Detailed review by rolo
Heute möchte ich das Hotel Alpenblick in Bad Gastein vorstellen, in dem ich im Mai 2011 ein Wochenende verbracht habe. Angereist bin ich an einem Freitag mit der Bahn. Da es hier einen Bahnhof gibt, war das kein Problem. Von Leipzig ging es zuerst nach München und von dort mit dem ÖBB-Zug bis Bad Gastein. Im Hotel Alpenblick wird ein Abhol- und Bringservice vom und zum Bahnhof angeboten, aber das wollte ich zuerst nicht. Deshalb habe ich mir bei Google Maps einen Ortsplan ausgedruckt und mitnehmen.
Das Hotel liegt etwas abseits an der Kötschachtaler Straße 17. Hier fährt auch der Ortsbus vorbei, auf der Straße kommen ab und zu mal Autos, unübersichtliche Kurven sind vorhanden, aber kein Gehsteig. Deshalb sollte man behutsam unterwegs sein. Auf dem Weg vom Bahnhof konnte ich mir einen ersten Eindruck von Bad Gastein machen. Es gibt viele Hotels in noblen Gebäuden aus der Gründerzeit, die über mehrere Stockwerke verfügen. In der Zeit der Jahrhundertwende um 1900 war Bad Gastein ein Treffpunkt der gehobenen Gesellschaft, heute stehen viele Gebäude leer, und das sieht man auch. Das Publikum sind meist ältere Menschen und Kurgäste.
Empfangen wurde ich von der freundlichen Chefin. Der Rezeptionsbereich ist klein, aber gemütlich. Hier gibt es einen Ofen für die kalte Jahreszeit und ein Sofa mit einem Tisch. An der Wand hängen ein paar aktuelle Tageszeitungen. Schräg gegenüber ist eine kleine Bar mit Sitzecke, wo man Getränke aller Art von Wasser, Süßem und Saft, Kaffee, Kakao bis zu Alkoholika bekommt.
Die Chefin zeigte mir das Zimmer, wo ich auf dem Balkon auch rauchen durfte. Es lag zur Straße raus und auf der Seite gab es keine anderen Balkons, sodass ich niemanden störte. Das Zimmer hatte eine angenehme Größe, links gab es ein Doppelbett, gegenüber einen Schreibtisch mit Minibar und den Fernseher. Das Bad lag separat und alles war sehr sauber. Auch die anderen Gäste mochten ihre Zimmer. Viele davon haben eine großartige Panoramasicht auf Bad Gastein und das Alpental. Darüber hinaus gibt es einen großen Garten, worüber sich die meisten Zimmer befinden. Hier befinden sich ein Poolbereich und ein Wassertretbad. Im Untergeschoss sind Sauna, Dampfsauna, Infrarot-Kabine, Wohlfühlbad und Panorama-Ruheraum. Für das Wohlbefinden gibt es Wellnessbehandlungen und Massageanwendungen.
Das Hotel hat sich ganz der alternativen Therapie verschrieben, es werden auch Seminare für Reiki und Energien angeboten und Veranstaltungen im größeren Umfang abgehalten. Zum Heilstollen am anderen Ende von Bad Gastein besteht ein Transferservice. Im Hotel liegen Programme und Vorschläge für Ausflüge aus. Gerne berät einen die Chefin bei der Suche, und laut Auskunft wird man mit dem Bus auch am Hotel abgeholt. Mit der Gästekarte gibt es viele Vergünstigungen und die Benutzung des Ortsbusses in Bad Gastein und Umgebung. Bestimmte Kassen in Deutschland übernehmen auch die Kosten für eine Kur im Hotel, weil es sich um besondere Therapien handelt, die sonst nicht angeboten werden.
Am Abend meines Ankunftstages machte ich noch einen Spaziergang in das nahe gelegene Kötschachtal. Dort gibt es ein kleines Dorf mit einer guten Gaststätte, umrahmt von hohen Bergen. Es sah schon etwas gewittrig aus, und so kehrte ich ins Hotel zurück. Die Chefin war ein sehr kompenter Ansprechpartner und hatte stets ein offenes Ohr. So fragte ich sie nach einem Abendessen. Ich habe mir dann ein leckeres vegetarisches Gericht ausgesucht und durfte es mit aufs Zimmer nehmen. Dort ließ ich es mir gut gehen, während ich Fernsehen schaute. An diesem Tag wurde ich nicht alt, sondern ging früh schlafen. Die lange Anfahrt strengt schon ziemlich an.
Am nächsten Tag frühstückte ich in aller Ruhe. Draußen regnete es ein wenig. Zum Frühstück gab es ein reichhaltiges Büffet mit allen möglichen Leckereien. Frische Brötchen, Belag aller Sorten, Butter, Margarine, Marmelade, Nutella, Kaffeespezialitäten, Milch und Tee, Säfte, um nur einiges zu nennen. Ich nahm einen Tisch am Fenster ein, wurde aber später darauf hingewiesen, dass dieser schon für andere Gäste reserviert war. Die trafen kurze Zeit danach ein, wurden aber von den Angestellten an einen benachbarten Platz gebeten. Am nächsten Morgen durfte ich den Platz behalten, weil er mir so gut gefiel. Das Frühstück war die einzige Mahlzeit, die ich in dem Speiseraum einnahm. Zu dieser Gelegenheit konnte ich auch die anderen Gäste sehen. Anwesend waren eine größere Reisegruppe, ein paar ältere Ehepaare und ältere Frauen. Ich war wohl der Einzige, der allein da war.
Nach dem Frühstück an diesem Samstag wurde es doch noch ganz passabel, und so machte ich eine Wanderung ins wenige Kilometer entfernte Böckstein. Dort gibt es das Montanmuseum, das wie ein Dorf im Dorf auf den Besucher wirkt. Dabei handelt es sich um ein Museum zur Geschichte des Bergbaus und insbesondere der Goldgewinnung. Die Gebäude sind liebevoll restauriert und eingerichtet. Die gesamte Anlage kann jedoch auch außerhalb der Öffnungszeiten durchschritten werden. So kann man sich schon vorab einen ersten Eindruck machen. Auf einem Hügel steht nebenan die Pfarr- und Wallfahrtskirche, erbaut 1764 bis 1767 von Wolfgang Hagenauer. Hinter dem rund um das Gotteshaus liegenden Friedhof gibt es auch einen großen Soldatenfriedhof. Ich war von der Wanderung so fertig, dass ich mich erstmal in ein Gasthaus setzte und eine Limonade zu mir nahm.
Nachmittags lief ich dann mal ins Bad Gasteiner Zentrum. Durch den Garten kann man zu einem Weg hinuntergehen. Von dort ist es nicht weit, und man kommt oberhalb der berühmten Gasteiner Wasserfälle raus. Sie stürzen in mehreren Stufen ins Tal. Besonders erlebnisreich ist der Blick von den dazwischen liegenden Brücken und Rundwegen. Die Kirche St. Preim steht gleich über den Wasserfällen und wurde mehrfach neu erbaut. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Alpendorf zu einem mondänen Kurort. Und bis heute kann man dem Glanz vergangener Tage nachspüren, denn zahlreiche Bauten gibt es noch immer.
Den Tag ließ ich gemütlich ausklingen. Wieder im Hotel, wollte ich ans Internet und meine E-Mails durchschauen. Das muss man vorher sagen, und im Nebenraum wird dann der PC aufgebaut. Die Gebühren hierfür sind unterschiedlich, je nachdem, wie lange man es nutzt. Alles in allem ist es aber recht günstig. In besagtem Raum kann man auch Klavier spielen, sich ausruhen oder Kaffee und Kuchen essen. Am Abend fand der Grand Prix de Eurovision statt, ein interessantes Ereignis, dass ich mit Spannung verfolgte. Ich bestellte mir wieder ein vegetarisches Abendessen. Diesmal mit einer Salatschale, die ich mir selbst am Büffet nehmen durfte.
Und am Sonntag stand schon wieder mein Abreisetag an. Es regnete, und das nicht zu knapp. Auf den Anhöhen über dem Ort war sogar Neuschnee gefallen, und das Mitte Mai ! Ich frühstückte in aller Ruhe, durfte noch etwas auf meinem Zimmer bleiben. Nachher setzte mich noch eine Weile an die Rezeption, unterhielt mich mit der Chefin und durfte mir noch einen Kaffee nehmen. Die Gäste waren an diesem Tag alle länger im Speiseraum geblieben. Mein Zug fuhr zur Mittagszeit, und weil ich nicht nass werden wollte, ließ ich mich zum Bahnhof fahren. Das war kostenlos, denn der Mitarbeiter musste sowieso jemanden abholen. Für die Transfer steht dem Hotel Alpenblick ein geräumiger Kleinbus zur Verfügung. Mit der Gesamtrechnung war ich dann wirklich zufrieden. Die Preise sind fair und ich habe mich dabei immer gut aufgehoben und freundlich behandelt gefühlt.
Die Mitarbeiter und ganz besonders die Chefin haben sich stets um mich gekümmert. Ich habe mich nie als Fremder gefühlt. Der Service war unschlagbar, alle Wünsche wurden erfüllt. Das Publikum bestand bei mir meist aus Deutschen und Österreichern, die etwas älter waren. Es gab keine lauten Touristen. Ich denke auch nicht, dass das Hotel zum Party machen geeignet ist. Hier lässt man es sich lieber von der Seele her gut gehen. Man kann zu Fuß zu Wanderungen starten. Wenn man Anregungen braucht, wird man immer gut beraten. Saison ist im Winter und ab Mitte / Ende Mai, dann fahren auch die zahlreichen Gondeln und Lifte im Gasteiner Tal. Ich würde jederzeit wieder dorthin verreisen und kann das Hotel absolut empfehlen. Ich habe mich an diesem Wochenende sehr gut erholt.
Alpenblick9
Ratings
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Room
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Size
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Cleanliness
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Features
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Room Condition
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Bed/Mattress
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View
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Room Service
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Hotel facilities
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Appearance/Architecture
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Lobby Atmosphere
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General Condition
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Front Desk
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Staff (Friendliness/Service)
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Medical Care
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Hotel Bar
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Sports facilities
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Spa Facilities
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Food & Beverages
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Food Variety
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Food Quality
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Range of Beverages
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Dining Area Ambiance
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Service
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Location
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Landscape/Scenery
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Transportation Connection
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Night Life
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Quiet Location
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Sports facilities