): 2,50 EUR pro Person/Tag
Anreise: ab 14 Uhr
Abreise: bis 12 Uhr
Wireless LAN (W-LAN): verfügbar / Equipment erhältlich
Akzeptierte Zahlungsmittel: Bargeld, maestro(EC), alle gängigen Kreditkarten
Bayerischer Hof am Festspielhaus8
Ratings
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Room
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Size
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Cleanliness
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Features
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Room Condition
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Design
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Bed/Mattress
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View
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Hotel facilities
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Appearance/Architecture
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Lobby Atmosphere
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General Condition
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Front Desk
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Staff (Friendliness/Service)
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Variety of Restaurants
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Guests
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Food & Beverages
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Food Variety
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Food Quality
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Food Arrangement
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Dining Area Ambiance
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Service
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Location
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Location (City)
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Landscape/Scenery
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Transportation Connection
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Shopping Opportunities
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Cultural Opportunities
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Night Life
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Quiet Location