jansdarling2002
Hamburg, Germany95%
Wir waren mehrfach in diesem uralten Waldgebiet, so lernten wir auch die einzelnen Startpunkte kennen. Ganz besonders angetan hatte es uns der Startpunkt, wo sich der Aussichtsturm Rytterknægten befindet. Denn hier ist ein schöner Rastplatz in natürlicher Umgebung, mit Sitzgelegenheiten sowie einem kleinen saisonalen Kiosk, wo man neben den typischen Reise-Souvenirs auch Getränke, Eis sowie kleinere Snacks bekommen kann. Preislich ist das Niveau angemessen, so bezahlten wir 2009 für einen leckeren Kaffee umgerechnet 1 Euro, und der Kaffee entsprach in Etwa einer Menge von knapp 0,3l. Auf der Rückseite des Kiosks befanden sich sehr saubere Toiletten, auch behindertengerechte sind vorhanden.
Wir haben uns auf die Wegmarkierungen verlassen, und haben erst die große Runde durch Almindingen gedreht. Weg-technisch erfordert es stellenweise schon ein wenig Training, denn manche Wege gehen wahrlich über Stock und Stein, so auch über die charakteristischen Felsen.
Wegbeschaffenheiten: Es hält sich die Waage zwischen sandigem Waldboden und felsigem Untergrund, nicht alle Wege sind Behindertengerecht. Denn man muss teilweise Höhenunterschiede und Steigungen überwinden. An besonders prekären Stellen wurden Holzgeländer angebracht, die besonders für die feuchte Jahreszeit sinnvoll sind. Die Wegmarkierungen sind farbig und befinden sich auf Felsen oder Bäumen, teils sind auch extra kleine Pfähle angebracht, auf denen sich die Markierung befindet.
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Wir sind eingetaucht in die grüne Welt, hier stehen riesige Bäume, teils mehr als 100 Jahre alt, eingeengt zwischen Millionen Jahre alten Felsen, die mit den abstraktesten Formen daher kommen. Teils bewegten wir uns im Schatten, teils suchten sich die Sonnenstrahlen den Weg und zauberten wunderschöne Lichteffekte, da teilweise noch ein wenig Dunst aufstieg, das war natürlich traumhaft. So kletterten wir mal ein paar Meter in die Höhe, schauten hinab auf die Spaltentäler und ließen uns in eine andere Zeit zurück versetzen, oder wir kletterten in die Täler und ließen uns vom Zwitschern der Vögel wie auch den emporragenden Bäumen und Felsen beeindrucken. Hier und da plätscherte mal ein kleines Rinnsal, sodass wir hier gerne eine kleine Pause einlegten, uns auf einem Felsen niederließen, die Füsschen ins Wasser steckten, und einfach die Natur genossen haben. Nur schwerlich konnten wir uns von den heimeligen Fleckchen trennen, aber wir wollten ja nun auch die empfohlenen Wanderrouten abwandern.
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Zeitaufwand: Je nach Kondition muss man schon mit Zeitspannen von 1 bis hin zu 5 Stunden rechnen, das ist ja auch immer abhängig davon, wie man selber an eine Wanderung heran geht
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Die insgesamt drei Wanderrouten sind abwechslungsreich (und auch noch miteinander kombinierbar), so streift man beinah auf allen die Moorgebiete, und landet auch auf Baum freie Areale, so zum Beispiel im Ekkodalen ( Echotal ), hier möchte ich anmerken, das man dann auch mal über eine Rinderwiese gehen muss, aber Angst braucht man keine haben, die Wiesenbewohner sind es gewohnt, das Wanderer ihren Weg kreuzen, lediglich wenn kleine Kälber da sind, ist erhöhte Vorsicht angesagt, denn diese verstecken sich gerne im hohen Gras.
Das Ekkodalen ist eine wirklich grüne Oase, eingerahmt von Felswänden. Bei besonders klarer Luft kann man hier dann sein Echo-Talent probieren, im Sommer hat es nicht so wirklich funktioniert, es kann aber durchaus daran liegen, das die Felswände schon recht bewachsen sind und eben nicht mehr diesen Resonanzkörper bieten. Naja, man muss ja auch nicht mitten im Grünen stehen und da wie ein Irrer herum zu krakeelen.
Zum Zeitpunkt unseres Besuchs war gerade Kälberzeit, so dass wir die Rinderwiese dann doch schnell wieder verlassen haben, und uns am Denkmal von Peter Christian Trandberg niederließen. Leider war die Inschrift schon arg verwittert, so das ich nicht weiter heraus finden konnte, aber dennoch blieb ich hier einen Augenblick, um mir die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen.
Weiter ging es, wieder zwischen den Felsen hoch, vorbei an den plätschernden Rinnsalen, begleitet vom Zwitschern der Vögel sowie dem Duft des Waldes.Wir streiften auch den einen oder anderen moorigen Teil mit seinen Tümpeln, und konnten wieder die eine oder andere ungewöhnliche Pflanze entdecken, so findet man hier in der Tat noch Sonnentau, Orchideenarten, die in Deutschland schon nicht mehr zugegen sind... Ok, Bornholm ist eh ein Paradies für seltene Blumen, und auch Tiere. Stellenweise braucht man nicht nur einen sicheren Tritt sondern auch die Hände um eine schwierigere Wegpassage zu überwinden, daher sollte man die Hände schon frei haben. Als Festhaltemöglichkeit bieten sich je nach Situation junge Bäume, Felsspalten oder auch Baumwurzeln.
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Egal welche Runde wir gegangen sind, mir war sie immer zur kurz -dabei ist die längste markierte Route 6,5km- ich habe mittlerweile eine recht gute Ausdauer, wo selbst Schatzi dann langsam nicht mehr mithalten kann. So dass ich mir dann öfters kleine Pausen gegönnt habe, um Schatz wieder aufschließen zu lassen, und auch ihm eine Verschnaufpause zu gönnen.
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Da wir ja meist in der Vorsaison im Urlaub sind, war auch hier für mich positiv anzumerken, das uns nicht so viele Wanderer entgegen kamen, außer am Wochenende, da ist Almindingen sehr beliebt. So bringt das Wandern dann natürlich viel Spaß, wenn da nicht so viele Leute zugegen sind, dann fühlt man sich wirklich alleine und richtig mit der Natur verbunden.
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Leider gehen auch mal die schönsten Wandertouren zu Ende, und man kommt wieder an seinem Startpunkt an, und da habe ich auch den saisonal geöffneten Kiosk zu schätzen gelernt. Ich hatte zwar ein kleines Wandertäschchen mit Kamera und Wasserflasche mit, aber die wurde schneller leer, als angedacht. So das wir uns am Rytterknægten dann noch eine längere Pause gönnten, unsere Flüssigkeitsvorräte wieder auffüllten...ich wäre ja am liebsten noch eine Runde gegangen, aber Schatzi meinte, 5,5 Stunden wandern am Stück sind dann doch erst einmal genug, und da wir noch in der Startphase unseres Urlaubs steckten, würden sich ja noch mehr Chancen ergeben, um hierher zu kommen. Wohl wahr...
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Bevor ich zu meiner Gesamtbeurteilung komme, möchte ich noch ein Wort zu den eingangs erwähnten Mountainbike-Routen erwähnen. Es hat sich in Dänemark eingebürgert , in manchen Gebieten für die Aktivsportler ausgewählte Wege für Mountainbiking zur Verfügung zu stellen. Ich habe mir einige schon die eine oder andere Route angeschaut wild, uneben und herausfordernd wäre jetzt meine spontanen Entscheidung, denn die gehen durch Sand, über kleinere Felsen, Baumwurzeln und und, also ist hier auf jeden Fall ein Gutes Rad sowie auch Sicherheitsausrüstung (Fahrradhelm) erforderlich.
Weiter möchte ich noch ein paar Worte bzw. Empfehlungen bezüglich des Schuhwerks für diese Wanderrouten anmerken. Dadurch das es ein natürlich belassenes Gebiet ist, sind die Wege teils recht uneben und schnell kann es passieren, das man umknickt, oder auf Felsen das rutschen bekommt, denn manche Stellen sind einfach recht feucht und moosig,weil die Sonne es nicht durch die dicht belaubten Baumkronen schafft. Es ist hier anzuraten, festes Schuhwerk mit einer stabilen, robusten und griffigen Sohle zu tragen. Wer Ambitionen zu Mücken hat, der sollte sich auch hier entsprechend vorher behandeln. Denn gerade in den Moorigen Gebieten sind Mücken anzutreffen. Ebenso empfiehlt es sich, einen Rucksack mitzunehmen, denn manches Mal benötigt man auch die Hände, um eine Wegpassage zu bestreiten.
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Wanderempfehlung?
Aus meiner Sicht spricht nichts gegen eine oder auch mehrere ausführliche Wanderungen. Hier fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Das Almindingen besticht durch Natur pur in seine ursprünglichen Form. Man kann die Wanderungen so gestalten, wie es die eigene Kondition erlaubt, wer mag kann sich auch ein kleines Picknickpaket schnüren, denn es findet sich immer wieder eine Stelle, an der man sich niederlassen kann, und einfach ausspannen kann. Eine Bitte an dieser Stelle, achtet darauf, das ihr Euren Müll wieder mit nehmt, denn im gesamten Areal befindet sich nur sehr wenige Mülleimer, aber so schwer ist es ja nicht, seinen Müll wieder im Rucksack zu verbannen und am Startpunkt in die größeren Müllbehälter zu werfen.
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Ich bin hell auf begeistert von diesem Waldgebiet, denn hier fand ich mal wieder meine Ruhe, konnte mich austoben und habe auch gleich wieder ein neues Fleckchen kennen gelernt, ich denke mal, wenn wir in 1-2 Jahren wieder nach Bornholm fahren, dann werde ich es auf jeden Fall wieder besuchen, denn ich mag solche Gebiete unwahrscheinlich gerne, und wenn mir denn auch nicht so viele Menschen begegnen, dann bin ich noch mehr angetan.
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Mein Gesamter Eindruck ist sehr positiv, so konnte ich hier keinerlei Müll herumliegen sehen, was in deutschen Gebieten ja immer wieder ein Problem ist. Auch hat mir die Vorbildliche Wanderweg-Markierung sehr imponiert, solche kenne ich nur aus Dänemark, in Deutschland suche ich die meist vergebens, vielleicht ist sie vorhanden aber sie wurde zerstört.
Beim wandern ist mir aufgefallen, das ab und an hier eben diese Markierungen kontrolliert werden, so waren einige recht gut zu erkennen, manch andere hingegen schon leicht verblichen, aber dennoch nicht zu verfehlen.
Und was das Beste ist, ein Besuch im Almindingen ist komplett kostenlos.