Eines unsere relativ häufig besuchten Ausflugsziele ist Bad Zwischenahn, so auch am letzten Wochenende zur Zwischenahner Woche. Ein wenig vom Trubel abgewandt, begaben wir uns zwischenzeitlich in den wunderschönen Kurpark, um unseren Durst und Hunger zu stillen. Da uns der "Spieker" schon von mehreren Besuchen bekannt und das Wetter bis 20:30 Uhr sehr schön war, trieb es uns mal wieder dorthin.
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Accessibility
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"Must See"-Factor
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Budget Friendliness
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Ambiance
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Food
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Service
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DIE LAGE
Das urige, gemütliche Restaurant befindet sich direkt im wunderschönen Kurpark. Von der A1 Richtung Bremen wechselt man zunächst auf die A29 Oldenburg/Wilhelmshaven, um danach über die A28 Emden/Leer den Kurort in ca. 10 Minuten ab Ausfahrt zu erreichen. Ungefähr 2 km von der City entfernt befindet sich auch der Bahnhof, der auch eine Reihe an Parkmöglichkeiten bietet. In unmittelbarer Nähe des Kurparks gibt es zwar ausreichend Parkmöglichkeiten, die aber am Wochenende bei schönem Wetter schon mal überfüllt sein können, so dass man teilweise etwas längere Fußwege in Kauf nehmen muss. Rund um und im Kurpark gibt es aber immer wieder Sitzgelegenheiten zum Ausruhen. Alle Fußwege sind allerdings gut befahrbar und behindertengerecht ausgebaut, so dass auch Rollstuhlfahrer wenig bzw. gar keine Probleme haben dürften.
DAS RESTAURANT
Der Spieker ist ein Restaurant und Bestandteil des seit 1910 bestehenden Freilichtmuseums. Es liegt direkt im Kurpark, in unmittelbarer Nähe des Zwischenahner Meeres. Im zweigeschossigen Innenbereich bietet das Lokal rund hundert Sitzgelegenheiten, die aber durch den angrenzenden, wunderschön angelegten Biergarten um weitere 160 Plätze ergänzt werden. Das stilgerechte Fachwerk des Lokals passt sich wunderbar den restlichen Gebäuden des Museums an und ist dementsprechend im rustikalen Original-Stil eingerichtet. Dunkle Möbel und zum Teil Originalbestandteile aus früheren Zeiten sowie mächtige Balken und die weißen Backsteinwände wirken auf mich so richtig gemütlich.
Total passend sind auch die karierten Gardinen sowie die Binsenstühle und der Steinfußboden. Schon beim Eintreten ins Lokal kommt eine Wohlfühlatmosphäre rüber. Obwohl das Lokal nicht sonderlich groß ist, tritt dennoch kein Engegefühl auf. Erspäht habe ich auch schon einen tollen Kamin, den ich allerdings noch nicht in Betrieb erlebt habe, da wir meistens bei schönem Wetter am Meer entlang spazieren und somit oft die Terrasse nutzen.
Die Dekos sind auch im typischen bäuerlichen Stil und passen sich dem übrigen Inventar an. So erspäht man auch schon mal alte Eichenfässer, aber auch sehr viel Zinngegenstände.
Über eine passende Treppe gelangt man dann in den zweiten Stock des Gebäudes, der noch eine Menge an alten Geräten zu bieten hat. Hier passt sich ebenfalls der bäuerliche Stil dem anderen an.
Sehr schön und romantisch ist auch der große, durch eine Hecke und Pflanzen abgetrennte Biergarten, in dem wir uns bei unseren Besuchen überwiegend aufhalten. Unter krüppeligen Apfelbäumen fühlt man sich meines Erachtens gleich sehr wohl. Die Tische und Stühle wurden dem Stil angepasst. Auf den Tischen wiederholen sich die Karo-Decken. Vereinzelt erspäht man auch hier noch alte Wagenräder und wenn mich nicht alles täuscht, war auch noch ein alter Brunnen vorhanden. Von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf einige der Museumshäuser. Direkt angrenzend befinden sich das Bauernhaus sowie die Zimmerkammer. Bei eintretender Dunkelheit werden die Tische mit hübschem Kerzen dekoriert, was zudem dazu beiträgt, sich hier einfach wohl zu fühlen. Aufgrund des Feelings sowie der himmlischen Ruhe möchte man gar nicht mehr aufstehen.
Direkt am Lokal befindet sich auch ein lauschiges Sitz-Plätzchen mit einem um einen Baum herum gebauten Tisch und Bänken.
Das WC in diesem Lokal sucht man beim ersten Mal vergebens, denn hier gibt es keines. Hierzu muss die Sanitäreinrichtung am direkt angrenzenden Bauernhaus genutzt werden. Was mich daran hauptsächlich stört ist, dass man für die Benutzung des WC's 0,40.-€ zahlen soll, was bei anderen Gaststätten eigentlich immer kostenlos ist.
DAS PERSONAL
Die in Originaltrachten gekleideten Kellner empfangen die Gäste sehr höflich, aber zum Teil vornehm zurückhaltend. Schnell und zuvorkommend werden die Speisen und Getränke serviert. Da die Räucheraale im Ganzen serviert werden, erstreckt sich der Service des Personals z.B. auch auf das Enthäuten des Aals. Innerhalb der warmen Jahreszeit sind die freien Plätze oftmals bis auf die letzten Stuhl belegt, aber dennoch kam bislang in unserer Anwesenheit keine Hektik auf.
DIE SPEISEN / GETRÄNKE
Die Auswahl an Speisen ist leider ziemlich begrenzt, aber das was wir bislang dort gegessen haben, war immer sehr lecker. Typisch für dieses Lokal ist der Ammerländer Räucheraal. Generell findet man auf der Speisekarte viele Fischgerichte, aber auch einige Suppen oder lecker belegte Brotmahlzeiten. Fast zu allen Gerichten werden leckere Bratkartoffeln gereicht.
Leider kommen Kinder hier nicht unbedingt auf ihre Kosten. Es gibt zwar Bockwürstchen und Bratkartoffeln, aber das war es fast auch schon. Ein Dessert haben wir bislang noch nicht gegessen.
Typisch ist auch der Ammerländer Löffeltrunk, ein Schnaps, den man aus einem Zinnlöffel trinkt/schlürft. Habe ich zwar noch nicht getrunken, da ich absolut nicht auf so'n Schnapszeug stehe.
Die Getränkekarte umfasst verschiedene Biersorten sowohl vom Fass als auch aus Flaschen. Ein begrenztes Angebot an Spirituosen und nicht alkoholischer Getränke fand sich auf der Karte, wobei es keine Cola-light gab. Das bestellte Alster gab es allerdings nur zu 0,5 l .
Die Speisen waren frisch, lecker und schön arrangiert, die Bratkartoffeln deftig und knusprig, das Bier völlig okay und nicht abgestanden.
DIE PREISE
Ganz günstig sind die Speisen und Getränke nicht gerade, halten sich aber noch im Normbereich auf. Aale werden nach Gewicht bezahlt. Die Preise bewegen sich, je nach Hauptgericht, zwischen 7.- und 25.-€. Suppen und Bockwürsten kosten so um die 5.-€. Meiner Meinung nach ist das für einen Kurort aber ganz okay.
DIE ÖFFNUNGSZEITEN
Der Spieker hat täglich von 10:00 24:00 Uhr geöffnet. Ruhetage gibt es keine. Größere Gruppen sollten sich aber rechtzeitig ein paar Tage vorher anmelden.
FAZIT
Aufgrund der supertollen Atmosphäre und Lage zieht es uns häufig in dieses schnuckelige Lokal, ob nun zum Essen oder einfach nur, um mal bei einem Getränk dem Alltagsstress zu entfliehen. Die himmlische Ruhe und das ganze Drumherum sind einfach traumhaft. Sehr gut verbunden werden kann der Besuch mit einem anschließenden Spaziergang am Meer oder in der wunderschönen City. Auch bietet der gesamte Ort unzählig Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, so dass man locker einen wundervollen Tag im romantischen Kurort verbringen kann. Aalliebhabern kann ich dieses Lokal ganz besonders empfehlen. Aufgrund der positiven Eigenschaften wird man uns hier ganz sicher noch öfters antreffen. Ich muss nicht jedes Mal dort essen, aber alleine die traumhafte Idylle treibt uns immer wieder an diesen Ort.