Detailed review by Graefin
Graefin
Lüdenscheid, Germany80%
~ Tag 5; 2. Teil ~
Eine kurze Busfahrt führte uns zu einer Anlegestelle zahlreicher Motorboote. Davor war ein großer Schotterplatz mit vielen Shops, wer wollte, konnte hier Souvenirs aller Art kaufen. Am Anleger selbst hatten einige Händler auch ihre Waren auf den Boden gelegt. Wer wollte, blieb stehen und kaufte, der andere ging eben weiter, wie überall.
Ein Motorboot für ca. 25 30 Personen sollte uns auf die Insel Agilkia im Assuan Stausee bringen. Um ins Boot zu gelangen, kletterte man über den Bug und setzte sich dann auf die Bänke. Die Bootsführer waren hilfsbereit und halfen allen, sicher ins Boot zu gelangen. Manche Touristen werden mit Schwimmwesten ausgestattet, da sie den Künsten der Bootsführer nicht trauen.
Auch sie packten ihre Souvenirs aus, Armreifen, kleine Skulturen usw. Unser Reiseführer half den interessierten Käufern. Einiges wurde verkauft. Danach packten sie die Sachen wieder weg. Sie wurden nicht aufdringlich und sprachen niemanden an, der nicht von sich aus Interesse zeigte. Unser Reiseführer ist der Meinung, daß ein Händler mehr Umsatz machen kann, wenn er nicht aufdringlich wird. Der interessierte Käufer kommt von selbst, allerdings wendet er sich schnell ab, wenn er genervt wird. So berichtete er von einem Bekannten, der vor seinem Basarshop ein Schild aufstellte Hier werden Sie nicht belästigt“. Er macht mehr Umsatz als seine nervenden Kollegen...
Die Bootsfahrt war sehr angenehm. Langsam und gemütlich, mit einer frischen Brise. Man konnte die Ufergegend um den See genießen.
Am Anleger angekommen mußte man wieder übers Boot klettern, an Händlern vorbei und eine Treppe hinauf. Wir gingen langsam, so kam jeder gut mit.
Unser Reiseführer besorgte wie immer die Tickets, es kostete 50 Ägyptische Pfund, etwas über 6,- €.
GESCHICHTE
Der Bau des Assuan Staudamms 1898 1902 ließ zahlreiche Tempel in den Fluten versinken, so auch den Tempel der Isis, der landläufig als Philae Tempel bezeichnet wird. Zunächst konnte man die Tempel durchs Wasser besichtigen“, nach dem Bau des Hochdamms wurden 29 Tempel in einem UNESCO Projekt versetzt.
Der Tempel der Isis wurde abgetragen und auf der Insel Agilkia neu erreichtet.
Gebaut wurde der Tempel ursprünglich in der Ptolemäischen Zeit und in römischer Zeit erweitert. Verschiedene Tempel sind integriert, so steht am Ostufer der Tempel der Hathor, im nördlichen Teil Ruinen des Augustus-Tempels, Zeichnungen des römischen Kaisers Trajan sind im Trajanskisok zu sehen.
HEUTE
Die Anlage ist sehr schön, ringsherum ist alles bepflanzt, es blüht und ist nicht ganz so staubig und sandig wie die anderen Tempel. Dies liegt natürlich am See, der es möglich macht, alles zu wässern. Es stehen hier Henna-Bäume.
Der Boden ist ebenso uneben wie überall. Das wird sich wohl auch nicht ändern. Aber es ist alles ebenerdig, ohne große Treppen und anderer Hindernisse. Die Aussicht um den See herum ist sehr schön. Die Hitze ist durch das Wasser nicht ganz so extrem.
Wir erhielten auch hier Freizeit, so konnten wir uns alles genau ansehen. Geht man aus der Tempelanlage hinaus, gelangt man zu einem Coffeeshop, wo man nebenan auch einige Souvenirs kaufen kann. Überall werden auch Sonnenschutzartikel verkauft, Hüte, Brillen oder Crèmes. Wir besuchten hier auch die Toilette, die sogar recht ordentlich war. Wir sagten dies weiter, so daß fast alle aus unserer Gruppe hier einkehrten“, saubere Toiletten mußte man ausnutzen. Frau auch.
Zurück am Boot ging es wieder Richtung Assuan. Eine weitere kurze Busfahrt sollte uns zum Hochstaudamm führen.
~ Ende Teil 2/Tag 5 ~
Philae10