Das Alia Gateway-Hotel habe ich eher durch Zufall kennengelernt, auf einem Zwischenstop in Amman. Alle Passagiere der Royal Jordanian, die länger als 6 Stunden Aufenthalt in Amman haben, bekommen in diesem Hotel ein Zimmer. Ich hatte sogar 25 Stunden Aufenthalt in Amman und habe so eine ganze Nacht und einen Tag in dem Hotel verbracht.
Es war alles in allem ein schöner Aufenthalt. Das Zimmer war sehr schön, das Essen lecker und dafür, dass wir nichts bezahlen mussten, war es super. Aber die abgeschiedene Lage, die teilweise unfreundlichen Angestellten, die etwas nervigen Taxifahrer, der frühzeitig geschlossene Garten und der wasserlose Pool sind alles Dinge, die mich zu dem Entschluss kommen liessen, in dem Hotel nicht noch einmal zu nächtigen, wenn es mich noch einmal nach Amman verschlägt, es sei denn, es wäre wieder solch ein kostenloser Transitaufenthalt.
-
Ich habe für den Hotelgutschein, den ich von der Royal Jordanian erhalten hatte, ein Doppelzimmer für mich allein bekommen und ich war positiv überrascht, wie schön das Zimmer war, denn nachdem ich die Flure gesehen hatte, hatte ich schlimmes erwartet.
Neben dem großen Doppelbett gab es zwei Nachtschränkchen, einen Tisch, zwei Sessel sowie einen großen Schreibtisch, auf dem sich ein Telefon und ein Faxgerät befanden. Obendrüber hing ein Fernseher an der Wand.
Der Fernseher bescherte einem einen Einblick in die Fernsehlandschaft Jordaniens, ohne Arabischkenntnisse hat man nicht wirklich viel davon. Jedoch konnte man auch einen deutschen Sender empfangen und das war Vox. Zu meiner postiven Überraschung konnte man auch MTV India sehen.
Zu dem Zimmer gehörte auch ein Bad. In dem befanden sich eine Toilette, eine Badewanne, ein Bidet sowie ein Waschtisch mit Waschbecken und allerlei kleinen Dingen, wie einer Duschhaube, Seifenstückchen und Shampoofläschchen.
Da gesamte Zimmer machte einen sauberen und gepflegten Eindruck. Man sah, dass alles schon eine Weile in Gebrauch war, aber nichts war kaputt oder sah verschlissen aus.
Sehr gut fand ich die Klimaanlage/Heizung in meinem Zimmer. Es wurde in der Nacht nämlich sehr sehr kalt und ich lag frierend unter meiner nicht wirklich warmen Decke, eben so eine typische Hoteldecke, die man in Deutschland eher "Überdecke" (so eine zu Dekozwecken) nennen würde, aber nicht Bettdecke. Wie dem auch sei, nachdem mir schon fast die Zähne klapperten, begann ich, mich an der Klimaanlage zu schaffen zu machen, obwohl ich wenig Hoffnung hatte, dass sie funktionieren würde (ich habe bisher kaum funktionierende Klimaanlagen in Hotels erlebt). Ich befürchtete gar, dass es sicher eher schlimmer werden würde und ich garantiert die "noch kälter"-Funktion einschalten würde. Aber nein, binnen kurzer Zeit wurde es in dem Zimmer schön wohlig warm.
Am nächsten Morgen, als es eben hell war, war nun endlich die Zeit, sich nun mal bei Tageslicht anzuschauen, wo man uns da am Abend zuvor hingeschafft hatte. Ich schob die schweren Vorhänge am Fenster beiseite, um einen Blick aus meinem Fenster zu werfen. Der Ausblick war nicht wirklich berauschend, ich guckte auf eine Staubwüste und ein paar vertrocknet aussehende Pflanzen. Weit und breit war kein Mensch zu sehen, nur eine Straße und dahinter nur noch mehr Wüstenei. Also: keine berauschende Aussicht, aber das Hotel ist ja nunmal auch in Jordanien, da ist nunmal Wüste.
-
General hotel amenities
[more][less]
-
Lobby Atmosphere
-
General Condition
-
Front Desk
-
Staff (Friendliness/Service)
-
Business Amenities
-
Von außen machte das Hotel einen ganz guten Eindruck. Es handelt sich um einen sandfarbenen, quadratischen Bau, der abseits von allem irgendwie in der Wüste steht, aber immerhin einen Garten mit Palmen hat. Außer dem Hotel war in der gesamten Gegend überhaupt gar nichts.
Die Lobby wirkte recht düster, es befanden sich dort ein paar Couchen, Pflanzen und ein Büro, in das man prima reingucken konnte und wo man im, leider sehr lahmen, Internet surfen darf, wenn man lieb fragt und ca. 2 Euro für eine Stunde zahlt.
An der Rezeption, die ein ebenfalls wenig düster wirkt, gibt es von freundlichen Mitarbeitern die Schlüsselkarten für die Zimmer. Sie beantworteten auch geduldig Fragen. Wir kamen mitten in der Nacht an, dennoch war die Rezeption mit mehreren Angestellten besetzt, die recht schnell arbeiteten, so dass wir alsbald unsere Zimmer beziehen konnten.
Das Hotel verfügt über einen Pool-Bereich mit Terasse, der an sich sehr schön angelegt ist, lediglich die Pflanzen hätten mal einen Schluck Wasser gebrauchen können, die waren recht vertrocknet. Als wir dort waren (es war März), war im Pool keinerlei Wasser und wir durften uns auch nicht auf der Terasse aufhalten, die eigentlich viele schöne Sitzgelegenheiten bot. Wir und viele andere Transitreisende (und es waren im Hotel nahezu zu 100% nur Royal Jordanian Transitreisende) wurden von einem unfreundlichen Angestellten um 15 Uhr grundlos herausgeschmissen aus dem Terassenbereich und so lungerten alle die Zeit totschlagend ab dem Nachmittag um eine Blumerabatte auf dem Parkplatz vor dem Hotel rum...es war eine irgendwie blöde Szenerie, aber was soll man machen, in einem Hotel, in dessen Umgebung nix ist, das eine dunkle düstere, wenig einladende Lobby hat und eine geschlossene Terasse? Dann bleibt nur das Sitzen auf dem Zimmer oder eben auf dem Parkplatz...
Der Zustand des Hotel ist, sagen wir interessant. Die Lobby und die Zimmer wirken fertig, die Flure aber so, als sei vor 20 Jahren, beim Bau des Hotels, ein Baustopp eingelegt worden. Die Tapeten waren nur teilweise an den Wänden, teilweise sah man den Putz und es hingen überall 80er Jahre-mäßig aussehende Telefone, und das auf einer Höhe, auf der sie Zwerge hätten prima bedienen können...komisch. Der Teppichboden hätte mal wieder geputzt werden können und insgesamt erinnerte mich der gesamte Flur irgendwie an ganz billige Hotels in Indien. Aber in einem jordanischen 4-Sterne-Hotel hätte ich sowas nicht erwartet.
Neben der Lobby befinden sich einige Läden und ein Kiosk. Hier gibt es Souvenirs, Postkarten, Getränke und anderen Kleinkram. Man kann in jordanischer Währung, aber auch in Dollar oder Euro zahlen. Man sollte aber aufpassen, da Euro und Dollar gern gleich gesetzt werden und man miese macht, wenn man in Euro zahlt.
-
Food & Beverages
-
Food Variety
-
Food Quality
-
Zu dem Aufenthalt gehörten für uns auch ein Frühstück und ein Mittagessen, das wir in einem großen Essenssaal zu uns nehmen konnten, das Frühstück gab es von 6-10 Uhr und das Mittagessen von 12-15 Uhr. Es gab beide Male ein großes Buffet, das Frühstück bestand aus eher europäisch angehauchten Dingen wie Toast, Marmelade, frischen Früchten und Omelette, das Mittagessen hingegen war einfach nur genial lecker. Es gab allerlei arabisches Essen, von den meisten angebotenen Dingen weiß ich nicht einmal, wie man sie nennt. Es war jedenfalls unter anderem Coucous dabei, Fleisch, das von einem Spieß kam, aber weit besser schmeckte, als Fleisch, das man hierzulande in Dönern serviert bekommt und und jede Menge andere warme Speisen, von denen man sich soviel nehmen konnte, wie man wollte. Auch arabische Süßigkeiten gab es, außerdem Salate und Getränke. Wir verbrachten beim Mittagessen eine ganze Weile in dem Essenssaal und holten uns immer wieder Nachschlag, nicht weil wir so ausgehungert waren, sondern weil wir soviel Zeit totzuschlagen hatten und weil wir nicht wussten, wann es mal wieder was richtig nahrhaftes geben würde, schließlich stand uns ein Nachtflug nach Delhi bevor und wir wussten ja nicht, was uns im Flieger an Essen erwarten würde.
-
Location and surroundings
[more][less]
-
Transportation Connection
-
Night Life
-
Das Hotel, liegt in der unmittelbaren Nähe des internationalen Flughafens von Amman, der sich 35km auswärts aus der eigentlichen Stadt befindet. Entsprechend ist das Hotel auch in "the middle of nowhere", denn es ist ja lediglich 2km vom Airport entfernt. Öffentliche Verkehrsmittel verkehren hier kaum, aber in Laufnähe des Hotels befindet sich eine Bushaltestelle. Diese sollte man ansteuern, wenn man preisgünstig nach Amman reinfahren möchte. Im Hotel gibt es eine Autovermietung und es stehen eine Menge Taxen zur Verfügung (die Fahrer reden einem auch gern und mit viel Inbrust ein, es gäbe keinen Bus in die Stadt, was aber nicht stimmt).
Rund um das Hotel gibt es nichts, einfach nichts, nur Wüste und eben den Flughafen, auf dem sehr wenig los ist, so dass von dort auch keine Lärmbelästigungen erfolgen, was mich ziemlich erstaunte bei dieser unmittelbaren Nähe.